Mekong river location.jpg | Mekong.jpg | mekong12.jpg (Thailand), das andere Ufer zeigt Laos]] Laos, Ferry, Mekong River.JPG]] Defoliation agent spraying.jpges Entlaubungsmittel über dem Mekong Delta]] Der Mekong (oder [) (tibetisch Dza-chu; (扎曲; Pīnyīn: Zā Qū) chinesisch 澜沧江/瀾滄江 Láncāng Jiāng („turbulenter Fluss“) oder 湄公河 Méigōng hé; thai und lao แม่น้ำโขง Mae Nam Khong (Mae Nam bedeutet „Mutter des Wassers“), auch Maekong; khmer Mékôngk oder Tonle Thom („Großes Wasser“); vietnamesisch Sông Lớn („Großer Fluss“), Sông Cửu Long („Neun-Drachen-Fluss“) oder Sông Mê Kông) ist ein Fluss in Südostasien.
Mit 1300 Fischarten, darunter mit dem Mekong-Riesenwels, dem größten bekannten Süßwasserfisch der Erde, und außerdem mit zahllosen Vogel- und Reptilienarten gehört er zu den fünf artenreichsten Flüssen der Welt.
Da der Strom gewaltige und auch stark variierende Wassermassen führt, liegt in manchen vom Mekong durchlaufenen Landschaften zur Zeit des Monsuns (in den Sommermonaten) - am Unterlauf mit mehreren Wochen Verzögerung - der Wasserstand um 10 bis 15 Meter über dem Niedrigwasserstand des Winters.
Die Sambor Wasserfälle nahe der kambodschanischen Stadt Kratie sind das letzte Hindernis, das bis zur Mündung des Flusses die Schiffbarkeit unterbricht. Die Umgebung bekommt eine flachere Charaktreristik, und es wird dort großflächig intensive Landwirtschaft betrieben; insbesondere Reis, aber auch Mais, Zuckerrohr, Tabak und Obst werden am gesamten Unterlauf dieses Stromes kultiviert.
Knapp nördlich der Hauptstadt von Kambodscha, Phnom Penh, mündet der Tonle Sap-Fluss, der der Auslauf des gleichnamigen Sees ist, in den Mekong. Direkt nach Phnom Penh teilt sich der Flusslauf des Mekong in zwei Teile, den Bassac und den parallel verlaufenden eigentlichen Mekong.
Hier gibt es eine seltene und in dieser Dimension einmalige geografische Besonderheit:Der kambodschanische Tonle Sap Fluss, der aus dem Tonle Sap See gespeist wird, wechselt die Fließrichtung, wenn der Mekong Hochwasser führt und seine Wassermassen in den Nebenfluss drängen, und füllt alljährlich für mehrere Monate den See - dessen Abfluss er normalerweise ist. Erst wenn der Monsun und die Hochwasser zurückgehen, kehrt auch der Fluss seine Richtung wieder um, und das Wasser des Sees fließt zum Mekong hin meerwärts ab.
Von Kambodscha fließt der Mekong, nun schon in einer in Kilometern zu bemessenden Breite, über die Grenze nach Süd-Vietnam. Südlich von Thành Phố Hồ Chí Minh (Hồ-Chí-Minh-Stadt) (früher Saigon) münden die Zwillingsflüsse, nun auch Tiền Giang oder sông Tiền („Oberer Mekong“) und Hậu Giang oder sông Hậu („Unterer Mekong“) genannt, in das über 70.000 km² ausgehnte Mekong-Delta verbreitert, in das Südchinesische Meer.
Die von der Bevölkerung Vietnams differenzierter unterschiedenen neun Hauptarme des ausgedehnten Mündungsgebietes führten auch zum vietnamesischen Beinamen Song Cửu Long, „Neun-Drachen-Fluss“.
Das Deltagebiet ist als Schwemmland naturgemäß sehr flach. Aufgrund der von dem Strom abgelagerten Schwebstoffe, die das Wasser gelbbraun färben, ist es sehr fruchtbar und bildet die südliche Reiskammer des Landes Vietnam. Das Delta ist relativ dicht bevölkert und wird von einem unübersehbaren Netz von Kanälen durchzogen, die z.T. mehrere Meter über dem Niveau der Felder liegen. Im Mekongdelta gibt es wenige feste Straßen: die Nationalstraße 1 als Hauptverkehrsweg hat ihren südlichsten Punkt in der Stadt Ca Mau. Der größere Teil des Verkehrs und des Warenumschlags findet auf dem Wasser statt; bekannt sind die sogenannten "schwimmenden Märkte", wo der Handel ausschließlich auf den Schiffen stattfindet. Der südlichste Teil des Mekongdeltas, der sich noch etwa 70 km zwischen Ca Mau und der Küste des Südchinesischen Meeres und des Golfs von Thailand erstreckt, ist zum Großteil von Sümpfen durchzogen und nur noch auf dem Wasser befahrbar.
2001 wurde die erste Brücke über den Mekong in Vietnam gebaut, ein technisch schwieriges Unterfangen, da das ganze Mekongdelta keinen festen Untergrund besitzt. Die Pfahlgründungen der Pylone der über 1.000 m langen Schrägseilbrücke wurden durch Bilfinger&Berger gebaut, die Finanzierung wurde vom Staat Australien gefördert. Bis dahin waren Städte wie Cần Thơ, Mỹ Tho , Long Xuyen und Rach Gia nur über Fähren erreichbar.
Siehe auch: Die längsten Flüsse der Erde, Thai-Lao-Freundschaftsbrücke
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