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Wappen Karte
Stadtwappen der Stadt Meschede.png
Wappen
Lage der Stadt Meschede in Deutschland.png
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Arnsberg
Landkreis: Hochsauerlandkreis
Geografische Lage:
Höhe: 262 m ü. NN
Fläche: 218,5 km²
Einwohner: 32.115 (30. Juni 2005)
Bevölkerungsdichte: 147 Einwohner je km²
Postleitzahl: 59872
Vorwahl: 0291
Kfz-Kennzeichen: HSK
Gemeindeschlüssel: 05 9 58 032
Stadtgliederung: 17 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Franz-Stahlmecke-Platz 2
59870 Meschede
Website: www.meschede.de
Politik
Bürgermeister: Uli Hess (CDU)
Meschede ist eine Mittelstadt im nördlichen Sauerland und Kreisstadt des Hochsauerlandkreises, Nordrhein-Westfalen, Deutschland.

Geografie


Geografische Lage

Meschede liegt südlich des Naturparks Arnsberger Wald beidseitig der Ruhr in unmittelbarer Nähe der Hennetalsperre. Südlich schließt sich das Rothaargebirge an. In der Liste der flächengrößten Städte Deutschlands liegt Meschede auf Platz 43.

Tiefster Punkt 230 m, höchster Punkt 692 m ü. NN.

Nachbargemeinden

Die folgenden Entfernungen sind in Luftlinie angegeben.

Meschede grenzt im Norden an Warstein (13 km), im Osten an Bestwig (8 km), im Süden an Schmallenberg (22 km), im Südwesten an Eslohe (13 km), im Osten an Sundern (19 km) und im Nordwesten an Arnsberg (14 km).

Die nächsten größeren Städte mit über 100.000 Einwohnern sind im Nordosten Paderborn (51 km), im Osten Kassel (85 km), im Süden Siegen (57 km), im Westen Hagen (56 km) und im Nordwesten Dortmund (60 km) und Hamm (49 km).

Stadtgliederung

Neben der Kernstadt Meschede gehören die folgenden Ortsteile und Wohnplätze dazu:

Baldeborn, Berge, Berghausen, Beringhausen, Blüggelscheidt, Bockum, Bonacker, Calle, Drasenbeck, Einhaus, Enkhausen, Enste, Ensthof, Erflinghausen, Eversberg, Frenkhausen, Freienohl, Frielinghausen, Galiläa, Giesmecke, Grevenstein, Heggen, Heinrichsthal, Höringhausen, Horbach, Immenhausen, Klause, Köpperkopf, Köttinghausen, Kotthoff, Laer, Löllinghausen, Löttmaringhausen, Mielinghausen, Mosebolle, Mülsborn, Obermielinghausen, Olpe, Remblinghausen, Schederberge, Schedergrund, Schüren, Stesse, Stockhausen, Vellinghausen, Visbeck, Wallen, Wehstapel, Wennemen, Windhäuser und Wulstern.

Geschichte


Die Bedeutung Meschedes im frühen Mittelalter lag im Kreuzungspunkt zweier Handelswege (Köln-Minden und Antwerpen-Kassel-Mitteldeutschland). Ab ungefähr 770 n. Chr. bestand auf einem Hügel in der Nähe die Hünenburg, die als Wohnsitz des Grafen vom Lochtropgau fungierte. Um 875 wurde durch Emhildis, eine Tochter des Grafen vom Lochtropgau, ein adeliges Damenstift gegründet, dessen erste Äbtissin sie wurde. Ca. im Jahre 900 wurde die erste Stiftskirche erbaut, von der die alte Krypta unter der heutigen Walburga-Kirche in der Innenstadt noch erhalten ist und besichtigt werden kann.

