Melken wird die Tätigkeit genannt, bei der aus einem Euter Milch gewonnen wird. Meist werden Tiere wie Rinder, Ziegen und Schafe gemolken. Das Melken wurde lange Zeit von Hand durchgeführt, jedoch setzten sich in letzter Zeit Melkmaschinen immer stärker durch.
Melken simuliert das Saugen eines Jungtieres am Euter der Mutter. Wie oft ein Tier am Tag gemolken werden muss, hängt von der jeweiligen Rasse des Tieres ab. Kühe werden morgens und abends gemolken, Ziegen hingegen nur morgens.
Die Milchleistung der einzelnen Tiere ist von der Laktationskurve abhängig.
Das Melken eines Tieres von Hand erfordert einiges an Übung, besonders wenn auf Melkgeschwindigkeit geachtet wird. Der Melkende nimmt auf einem Melkschemel an der Seite des Tieres Platz. Danach greift der Melkende die Zitzen an der Wurzel und presst durch sanftes Verschieben der Finger nach unten Milch aus dem Euter. Geübte Personen können bei Ziegen bis zu einem Liter Milch pro Minute melken. Die Milch wird bei dieser Methode in einem Melkeimer aufgefangen.
Bei der Verwendung von Melkmaschinen wird eine Gummikappe (Zitzengummi) um je eine Zitze des Euters gelegt. Danach beginnt die Maschine im Sekundentakt, angetrieben durch eine Vakuumpumpe und den Pulsator zu saugen und entlasten. Dabei wird die Milch nicht aus dem Euter gesaugt, sondern nur der Schließmuskel der Zitzen geöffnet - wenn das Tier ausreichend manuell stimuliert wurde fließt die Milch für etwa 3- max. 15 min. von alleine ab. Ist die Maschine richtig eingestellt und gewartet verspürt das Tier keine Schmerzen beim Melken. Es gibt zwei unterschiedliche Melkverfahren Gleichtakt und Wechseltakt, beim Gleichtakt pulsieren alle Zitzengummis zugleich und beim Wechseltakt paarweise abwechselnd. Das Gleichtaktmelken ist dabei vorzuziehen, da es dabei nicht zu Infektionen zwischen verschiedenen Euterviertel kommen kann und eine deutlich bessere Entlastung zustande kommt. Wobei darauf zu achten ist, das der Hauptmilchschlauch nach oben geführt werden muss. Weitere Vorteile des Gleicht. ist ein deutlich besserer Ausmelkgrad Die Milch wird über Schläuche gleich in die passenden Behältnisse gefüllt und der Kühlung zugeführt. Ein unerwünschter Effekt dabei ist das Blindmelken.