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Der Mercedes W140 war die S-Klasse von Mercedes-Benz in der Bauzeit von 1991 bis 1998.

Bauformen


Das Fahrzeug wurde als Limousine (W140), verlängerte Limousine (V140) und als Coupé (C140) angeboten. Von der Limousine wurden 406.532 Stück hergestellt, vom Coupé 26.025.Eine Sonderanfertigung für den Papst war das S500 lang Landaulet es wurde nur 1 mal hergestellt.

Motoren


Die verfügbare Motorenpalette reichte bei den Ottomotoren von Sechszylinder-Reihenmotoren über Achtzylinder-V-Motoren bis zu einem Zwölfzylinder-V-Motor. Der V12-Motor im S 600 und S 600 Lang kostete einen Aufpreis von 65.000 DM – ein Drittel des Gesamtpreises.Der kleinste Motor der 280er verfügte über 193 PS bei 5500/min und schaffte so 215Km/h Höchstgeschwindigkeit.Der Grundpreis für den 280er lag bei der Einführund bei 88.467,50 DM und bei der Einstellung der Produktion im April 1998 bei 92.104,00 DM.

Ab 1992 war auch ein Dieselmotor als 6-Zylinder-Vorkammerdiesel mit Turbolader erhältlich, der nur in den Limousinen angeboten wurde. Das Triebwerk hatte dreieinhalb Liter Hubraum und leistete 110 kW (150 PS). Der Nachfolger des S 350 TURBODIESEL kam 1994 mit dem S 300 TURBODIESEL. Dieses Triebwerk leistete 130 kW (177 PS),die Höchstgeschwindigkeit lag bei 206 km/h.

Innovationen


In dieser Fahrzeugbaureihe wurde zum ersten Mal eine Vernetzung von Steuergeräten über den CAN-Bus realisiert (5 CAN-Bus Knoten).

Bei der Konstruktion wurde auf die Möglichkeit zum weitgehenden Recycling des Fahrzeugs Wert gelegt. Hierfür wurden auch kleinste Kunststoffteile nach Sorten gekennzeichnet.

Mercedes war mit der ab 1996 im W140 eingeführten optionalen Sprachsteuerung (LINGUATRONIC) der weltweit erste Hersteller, der ein solches System anbot. Das System erlaubt die sprecherunabhängige Steuerung des festeingebauten AEG-Autotelefons.

Außerdem wurde dieser S-Klasse 1992 der US-amerikanische „Stratospheric Ozone Protection Award“ der Environment Protection Agency verliehen.Der Hauptgrund waren die damals völlig neuartigen Kunstoffteile(siehe oben).

Auch die heute in vielen Fahrzeugen gern gewählte Parktronic ist eine Entwicklung die damals in der S-Klasse als erste verfügbar war.Sie war beim S 600 Serie. Des weiteren wichtig ist auch das Elektronische Stabilitätsprogramm,dass in Zusammenarbeit mit Bosch entwickelt wurde.

Daten


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  • Länge Normalversion: 5113 mm
  • Länge Langversion: 5213 mm

  • Höhe Normalvers.: 1468 mm
  • Höhe Langvers.: 1492 mm

  • Breite: 1886 mm

  • Vmax
  • Benziner: von 215 km/h bis 250 km/h (abgeregelt)
  • Diesel: von 185 km/h bis 206 km/h

  • Luftwiderstand:
  • Limousine 0,30 x 2,39 m
  • Coupe 0,29 x 2,33 m

  • Lenkung: Kugelumlauflenkung(Servo)

  • Bremse: Fußbremse, hydraulische Zweikreis-Bremsanlage mit Unterdruck-Bremskraft-
verstärker, ABS, innenbelüftete Scheibenbremsen vorne und hinten

  • Parkbremse, fußbetätigt mechanisch auf Hinterräder

  • Gepäckraum:
  • Limousine 525 l
  • Coupe 505 l

Stückzahlen

  • Gesamt: 432.793 Stück
  • Limousine 406.717 Stück
  • Coupe 26.022 Stück

(hergestellt zwischen Juli 1990 und September 1998)

Kritik


Die Baureihe wurde bei ihrem Erscheinen auf Grund ihrer auch optisch sehr auffälligen Größe (Länge 5113 mm, 100 mm mehr in der Langversion, Breite 1886 mm, Höhe 1497 mm) heftig kritisiert. Die ersten Fahrzeuge passten angeblich aufgrund ihrer Breite nicht in einen Auto-Reisezug, ein Problem, das beispielsweise mit der Einführung anklappbarer Außenspiegel schnell gelöst wurde.

Ein Kritikpunkt war ferner die schlechte Übersichtlichkeit zum Heck des Fahrzeugs. Die ab Werk eingebauten automatisch ausfahrenden „Peilstäbe“ an den hinteren Fahrzeugecken, die beim Rangieren dem Fahrer einen Anhaltspunkt über die Fahrzeugabmessungen vermitteln sollten, erfüllten ihre Aufgabe (trotz hastig nachgeschobener Verlängerung) nur unzureichend und wurden von Kritikern und der Konkurrenz belächelt. Erst bei der Modellpflege wurden sie durch ein Ultraschallsystem ersetzt.

Durch das hohe Gewicht (Leergewicht 1890 bis 2190 kg je nach Modell) waren ihr kleine Autos bei einem Zusammenstoß unterlegen, wie ein Crashtest des ADAC mit einem VW Golf III zeigte. Deshalb fanden viele Zeitgenossen dieses Automobil unzeitgemäß. Durch optische Retuschen vermittelte die Karosserie 1994 und 1996 einen schlankeren Eindruck. Der Nachfolger W220 wirkte optisch kleiner als der W140 und hat in der Tat geringere Abmessungen.

Weblinks


PKW-Modell | Mercedes-Benz

Mercedes-Benz W140 | Mercedes-Benz W140

 

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