| Wappen | Karte |
|---|---|
| Wappen Memmingen.png | Karte Memmingen in Deutschland.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Bayern |
| Regierungsbezirk: | Schwaben |
| Landkreis: | Kreisfreie Stadt |
| Fläche: | 70,17 km² |
| Einwohner: | 41.316 (31. Dezember 2004) |
| Bevölkerungsdichte: | 589 Einwohner je km² |
| Höhe: | 595 m ü. NN |
| Postleitzahlen: | 87681 - 87700 |
| Vorwahl: | 08331 |
| Geografische Lage: | |
| Kfz-Kennzeichen: | MM |
| Gemeindeschlüssel: | 09 7 64 000 |
| Stadtgliederung: | 7 Stadtteile |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Marktplatz 1 87700 Memmingen |
| Offizielle Website: | www.memmingen.de |
| E-Mail-Adresse: | stadt@memmingen.de |
| Politik | |
| Oberbürgermeister: | Dr. Ivo Holzinger (SPD) |
Durch die Salzstraße aus Böhmen, Österreich und München nach Lindau und die Italienstraße aus Norddeutschland in die Schweiz und nach Italien erlangte der Handelsposten zunehmende Bedeutung. Erstmalig erwähnt wird der Ort Mammingin im Jahre 1128, wo ein Gerichtsfall von 1099 erwähnt wird. Diese Urkunde wurde im Kloster Ochsenhausen verfasst. Um das Jahr 1158 wurde Memmingen durch Herzog Welf VI. zur Stadt Memmingen, die ersten Befestigungsanlagen wurden jedoch schon um das Jahr 1000 erbaut. 1286 wurde die Stadt durch Rudolf I. von Habsburg freie Reichsstadt und damit direkt dem Kaiser unterstellt.
Memmingen Westertor.JPG in der jetzigen Form aufgebaut)]] 1519 wurde erstmals weltweit das Wort "America", als Bezeichnung des neuen Kontinents in Memmingen gedruckt (1519 bei Albrecht Kunne (Jacob Stoppls "Repertorium in formam alphabeticam..."). Im Bauernkrieg 1525 proklamierten die aufständischen Bauern in Memmingen ihre 12 Artikel, die erste Erklärung der Menschenrechte weltweit.
Die Stadt gehörte 1529 zu den Vertretern der protestantischen Minderheit (Protestation) am Reichstag zu Speyer. Ihre Bürgerschaft forderte die ungehinderte Ausbreitung des evangelischen Glaubens. 1630 rückte die Stadt wieder in den Blickpunkt der europ. Politik, als der Generalissimus Wallenstein im 30jährigen Krieg in die Stadt einzog und dort für ein paar Wochen Ruhe in den Wirren der Zeit durchsetzte. In der Stadtchronik heißt es auch: „Es hat Glück und Heyl gewest!“. Hier wurde er als Oberbefehlshaber der Kaiserlichen abgesetzt.
1802 wurde im Rahmen der Mediatisierung nach dem Reichsdeputationshauptschluss die Stadt dem Kurfürstentum Bayern zugeschlagen.
Im 19. Jahrhundert folgte ein langsamer wirtschaftlicher Niedergang, der sich erst mit dem Bau der von der Stadt finanzierten Illertal-Bahnstrecke verlangsamte, und zu einer neuen wirtschaftlichen Blüte führte. Seit dem Zweiten Weltkrieg ist sie eine prosperierende Stadt, deren Wirtschaftswachstum über dem bayerischen Durchschnitt liegt.
In den 1990er Jahren rückte Memmingen durch den bundesweit größten Abtreibungsprozess gegen einen örtlichen Arzt noch einmal in den Blickpunkt der Öffentlichkeit (auch bekannt als der Kreuzzug von Memmingen). Ausgangspunkt dieser Prozesse war die Durchführung von Abtreibungen ohne die gesetzliche notwendige Beratung der Frauen. Der Arzt ignorierte dieses Gesetz und Frauen glaubten, dass seine Beratung ausreiche. Unkenntnis und blindes Vertrauen führten so zu ungezählten Verurteilungen in den sogenannten Memminger Prozessen.
