MenstrualCycle.png Der Menstruationszyklus (Eumenorrhoe = normale Regelblutung ohne wesentliche Beschwerden) ist der periodische Wechsel im Körper der Frau, der in den Jahren zwischen der Menarche, der ersten Menstruationsblutung in der Pubertät, und der Menopause, der letzten Menstruationsblutung, in etwa monatlich auftritt. Unter dem Einfluss der Hormone Östrogen und Progesteron wird die Gebärmutterschleimhaut, das Endometrium, aufgebaut und nach Ende des Zyklus wieder abgestoßen. Die Dauer eines Zyklus kann zwischen 25 und 40 Tagen liegen.
Während der Menstruation gehen ungefähr 100 Milliliter Blut verloren (das Blutungsmaximum liegt am zweiten Tag). Das Gerinnen des Bluts wird durch das Enzym Plasmin verhindert, welches in der Gebärmutterschleimhaut enthalten ist. Bei den meisten Frauen wird die Menstruation von verschiedenen unangenehmen Symptomen begleitet, die der Menstruation auch vorausgehen können. Sie werden durch die beteiligten Hormone und die sich zusammenziehende Gebärmutter verursacht. Manche Frauen erleben die Zeit der Menstruation aber auch als positiv, einhergehend mit einem erhöhtem Körperbewusstsein.
Spermien können einige Tage im Körper der Frau aktiv bleiben, weshalb die Tage kurz vor dem Follikelsprung die fruchtbarste Zeit sind. (siehe: Zeugung). Es wurden noch nach 10 Tagen lebende Spermien in der Gebärmutter gefunden, wobei die Spermien allerdings meist nur 1-3 Tage befruchtungsfähig sind. Verschiedene natürliche Familienplanungsmethoden der Geburtenkontrolle versuchen die exakte Bestimmung des Follikelsprungs zu ermitteln, um die fruchtbaren und unfruchtbaren Tage des Zyklus zu finden.
Östrogen und Progesteron sind auch die Hauptbestandteile der meisten Empfängnisverhütungspillen.
Obwohl es zwei Eierstöcke gibt, wird normalerweise nur eine Eizelle pro Periode entwickelt. Welcher Eierstock letztendlich der Follikel-Lieferant ist, ist im Wesentlichen zufällig, denn es gibt keine Rechts-Links-Koordination. Steigt der Spiegel des follikelstimulierenden Hormons (FSH), wird die Reifung des Follikels angeregt. Der Follikel sondert Inhibin ab, womit es das Ansteigen des FSH-Spiegels und somit eine Reifung eines weiteren Follikel verhindert. So ist es jedes Mal unterschiedlich, ob der linke oder rechte Eierstock den Follikel produziert.
Ein regelmäßiger Menstruationszyklus, wie hier beschrieben, tritt lediglich bei den höheren Primaten auf. Die Annahme, dass er in direktem Zusammenhang mit den Mondphasen steht, konnte bisher in wissenschaftlichen Untersuchungen nicht nachgewiesen werden. Andere weibliche Säugetiere besitzen aber ebenfalls einen Sexualzyklus. Wenn keine Befruchtung stattfindet, wird die Gebärmutterschleimhaut allerdings abgebaut und es tritt eine Menstruationsblutung auf.
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