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Der Sprinter ist ein Kleintransporter des Automobilherstellers Mercedes-Benz. Er trat ab 1995 die Nachfolge des Mercedes T1 („Bremer Transporter“) an. Es handelte sich um eine komplette Neuentwicklung mit einem vom Vorgängermodell erheblich abweichenden Erscheinungsbild. Auffälligstes Unterscheidungsmerkmal ist die schräg verlaufende Motorhaube im Unterschied zur kantigen „Schnauze“ des T1. Der Sprinter wird mit drei unterschiedlichen Radständen und zwei verschiedenen Höhen angeboten.
Der Sprinter wurde gemeinsam mit Volkswagen entwickelt und wird daher unter den Markennamen VW LT von VW und Mercedes-Benz, Dodge und Freightliner Sprinter von DaimlerChrysler angeboten. Letztere nur in Nordamerika. Während aber der Sprinter in seinem Lebenszyklus mehrere Modellpflegen erfuhr, wird der VW LT seit Produktionsbeginn praktisch unverändert produziert. Das ist einer der Gründe, warum sich der Sprinter weitaus besser verkauft als der LT, sein Name definiert praktisch die Klasse der mittelgroßen Transporter.
Der Sprinter wird im Werk Düsseldorf sowie in Argentinien produziert. Ein erstes Facelift kam vor allem der Frontpartie zugute. Der Mercedes-Stern ragt nun in die Haube hinein und die Gestaltung von Scheinwerfern und Blinkern wurde stromlinienförmiger gestaltet. Das Armaturenbrett wurde komplett neu gestaltet, incl. neuem Kombi-Instrument und in das Armaturenbrett integriertem Schalthebel. Ferner wurde die Elektrik auf CAN-Bus umgestellt. Im zweiten Facelift bekam der Kühlergrill eine in Wagenfarbe lackierte Einfassung, und die Rücklichter wurden bichromatisch ausgeführt.
In Jahr 2006 wird der Nachfolger des Sprinter der Baureihe T1N eingeführt. Der Nachfolger (interne Bezeichnung NCV3) wird nun nicht mehr nur in Düsseldorf und Argentinien, sondern auch in Ludwigsfelde bei Berlin gebaut. Dabei sieht die Aufteilung vor, dass Düsseldorf die geschlossenen Baumuster baut (Kasten und Kombi) und Ludwigsfelde die offenen Baumuster (Fahrerhaus und Doppelkabine). Argentinien wird mit etwas zeitlicher Verzögerung alle vier Baumuster fertigen, jedoch in weiterhin erheblich geringerer Stückzahl als die deutschen Werke und auch nicht für den europäischen Markt. Wurde bereits der T1N in Düsseldorf für den US-Markt für die Marken Dodge und Frightliner gebaut, so gilt dies auch für den NCV3. Besonders aber ist, dass der Nachfolger des VW LT, der VW Crafter, der wieder als Kooperation mit dem Sprinter gemeinsam entwickelt wurde und in großen Teilen baugleich mit dem NCV3 ist (außer Frontpartie, Antriebsstrang und Teile des Interieurs) nun auch in den DaimlerChrysler Werken in Düsseldorf und Ludwigsfelde für VW gefertigt werden. Bei VW findet keine Fertigung des VW Crafter statt.
Der neue Sprinter wird in einer noch größeren Variantenvielfalt angeboten, so gibt es nun vier Aufbaulängen (Vorgänger drei), drei Dachhöhen (Vorgänger zwei), sowie ein erweitertes Serien- und Sonderausstattungspaket. Ein erheblicher Vorteil ist die Laderaumschiebetür, die das seitliche Einladen von Europaletten ermöglicht. Angeboten wird er mit 4 und 6 Zylinder Diesel-Motoren, sowie einem V6 Benziner. ESP ist Serienausstattung.
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