Im Jahr 2005 verlieh die Stadt erstmals den Memminger Freiheitspreis von 1525. Überreicht hat diesen der ehemalige Bundestagspräsident Wolfgang Thierse an Gyula Horn. Dieser Preis soll unregelmäßig in Zukunft an bedeutende Personen, welche für Freiheit stehen, verliehen werden.
| CSU | SPD | CRB | FW | GRÜNE | ödp | Gesamt | |
| 2002 | 16 | 10 | 5 | 4 | 3 | 2 | 40 |
Darüber hinaus gibt es Freundschaften mit:
Touristisch hat die Stadt viel zu bieten: Ein sehr großer Teil der mittelalterlichen Altstadt hat den Krieg und die Nachkriegsjahre überstanden und wird heute stolz gehegt und gepflegt. Darunter sind auch noch acht Tore und Türme (Kempter-, Ulmer-, Wester- und Lindauer Tor; Hexen-, Bettel-, Soldaten- und Schwalbenschwanzturm) sowie ca. 2 Km Stadtmauer erhalten, die in Teilen aus dem 12. Jahrhundert stammt.
Neben vielen Bürgerhäusern (darunter auch mehrere barocke Palazzi) zählen dazu die vielen pittoresken Straßenzüge, durch die der Stadtbach fließt. Vor allem der mittelalterliche Marktplatz mit dem Steuerhaus und dem Renaissance-Rathaus trägt zum Stadtbild bei. Berühmt ist auch die gotische Martinskirche mit ihrem Chorgestühl und die erst vor einigen Jahren restaurierte Anlage des ursprünglich französischen Antoniter-Klosters. Diese ist die am besten erhaltene und größte Anlage weltweit. Auch das Siebendächerhaus, die Kreuzherrenkirche, das renovierte Hurenhaus der Stadt, der Salzstadel, die Großzunft, die Kramerzunft (auch 12-Artikelhaus genannt) stellen eine Attraktion dar. Weniger bekannt ist der Bismarckturm auf dem Hühnerberg, welcher aber nicht von innen besichtigt werden kann.
Auch die sieben Memminger Wahrzeichen zählen zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt (darunter die „Blaue Saul“, „Der Gaul in der Wiege“, „Die Heilige Hildegard“, „Der Basilisk“, etc.). Diese Wahrzeichen musste jeder Geselle, welcher in Memmingen einen Beruf erlernte, wissen. Sie dienten als Nachweis über den Lehrort.
Inzwischen überregionale Bekanntheit hat der Fischertag erlangt, bei dem alljährlich tausende Touristen in die Stadt strömen und eine Tradition aus dem Mittelalter feiern. Bei dieser Tradition wird an einem Samstag Ende Juli innerhalb der Altstadt der Stadtbach leergefischt. Ca. 1500 Fischer (nur männliche) „jucken“ (= springen) dabei in den Bach. Am vorhergehenden Donnerstag feiern ca. 2000 Jungen und Mädchen das alljährliche Kinderfest. Hier wird am Vormittag auf dem Marktplatz gesungen und getanzt. Am Nachmittag findet der traditionelle Umzug mitten durch die Stadt zum Stadiongelände statt.
Den Höhepunkt bilden aber die alle vier Jahre stattfindenden Wallenstein-Spiele, bei denen knapp 4.000 Bürger in historischen Kostümen eine Woche lang die Begebenheiten nachspielen, als Wallenstein 1630 für einige Wochen in der Stadt lagerte und hier von seiner Absetzung als Feldherr durch Kaiser Maximilian I. erfuhr.
Als Hochschulstudium bietet das Steinbeis-Institut die "Business School Memmingen" in Memmingen an. Dieses soll im Herbstsemester 2006 den ersten Studiengang anbieten.
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Memmingen | Memmingen | Memmingen | メミンゲン | Memmingen | Memmingen | Memmingen | Memmingen
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