Der Mercedes W140 war die S-Klasse von Mercedes-Benz in der Bauzeit von 1991 bis 1998.
Ab 1992 war auch ein Dieselmotor als 6-Zylinder-Vorkammerdiesel mit Turbolader erhältlich, der nur in den Limousinen angeboten wurde. Das Triebwerk hatte dreieinhalb Liter Hubraum und leistete 110 kW (150 PS). Der Nachfolger des S 350 TURBODIESEL kam 1994 mit dem S 300 TURBODIESEL. Dieses Triebwerk leistete 130 kW (177 PS),die Höchstgeschwindigkeit lag bei 206 km/h.
Bei der Konstruktion wurde auf die Möglichkeit zum weitgehenden Recycling des Fahrzeugs Wert gelegt. Hierfür wurden auch kleinste Kunststoffteile nach Sorten gekennzeichnet.
Mercedes war mit der ab 1996 im W140 eingeführten optionalen Sprachsteuerung (LINGUATRONIC) der weltweit erste Hersteller, der ein solches System anbot. Das System erlaubt die sprecherunabhängige Steuerung des festeingebauten AEG-Autotelefons.
Außerdem wurde dieser S-Klasse 1992 der US-amerikanische „Stratospheric Ozone Protection Award“ der Environment Protection Agency verliehen.Der Hauptgrund waren die damals völlig neuartigen Kunstoffteile(siehe oben).
Auch die heute in vielen Fahrzeugen gern gewählte Parktronic ist eine Entwicklung die damals in der S-Klasse als erste verfügbar war.Sie war beim S 600 Serie. Des weiteren wichtig ist auch das Elektronische Stabilitätsprogramm,dass in Zusammenarbeit mit Bosch entwickelt wurde.
(hergestellt zwischen Juli 1990 und September 1998)
Die Baureihe wurde bei ihrem Erscheinen auf Grund ihrer auch optisch sehr auffälligen Größe (Länge 5113 mm, 100 mm mehr in der Langversion, Breite 1886 mm, Höhe 1497 mm) heftig kritisiert. Die ersten Fahrzeuge passten angeblich aufgrund ihrer Breite nicht in einen Auto-Reisezug, ein Problem, das beispielsweise mit der Einführung anklappbarer Außenspiegel schnell gelöst wurde.
Ein Kritikpunkt war ferner die schlechte Übersichtlichkeit zum Heck des Fahrzeugs. Die ab Werk eingebauten automatisch ausfahrenden „Peilstäbe“ an den hinteren Fahrzeugecken, die beim Rangieren dem Fahrer einen Anhaltspunkt über die Fahrzeugabmessungen vermitteln sollten, erfüllten ihre Aufgabe (trotz hastig nachgeschobener Verlängerung) nur unzureichend und wurden von Kritikern und der Konkurrenz belächelt. Erst bei der Modellpflege wurden sie durch ein Ultraschallsystem ersetzt.
Durch das hohe Gewicht (Leergewicht 1890 bis 2190 kg je nach Modell) waren ihr kleine Autos bei einem Zusammenstoß unterlegen, wie ein Crashtest des ADAC mit einem VW Golf III zeigte. Deshalb fanden viele Zeitgenossen dieses Automobil unzeitgemäß. Durch optische Retuschen vermittelte die Karosserie 1994 und 1996 einen schlankeren Eindruck. Der Nachfolger W220 wirkte optisch kleiner als der W140 und hat in der Tat geringere Abmessungen.
This article is licensed under the GNU Free Documentation License.
It uses material from the
"Mercedes-Benz W140".
Home Page • arts • business • computers • games • health • hospitals • home • kids & teens • news • physicians • recreation• reference • regional • science • shopping • society • sports • world