Erstmals erwähnt wurde der Name Meschede im Jahr 913 in einer Urkunde von König Konrad I, in der er dem Damenstift verschiedene Rechte gewährt. Die heute zu Meschede gehörende Gemeinde Eversberg wird im 11. Jahrhundert stark ausgebaut, und erhält 1242 das Lippische Stadtrecht. Obwohl sich bereits sehr früh Kaufleute und Handwerker um das Stift Meschede ansiedelten, bekam der Ort das Stadtrecht erst relativ spät, im Jahre 1457. Das erste Rathaus wird 1586 fertiggestellt. Das barocke Schloss Laer wird im 17. Jahrhundert gebaut. Der nächste wichtige Punkt in der Stadtgeschichte war die Eröffnung der Ruhrtal-Eisenbahn 1871, mit der ein wirtschaftlicher Aufschwung einherging.

Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs erfasste der Luftkrieg auch die Stadt Meschede. Neben den Honsel-Werken, einem Aluminium-verarbeitenden Betrieb der damaligen Rüstungsindustrie, war auch das Telegraphenamt in der Innenstadt ein Ziel, in dem in den letzten Kriegstagen auch ein wichtiger Kommandostab der mit dem Einsatz von Hitlers "Vergeltungswaffe" V2 betrauten Einheit einquartiert war. Die Stadt wurde dabei zu fast 80% zerstört. Meschede_im_winter2004.jpg | Meswinter2005november.jpg | meschede_gr.jpg

1970 war Meschede Schauplatz einer der letzten größeren Pocken-Epidemien in Deutschland. Ein Student hatte die Krankheit aus Pakistan eingeschleppt und wurde mit starkem Fieber ins Mescheder Krankenhaus eingeliefert. Als feststand, dass er die hoch ansteckenden Pocken hatte, wurde das Krankenhaus abgeriegelt und der Altkreis Meschede zum Pockengebiet erklärt. Wie man später feststellte, hatten sich die meisten der 19 infizierten Personen angesteckt, weil er neben der Pockenerkrankung an starkem Husten litt und damit die Viren im Krankenhaus verbreitete wie jemand, der sie in Form kleiner Schwebestoffe (Aerosole) aus einem Flugzeug versprüht oder mit einer Bombe zersprengen würde. Spätere Untersuchungen mit Rauch zeigten, dass dieser sich so im Haus verbreitete wie zuvor die Pockenviren. Insgesamt waren vier Menschen gestorben, allerdings vermutlich nicht an den Pocken, sondern an ohnehin vorhandenem Krebs oder durch Komplikationen, die sich durch die angeordnete Zwangsimpfung aller im Krankenhaus befindlichen Personen ergaben. Die Pockenhysterie nahm in dieser Zeit teilweise groteske Züge an. Menschen aus dem Kreis Meschede näherte man sich nicht mehr, und Briefe aus Meschede wurden ungelesen verbrannt. Das öffentliche Leben kam aus Furcht vor Ansteckung fast völlig zum Erliegen.

Im Zuge der kommunalen Neuordnung 1975 ging der Altkreis Meschede zusammen mit den Landkreisen Brilon und Arnsberg im neuen Hochsauerlandkreis auf, dessen Kreisstadt Meschede wurde. Seit dieser Zeit zäh­len zur heutigen Stadt Meschede die bis dahin selbständigen Städte und Gemeinden Calle, Eversberg, Freienohl, Grevenstein, Meschede-Land, Remblinghausen und Visbeck sowie Ortsteile benachbarter Gemeinden.

Politik


Gemeinderat

Meschede wird abgesehen von einem kurzen Intermezzo der SPD von 1949-1952 seit dem Zweiten Weltkrieg mit absoluter Mehrheit von der CDU regiert. Zur Zeit setzt sich der Rat der Stadt Meschede aus Fraktionen der CDU, SPD, UWG, FDP und Grünen zusammen.

nach der Kommunalwahl am 26. September 2004

Partei / Gruppierung Sitze
CDU 22 Sitze
SPD 10 Sitze
UWG 7 Sitze
FDP 3 Sitze
Grüne 2 Sitze

