Lemon Meringue Muffins 01.jpg Baisers (von französisch baiser für „Kuss“) auch Spanischer Wind, in der Schweiz Meringues oder im badischen Merinken, sind ein Schaumgebäck aus gezuckertem Eischnee. Baisers werden bei etwa 100 °C für ein bis zwei Stunden mehr getrocknet als gebacken und sollten weiß bis blassgelb bleiben.
Nach den Leitsätzen für feine Backwaren des deutschen Lebensmittelbuchs wird Baiser aus Saccharose und/oder anderen Zuckerarten und mindestens 20 Prozent Hühnereiklar durch Trocknen hergestellt. Gibt man der Baisermasse etwas Zitronensaft hinzu, wird sie fester, da die Zitronensäure das Eiklar quellen lässt und damit die Masse stabiler macht.
Baisers werden meist auf der Unterseite etwas ausgehöht und paarweise mit Schlagsahne und Früchten als Pawlowa (benannt nach der berühmten russischen Balletttänzerin Anna Pawlowna Pawlowa) oder mit Eis, Früchten oder Creme gefüllt und serviert. Baisermasse kann auch zum Gratinieren von Obstkuchen und Süßspeisen verwendet werden.
In der Schweiz werden Baiser als Meringues bezeichnet. Meringues sind ein ursprünglich aus Meiringen im Berner Oberland stammender, in der Schweiz beliebter Nachtisch, der dort vermutlich um 1600 vom italienischen Zuckerbäcker Gasparini erfunden wurde. Neben dem französischen König Ludwig XV wurde die Meringues auch von der englischen Königin gekostet. Ihr Ausspruch "Oh, that's like a kiss" soll zur Bezeichnung Baiser geführt haben. In der Schweiz wird die klassische Meringues nur mit reichlich geschlagenem Rahm serviert. Meringues Glacé nennt sich der Dessert, wenn er zusätzlich noch mit Glacé (Eiscreme) serviert wird.
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