Merkstein ist seit 1972 ein Stadtteil von Herzogenrath im Kreis Aachen.
1815 unterstellt der Wiener Kongress Merkstein dem Großherzogtum Niederrhein. 1846 werden Merkstein und Herzogenrath unter eine gemeinsame Verwaltung gestellt, und aufgrund der Steinkohle wird das ländliche Merkstein rasch zu einer Industriegemeinde im Aachener Steinkohlenrevier. Die Häuser Nr. 69 bis 123 der Merksteiner "Bierstraße" gehörten zur 1876 abgeteuften "Zeche Nordstern". 1950 erwirbt der Eschweiler Bergwerksverein EBV Betriebsgelände und Wohnungen. Die wichtigste Zeche war allerdings die Grube "Adolf", die in den 60er Jahren geschlossen wurden. Sie war jahrzehntelang das wirtschaftliche Herz Merksteins und beschäftigte den Großteil der männlichen arbeitsfähigen Bevölkerung.
Grube Adolf wurde NICHT in den 60er Jahren geschlossen. Erst 1972 wure die Förderung eingestellt. Nach 1972 wurde die in Merkstein abgebaute Kohle in der benachbarten Grube ANNA in Alsdorf zutage gefördert.
Gruß
David Basus
Von 1961 bis zur Eingemeindung 1972 hatte der Bereich Merkstein die Postleitzahl 5123 und deckte den folgenden Bereich ab:
ÖPNV: Merksteins Busknotenpunkt ist „August-Schmid-Platz“, welcher von den Linien HZ3, 21, 47, 57, 89, 147 und 430 bedient wird. Er verbindet Merkstein mit Alsdorf, Herzogenrath und Übach-Palenberg.
Eisenbahn: Dezember 2004 wurden die Haltepunkte „Herzogenrath-Alt-Merkstein“ und „Herzogenrath August-Schmidt-Platz“ der Euregiobahn eröffnet. Die nächstgelegenen DB-Bahnhöfe sind „Herzogenrath“ und „Übach-Palenberg“ an der Strecke Aachen - Aachen West - Kohlscheid - Geilenkirchen - Erkelenz - Rheydt Hbf - Mönchengladbach Hbf.
Die Abraumhalde ist ein sogenanntes "Sekundär-Biotop", d.h. von Menschenhand geschaffen. Sie bietet in dieser Klimazone außergewöhnliche Lebensbedingungen. Über dem fast schwarzen Abraummaterial erhitzen sich der Boden und die darüber liegenden Luftschichten so stark, dass extreme trockene und heiße Lebensbedingungen entstehen, wie sie eher im Mittelmeerraum anzutreffen sind. Deshalb haben sich Pflanzen- und Tierarten ansiedeln können, die hierzulande äußerst selten sind.
Wanderwege sind auf ca. 5,5 km angelegt.Teile des Wegenetzes sind auch für den Radverkehr freigegeben. Ein gut ausgebauter Wege führt über den "Gipfelaufstieg" zu zwei Aussichtsplateaus. Vom "Grenzlandblick" und dem "Gipfelblick" (230 m bzw. 245 m üNN) eröffnen sich spektakuläre Ausblicke bis jenseits des Maastals im Westen, ins Hohe Venn und die Eifel im Süden, zum Rheintal (Siebengebirge) im Osten und in das Selfkant im Norden.
Ort in Nordrhein-Westfalen | Region Aachen
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