Der Begriff Mensur bezeichnet im Orgelbau allgemein die Festlegung aller Maße einer Pfeife und der Verlauf dieser Maße über eine Pfeifenreihe. Der Klangcharakter der Pfeifen wird wesentlich durch die Mensuren geprägt. Mensuren werden meist durch relative Längenverhältnisse ausgedrückt (relative Mensur).
Die wichtigsten Mensuren bei Labialpfeifen sind:
Die Mensuren können teilweise bei der Intonation der Orgel vom Intonateur noch verändert werden. Für nicht-zylindrische Pfeifenformen (Rohrflöte, Gemshorn, Spillpfeife, Spitzflöte usw.) werden entsprechend noch weitere Maße benötigt.
Die wichtigsten Mensuren von Zungenpfeifen sind die Maße der Zunge (Länge, Dicke, Breite), der Kehle und die Länge und Weite des Bechers.
Im engeren Sinne ist mit Mensur die Weitenmensur gemeint, also das Verhältnis vom Durchmesser zur Länge der Pfeife. Sie ist die wichtigste Mensur im Orgelbau, aus ihr ergibt sich die Einteilung in „eng“, „mittel“ oder „weit“ mensurierte Register.
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"Mensur (Orgel)".
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