Bürgermeister

Bürgermeister (und Stadtvorsteher) seit 1900
  • 1894-1920: Stadtvorsteher Hermann Heuel
  • 1922-1933: Stadtvorsteher Anton Bange
  • 1933-1937: Stadtvorsteher Caspar Ebel
  • 1937-1945: Alexander Scherf
  • 1945-1946: Caspar Ebel (CDU)
  • 1946-1948: Engelbert Dick (CDU), erster frei gewählter Bürgermeister
  • 1948-1952: Hugo Werner (SPD)
  • 1952-1961: Engelbert Dick (CDU)
  • 1961-1969: Josef Busch (CDU)
  • 1969-1974: Bruno Peus (CDU)
  • 1975-1998: Franz Stahlmecke (CDU), erster Bürgermeister nach der kommunalen Neugliederung
  • 1998-1999: Bruno Peus (CDU)
  • seit 1999: Uli Hess (CDU), erster hauptamtlicher Bürgermeister

Städtepartnerschaften

Seit dem 30. Oktober 1965 besteht eine Städtepartnerschaft mit Le Puy-en-Velay (Frankreich). Außerdem führt Meschede eine schon vor der Eingemeindung 1975 bestehende Städtepartnerschaft Freienohls mit Cousolre (Frankreich) fort. Am 10. Juni 1956 hat die Stadt beschlossen, die Patenschaft für die Vertriebenen der ehemaligen schlesischen Stadt Winzig (Polen) zu übernehmen. Über diese Patenschaft hat sich inzwischen auch eine enge Verbindung zur Gemeinde Neufraunhofen entwickelt, ohne dass eine offizielle Partnerschaft besteht. Genauso bestehen -- ebenfalls inoffizielle -- freundschaftliche Beziehungen zu Coventry (Vereinigtes Königreich), Coventry (USA) und Vannes (Frankreich).

Kultur und Sehenswürdigkeiten


Regelmäßige Kulturveranstaltungen verschiedenster Art finden in der Stadthalle statt. Für kleinere Ausstellungen und Konzerte bietet sich das Bürgerzentrum Alte Synagoge an. Es entstand in einem Gebäude, dass vor dem 2. Weltkrieg als Synagoge genutzt wurde und nach dem Krieg zunächst eine Schreinerei war. In den Mescheder Kirchen finden regelmäßig Konzerte statt. Zudem gibt es in Meschede ein kleines Kino.

Bauwerke

Monastery_Meschede_%282%29.jpg Neben der erwähnten alten Krypta unter der Kirche lohnen folgende Objekte eine Besichtigung:

Vereine in Meschede

Meschede verfügt über ein aktives Vereinsleben. So gibt es sowohl im Mescheder Süden als auch im Norden einen Schützenverein. Zahlreiche Musikvereine und Chöre in Meschede und seinen Dörfern gestalten das kulturelle Leben mit. Auch der Sport kommt in der Stadt nicht zu kurz - so gibt es z. B. mehrere Fußballvereine. Die Mescheder Pfadfinder leisten schon seit 1949 Jugendarbeit in der Stadt. Der Stamm zählt ca. 100 Mitglieder. Im Jahr 2005 wurde eine Jugendfeuerwehr gegründet. Auch das Deutsche Rote Kreuz oder das technische Hilfswerk sind mit einer Ortsgruppe in Meschede vertreten.

Regelmäßige Veranstaltungen

Eines der Highlights in Meschede ist das kostenlose Heimspiel- Openair, das jährlich im Herzen der Innenstadt stattfindet. Weiterhin gibt es den Triacon, eine Sportveranstaltung, bei der sich Teams oder Einzelkämpfer auf Inline-Skatern, dem Fahrrad und zu Fuß messen können. Beim jährlichen Weinfest in der Innenstadt können Weine verschiedener Winzer gekostet werden. Bei den zwei Schützenfesten im Jahr steht eher das Bier im Vordergrund. Während im Mescheder Süden auf einem traditionellen Freibierfest gefeiert wird, hat das Schützenfest im Norden durch das große Zelt und die Buden auf dem Festplatz eher Volksfestcharakter. Zudem findet im August jedes Jahres die St.-Georgs-Kirmes statt. Ferner gibt es zahlreiche Live-Veranstaltungen rund um den Hennesee.

