Die Menapier (lat. Menapii) waren ein keltisch-germanisches Mischvolk im belgischen Gallien, das um 52 v. Chr. von den Römern unter Caesar im Gallischen Krieg unterworfen wurde.
Die Eburonen wurden im Verlauf des Gallischen Krieges ausgerottet. Ihr Gebiet wiesen die Römer dann den Suniker und Tungerer (um Tongern) zu.
Die Menapier siedelten zunächst sowohl links- als auch rechtsrheinisch, wurden aber 55 vor Christus durch die Usipeter, die ihrerseits von den Sueben vertrieben worden waren, von der rechten Rheinseite verdrängt (Gaius Julius Caesar - De Bello Gallico, Buch IV).
Im Zuge des Feldzugs gegen die Eburonen, die unter ihrem Anführer Ambiorix ein Lager der Römer erfolgreich angegriffen und danach die 9. Legion unter Q. Cicero in ihrem Winterquartier belagert hatten, überfiel Caesar zunächst die benachbarten Menapier, um sicher zu gehen, dass diese ihm nicht in den Rücken fallen konnten:
"... (4) An die Grenzen des eburonischen Landes stieß das Gebiet der Menapier, das durch endlose Sümpfe und Waldgebiete geschützt war. Die Menapier hatten als einzige unter den Galliern nie Gesandte mit der Bitte um Frieden an Caesar geschickt. Caesar wußte, dass Ambiorix mit ihnen Gastfreundschaft verband. Auch hatte er erfahren, dass er über die Vermittlung der Treverer mit den Germanen einen Freundschaftsvertrag beschlossen hatte. (5) Er glaubte daher, zunächst muß man Ambiorix diese Hilfsquellen abschneiden, ehe man mit ihm selbst Krieg anfinge, damit er sich nicht bei den Menapiern verbergen könne oder notgedrungen mit den rechtsrheinischen Germanen einen Bund eingehe, wenn seine Situation verzweifelt würde. (6) Nachdem Caesar diesen Plan entwickelt hatte, sandte er den Troß des gesamten Heeres zu Labienus ins Land der Treverer und wies zwei Legionen an, dorthin zu marschieren. Er selbst setzte sich mit fünf... kampfbereiten Legionen gegen die Menapier in Marsch. (7) Jene stellten keinerlei Truppen auf, sondern vertrauten auf den Schutz, den ihr Land bot, flohen daher in die Wälder und Sümpfe und brachten ihre gesamte Habe dorthin.
6. (1) Caesar teilte seine Truppen mit den Legaten C. Fabius und dem Quaestor M. Crassus, legte rasch Knüppelwege an und rückte so in drei Gruppen vor. Er setzte Gehöfte und Dörfer in Brand, wobei er eine große Zahl von Menschen und Vieh in seine Gewalt bekam. (2) Hierdurch sahen sich die Menapier gezwungen, Gesandte mit der Bitte um Frieden an ihn zu schicken. (3) Er nahm zwar ihre Geiseln an, betonte aber, er werde sie wie Feinde behandeln, wenn sie Ambiorix oder dessen Gesandte in ihrem Gebiet aufnahmen. ..." (Gaius Julius Caesar - De Bello Gallico, Buch VI)
Im Laufe der folgenden Jahre wurden die Menapier dann immer weiter nach Westen abgedrängt, bis ihnen schließlich nur noch ein Gebiet westlich der Schelde verbleibt. Ihr Gebiet am Rhein erhalten die Cugerner.
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