Meinrad Miltenberger (* 6. Dezember 1924 in Herdecke; † 10. September 1993 ebenda), genannt Auto, war ein deutscher Kanu-Sportler und mehrfacher Deutscher sowie Europa- und Weltmeister. Bekannt ist er durch den Gewinn der ersten Nachkriegs-Goldmedaille für Deutschland bei den Olympischen Sommerspielen 1956.
Nach seiner Zeit als Soldat im Zweiten Weltkrieg, Verwundung in Italien (Cortina d'Ampezzo) und Kriegsgefangenschaft absolvierte er in der Nachbarstadt Hagen-Haspe im Stahlwerk Hasper Hütte eine Maurerausbildung und konzentrierte seine sportlichen Tätigkeiten auf den Kanusport. Er war sieben Mal Deutscher Meister, Westeuropameister und gehörte bereits 1952 zur Olympiamannschaft in Helsinki. 1956 wurde er dann gemeinsam mit Michel Scheuer im Zweierkajak Olympiasieger. Daraufhin wurde ihm auch das Bundesverdienstkreuz verliehen.
Ab 1959 war Miltenberger 10 Jahre lang als Bundestrainer beim Deutschen Kanu-Verband tätig, anschließend bis 1987 als Landestrainer in Berlin, wo er auch seinen Fachsportlehrer machte. Anschließend kehrte er in seine Heimatstadt zurück und starb dort 1993 im Alter von 68 Jahren.
Verheiratet war Miltenberger zuerst mit der Herdeckerin Lotti Schulz, die 1977 starb. Später heiratete er die Kanutin Ruth Rohrbach.
Europameisterschaften (Herren, Deutschland)
Weltmeisterschaft 1954 in Mâcon
Olympische Sommerspiele 1956 in Melbourne
Siehe auch: Olympische Sommerspiele 1956/Kanu
Mann | Deutscher | Geboren 1924 | Gestorben 1993 | Kanute | Olympiasieger (Kanu) | Träger des Bundesverdienstkreuzes | Herdecke
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