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Mentuhotep II. war altägyptischer König der 11. Dynastie, der um 2046–um 1995 v. Chr. regierte.

Weitere Namen


  • Neb-hepet-Rê (Thronname)
  • Se-anch-ib-taui (Horus-Name bei Regierungsantritt)
  • Netjer Hedjed (späterer Horus-Name)
  • Sema-taui (Horus-Name nach der Reichseinigung), Vereiniger der beiden Länder

Herkunft


Mentuhotep II. war der Sohn Anjotef III. und einer Königin Jaah.

Familie


Seine Hauptgemalin war Tem. Henhenet trägt den Titel einer Königsgemahlin. Kawit, Kemsit, Sadeh und Aschait gelten als Nebenfrauen Mentuhotep II.. Sein Nachfolger Mentuhotep III. war sein Sohn aus der Verbindung mit Tem. Ob es sich bei Mijt um eine weitere Ehefrau, Verlobte oder Tochter Mentuhotep II. handelt ist ungewiß.

Regentschaft


Diesem Pharao gelang es etwa in seinem 30. bis 34. Jahr, ganz Ägypten zu einigen. Vorausgegangen sind belegte Kämpfe um This, Assiut und Herakleopolis. Er gilt als Begründer des Mittleren Reiches und war der erste König, der die komplette Königstitular aller fünf Namen führte. Seinen Horus-Namen änderte er zweimal, der letzte, Sema-taui bedeutet dann auch „Vereiniger der beiden Länder“ (Ober- und Unterägypten).

Der Hofstaat

Zwei Wesire können mit Sicherheit unter dem Herrscher eingeordnet werden. Bebi ist nur von einem Block aus dem Totentempel des Königs bekannt und amtierte wohl um die Mitte der Regierungszeit. Ihm folgte Dagi, der von seinem Grab und Erwähnungen im Totentempel bekannt ist.

Chety war der erste Kanzler (Schatzmeister) unter dem Herrscher. Er richtete das Sedfest für den König ein. Meketre war Schatzmeister unter König Mentuhotep II./III. Sein Grab (TT 280) südlich Deir el-Bahari wurde 1919/20 ausgegraben. Es enthielt im Serdab 25 wunderbare Holzmodelle.

Buau war der Haushofmeister, der wohl im Amt von Henenu gefolgt wurde. Vorsteher der Siegler war Meru, der wiederum von seinem Grab und einer Inschrift in Nubien bekannt ist, die darauf hinweisst, dass er eine Nubienfeldzug von Mentuhotep II. leitete. Als General ist ein gewisser Antef belegt, der wohl einen Asienfeldzug leitete, jedenfalls ist in seinem Grab die Belagerung einer asiatischen Festung dargestellt.

Bautätigkeit

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Totentempel

In Deir el-Bahari ließ sich Mentuhotep II. einen Totentempel errichten, der zu dieser Zeit einmalig war. Vom Taltempel am Fruchtlandrand erreichte man ihn über einen 46 m breiten und 1 km langen geziegelten und von einer Mauer eingefassten Aufweg. Im Vorhof geht eine Rampe ab, über die man in einen Grabstollen gelangt. Hier wurde die mit Leinen umwickelte Ka-Statue des Mentuhotep gefunden sowie ein leerer Holzsarg.

Die Pfeilerhalle des Totentempels war entweder von einer Pyramide, einer Mastaba, einem Obelisken oder einem Urhügel gekrönt. Hier sind sich die Ägyptologen nicht einig.

Von der rückwärtigen Säulenhalle zog sich ein Schacht von 150 m Länge in das dahinterliegende Felsmassiv zur eigentlichen Sargkammer des Königs. In den Seitenkammern des Ganges wurden ca. 600 Modellfiguren entdeckt. Der Alabastersarkophag, der Holzsarg sowie einige Grabbeigaben wurden aufgefunden, ebenso Schädelfragmente des Königs.

Vom Hypostylsaal führte ein später verdeckter Gang in das Grab der Hauptgemahlin Tem, das man 1859 auffand. Leider sind die Beigaben und Schriftrollen, die man dort entdeckte, mittlerweile verloren gegangen. An der westlichen Rückwand der Kolonnade wurden 6 Statuenschreine und die Sarkophage von 6 Königinnen und Prinzessinnen des Mentuhotep II. gefunden (Henhenet, Kemsit, Kawit, Sadeh, Aschait und Mijt).

Terrassentempel

Die beiden Nebenfrauen des Pharaos, Kawit und Aschait, starben sehr jung und wurden im Terrassentempel beigesetzt. Beide waren Priesterinnen der Hathor.

Weitere Grabmale

Henhenet, Kemsit, Sadeh und Mijt waren wohl keine 20 Jahre alt, als sie starben. In der Nähe des Terrassentempels wurden neben zahlreichen Hofangehörigen auch eine Königin Neferu und ein Prinz Anjotef bestattet. Neferu war Schwester des Mentuhotep II., Anjotef ein früh verstorbener Prinz.

Quellen


Literatur


  • Dieter Arnold: Der Tempel des Königs Mentuhotep von Deir ll-Bahari I, Architektur und Deutung, Philipp von Zabern, Mainz am Rhein 1974, ISBN 3805303165
  • Labib Habachi: King Nebhepetre Menthuhotep: his monuments, place in history, deification and unusual representations in form of gods. Annales du Service des Antiquités de l'Égypte 19 (1963), S. 16-52

Weblinks


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