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Meiringen ist eine Gemeinde und Hauptort des Amtsbezirk Oberhasli im Kanton Bern in der Schweiz.

Der Name Meiringen wird erstmals 1201 erwähnt als von einem Petrus de Megeringen die Rede ist. Der Name selber kann nicht genau belegt werden, er könnte aus dem althochdeutschen Personennamen Megiher und der Ortsnamenendung -ingun gebildet sein was "bei den Leuten von Megiher" bedeuten würde.

Sehenswürdigkeiten


Bekannt ist Meiringen für die nahegelegenen Touristenattraktionen Aareschlucht sowie die Reichenbach-Fälle, in die die von Sir Arthur Conan Doyle geschaffene Romanfigur Sherlock Holmes, vermeintlich von Professor Moriarty im Mai 1891 hinabgestürzt wurde. Sherlock Holmes überlebte jedoch und nutzte die Gelegenheit um seinen eigenen Tod zu inszenieren.

Bei den Reichenbachfällen erinnert eine Gedenktafel an diese (fiktive) Begebenheit. Weiterhin gibt es seit 1991 ein Sherlock Holmes-Museum unter der englischen Kirche sowie ein Sherlock Holmes-Denkmal an der Hauptstrasse. Die Sherlock Holmes Society of London organisiert regelmässig Reisen nach Meiringen, bei denen die Teilnehmer in historischen Kostümen die Abenteuer Sherlock Holmes nachspielen.

In der Altjahrswoche findet jedes Jahr das Trycheln statt.

Verkehrserschliessung


Mit der Luftseilbahn hat man von Meiringen aus direkten Zugang zum Skigebiet Hasliberg, welches über 18 Bahnen und 60 km präparierte Pisten verfügt.

Meiringen_um_1900.jpg Die Zentralbahn, die am 1. Januar 2005 aus der Fusion der Luzern-Stans-Engelberg-Bahn und der Brünigbahn entstand, hat seit 1888 in Meiringen einen Kopfbahnhof, in dem sich die Strecke entlang am Brienzersee von Interlaken, sowie die Zahnradstrecke über den Brünigpass von Luzern treffen. Die Reichenbach-Fälle mit der Reichenbachfall-Bahn und die Aareschlucht waren zwischen 1912 und 1956 mit der Trambahn Meiringen-Reichenbach-Aareschlucht zu erreichen. Seit 1946 besteht durch die Meiringen-Innertkirchen Bahn ebenfalls eine Anbindung der Aareschlucht.

Meringues


In Meiringen soll der italienische Zuckerbäcker Gasparini angeblich um 1600 (oder 1720?) erstmals ein Dessert aus Zucker und Eischnee kreiert haben, das er nach dem Dorf benannte: Aus Meiringen wurde Meringe. Ausserhalb der Schweiz ist diese Süssspeise bekannter unter dem Namen Baiser (franz. Kuss), der auf einen Ausruf der englischen Königin zurückgehen soll. Auch am französischen Hof unter Ludwig XV. soll das Eischaumgemisch sehr beliebt gewesen sein, wo es Meringue genannt wurde. Französische Kolonialisten führten es bis nach Haiti aus - die Kolonialinsel war der Hauptzuckerlieferant des Landes. Dort soll Mitte des 19. Jahrhunderts die Süssspeise dem karibischen Tanz auf der Dominikanischen Republik, dem Merengue, ihren Namen gegeben haben.

Nachweisen lässt sich dies nicht mehr. Mögliche Unterlagen aus dem Kochkunst-Museum in Frankfurt/Main, die dies hätten bestätigen können, wurden im Zweiten Weltkrieg vernichtet. Auch die Archive in Meiringen wurden durch zwei Feuersbrünste zerstört. Übrig geblieben ist nur die Namensähnlichkeit mit dem beliebten Dessert, das in der Schweiz vielerorts auch heute noch "Meringues" genannt wird.

Weblinks


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Meiringen | Meiringen | Meiringen | Meiringen | Meiringen | Meiringen | Meiringen | Meiringen (kommun, CH-BE)

 

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