Nachtleben

In Meschede ist, auch durch die Fachhochschule, ein Angebot an Kneipen und Bars entstanden. Überregional bekannt ist Das Netz (früher Köhlers Bistro) am Stiftsplatz am Rande der Fußgängerzone, das 1997 als Internetkneipe eröffnet wurde. Inzwischen finden hier häufig Live-Konzerte statt. Man findet die Kneipe Pils Pub gleich gegenüber. Ebenfalls in der Nähe an der St.-Walburga-Kirche liegt die Kneipe Blauer Baum sowie das Zugit, welches allerdings eher ein Speiselokal darstellt. Am Winziger Platz im Sparkassen-Gebäude liegt die Café-Bar Café Brazil. Die Tröte, eine vorwiegend von Studenten besuchte Kneipe, findet man gegenüber der Commerzbank. Das Campus an der Kolpingstraße liegt ebenfalls in der Nähe, jedoch auf der anderen Ruhrseite. Diese Kneipe wird von Jung und Alt gleichermaßen besucht und bietet auch ein sehr gutes Essensangebot bis spät abends. Im Sommer lockt der große Biergarten. Bis in die frühen Morgenstunden sind die Discothek Embassy, das Papillon in der Nähe des Kreishauses sowie das Nachtcafé Flair geöffnet. Für Freunde elektronischer Tanzmusik gibt es die Cocktail- und Kleinkunstbar mono im Stiftscenter.

Wirtschaft und Infrastruktur


Größte Arbeitgeber in Meschede sind die Honsel GmbH & Co. KG (Leichtmetallprodukte), die Brauerei Veltins und die Deutsche Telekom AG.

Verkehr

Hennetalsperre1.jpg Straßen im unmittelbaren Stadtgebiet: B7, B55, A46

Vom Bahnhof Meschede fahren Züge nach Dortmund und Hagen sowie nach Kassel-Wilhelmshöhe und Winterberg. Im Ortsteil Schüren befindet sich ein Sportflugplatz.

Das Stadtgebiet wird von einem Stadtbus-System erschlossen.

Medien

Meschede ist Sitz des Lokalsenders Radio Sauerland. Außerdem gibt es Redaktionen und Geschäftsstellen der Westfalenpost und der Westfälischen Rundschau sowie des Anzeigenblattes Sauerlandkurier.

Öffentliche Einrichtungen

Meschede ist als Kreisstadt des Hochsauerlandkreises Sitz der Kreisverwaltung. Ebenfalls in der Stadt beheimatet ist die Finanzverwaltung NRW, die Agentur für Arbeit, die Kreishandwerkerschaft sowie eine Zweigstelle von Straßen NRW.

Bildung

Einer von vier Standorten der Fachhochschule Südwestfalen befindet sich in Meschede. Hier werden knapp 1.000 Studierende in Maschinenbau, Informations- und Kommunikationstechnik, Wirtschaftsingenieurwesen, Betriebswirtschaftslehre und dem internationalen Studiengang European Studies in Technology and Business ausgebildet. Außerdem gibt es in Meschede zwei Gymnasien, zwei Realschulen, drei Hauptschulen, mehrere Grundschulen sowie ein Berufskolleg mit mehreren Zweigen. Für außerschulische Bildung bietet unter anderem die Volkshochschule Kurse an.

Persönlichkeiten


Söhne und Töchter der Stadt

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben

  • Heinz-Josef Algermissen, Bischof von Fulda, arbeitete als Kaplan und Studentenseelsorger in Meschede
  • Guido Hügen, Bundeskurat der DPSG, zuvor im örtlichen Kloster beheimatet

Weblinks


Ort in Nordrhein-Westfalen | Meschede

Meschede | Meschede | Meschede

 

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