Mercedes g v sst.jpg Die G-Klasse (G steht für Geländewagen) ist eine Baureihe von Mercedes-Benz, die seit 1979 produziert wird. In seiner Grundform wurde das Fahrzeug seither kaum verändert, technisch erfuhr es allerdings immer wieder Verbesserungen und Aktualisierungen. Diese betreffen vor allem Motorvarianten, das Interieur und Sicherheitsmerkmale. Bis 2003 wurden etwa 170.000 Fahrzeuge produziert. Ältere, gepflegte Modelle werden heute bereits zu Liebhaberpreisen in der Klassikerszene gehandelt. Von der G-Klasse wurden im wesentlichen drei Aufbauvarianten für die zivile Nutzung gebaut: ein zweitüriges Cabriolet, ein geschlossener Dreitürer (Station kurz) und eine fünftürige Langversion Station lang. Weiterhin wurden über lange Zeit zwei Baureihen gebaut; BR 461 mit zuschaltbarem Allradantrieb und etwas reduzierter Ausstattung sowie BR 463 mit gehobener Ausstattung und permanentem Allradantrieb.
Der unterschiedliche Markenname Puch G bzw. Mercedes-Benz G-Klasse resultiert aus der zwischen den beiden Partnern vereinbarten Vertriebsverantwortung: In Österreich, der Schweiz, Liechtenstein, Slowenien, Kroatien, Jugoslawien, Mazedonien, Bosnien/Herzegowina und Großbritannien (BR 461) und in Teilen Afrikas wird der Geländewagen als Puch G, in allen anderen Ländern als Mercedes G verkauft, aber auch das erste „Papamobil“ des Papstes war ein Puch G und den ersten Puch G in den USA fährt Arnold Schwarzenegger.
Die G-Klasse gilt als eines der geländegängigsten alltagstauglichen Autos.
Im Lastenheft für den Geländewagen standen in erster Linie absolute Geländetauglichkeit, auch unter erschwerten Bedingungen, Zugkraft und Langlebigkeit. Entsprechend ist das G-Modell ausgelegt. Die Basis des Fahrzeugs bildet ein Kastenrahmen aus geschlossenen Längsprofilen und Quertraversen. Geländewagentypisch sind die starren Achsen, die langen Federwege und die große Bodenfreiheit, sowie zuschaltbare Differentialsperren. Im Gelände zeigte die G-Klasse gute Leistungen, dass sich bis heute nicht nur Offroad-Freunde, Jäger, Reiter und nicht zuletzt die Landschickeria für das Auto begeistern. Auch verschiedene Streitkräfte, Feuerwehren, Katastrophenschutz und die UNO nutzen den Wolf, eine Variante des G-Modells. Als Einstiegsvariante stand 1979 der 2,4-Liter-Vierzylinder-Dieselmotor mit 53 kW (72 PS) zur Verfügung. Eine maximale Geschwindigkeit von 117 km/h war das Resultat. Die stärkste Variante, der 280 GE, leistete gedrosselte 115 kW (156 PS). Automatische Getriebe aus den leichten Transporterreihen von Mercedes-Benz standen ab 1981 für den 230 GE, den 280 GE und den 300 GD optional zur Verfügung. Heute (Stand 12/2005) sind die Leistungen auf bis zu 184 kW beim dieselbetriebenen G 400 CDI sowie 350 kW beim benzinbetriebenen G 55 AMG gestiegen.
Für die französische Armee montierte Peugeot ab 1981 den P4 VLTT (Voiture Légère Tous Terrains) der ebenfalls auf der Karosserie der G-Klasse basierte, aber den als OHV-Motor konstruierten Indénor-Diesel XD2 (siehe Peugeot 504) sowie Peugeot-Getriebe und Achsen nutzte.
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