| XII. Wiener Gemeindebezirk
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| Wappen
| Karte
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| Kartewien12.png
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| Name: | Meidling
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| Fläche: | 8,21 km²
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| Einwohner gesamt: | 83.050 Stand 06
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| Bevölkerungsdichte: | 9.533 Einwohner je km²
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| Postleitzahl: | A-1120
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| Adresse des Bezirksamtes: | Schönbrunner Straße 259 A-1120 Wien
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| Offizielle Website: | www.wien.gv.at/meidling
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| E-Mail-Adresse: | post@b12.magwien.gv.at
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| Politik
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| Bezirksvorsteher: | Gabriele Votava (SPÖ)
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| Bezirksvertretung (54 Bezirksräte) | SPÖ 29, FPÖ 9, ÖVP 8, Grüne 7, Pro Hetzendorf 1
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Meidling ist der 12. Wiener Gemeindebezirk.
Geschichte
Unter dem Namen
Murlingen ist der Ort
Meidling schon seit dem Jahr
1104 nachweisbar. Ursprünglich gehörte der Grund
zum Großteil dem
Stift Klosterneuburg. Im
Mittelalter wurde in Meidling hauptsächlich
Weinbau betrieben.
1755 wurde eine
schwefelhaltige Quelle entdeckt, worauf die Gegend zu einem beliebten Ausflugsziel für die Wiener
wurde. Am Ende des
18. Jahrhunderts siedelte sich im mehr Industrie an und änderte den Charakter des Ortes völlig. Dies führte
1806
zur Teilung der inzwischen schon recht groß gewordenen Gemeinde in
Obermeidling und
Untermeidling. In Untermeidling entwickelte sich auf altem
Ziegeleigelände eine eigene Siedlung, die
1846 unter dem Namen
Wilhelmsdorf abgetrennt wurde.
1819 entstand
entlang des heutigen
Gürtels der Vorort
Gaudenzdorf, in dem sich wegen der Lage an der
Wien
zahlreiche Färber, Gerber und Wäscher ansiedelten.
Der Ort Altmannsdorf wurde 1314 zum ersten Mal urkundlich erwähnt und hatte lange Zeit ländlichen Charakter. 1190
kam es zur Erstnennung von Hetzendorf, nach dem Henricus von Hetzendorf es als landesfürstlichen Lehen erhielt. Später kam es in den Besitz
des Stiftes Klosterneuburgs und des Deutschen Ritterordens. Im 18. Jahrhundert entwickelte sich der
Ort zu einer Villensiedlung.
Mit 1. Januar 1892 wurden alle diese Gemeinden zum 12. Wiener Gemeindebezirk Meidling vereinigt. In der Folge wurde
aus ihm ein typischer Arbeiterbezirk. Im Bereich des Gürtel entstehen in den 1920er Jahren viele Gemeindebauten.
Die Gebiete von Hetzendorf und Altmannsdorf blieben zwar ländlich geprägt, doch
entstanden auch dort nach dem Zweiten Weltkrieg ausgedehnte Wohnhausanlagen.
Meidling.png
Geographie
Der 12. Bezirk liegt im Südwesten von Wien südlich des Wienflusses. Er besteht im wesentlichen aus zwei Teilen: einem dicht
verbauten Teil, der näher zur Innenstadt liegt (Meidling und Gaudenzdorf), und einem lockerer verbauten Gebiet im Liesingtal (Altmannsdorf und Hetzendorf). Dazwischen findet man die Ausläufer des
Wienerberges.
Bevölkerung
Die Einwohnerzahl von Meidling beträgt derzeit 83.050 Personen und ist seit der letzten Volkszählung 2001 gestiegen. 15.952 Personen in Meidling besitzen keine österreichische Staatsbürgerschaft, dies ist ein prozentueller Anteil von 19,2%.
Politik
Bezirksvorstehung
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| Bezirksvorsteher/innen seit 1945
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| Elias Terlecki (KPÖ) | 1945-1946
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| August Fürst (SPÖ) | 1946-1959
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| Wilhelm Hradil (SPÖ) | 1959-1976
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| Kurt Neiger (SPÖ) | 1976-1991
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| Franz Rupaner (SPÖ) | 1991-1995
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| Herbert Hezucky (SPÖ) | 1995-2003
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| Gabriele Votava (SPÖ) | 2003-
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Wappen
Das Bezirkswappen von Meidling setzt sich aus fünf Teilen zusammen. Das
Herzschild im Zentrum steht für den Bezirksteil
Untermeidling. Er zeigt eine aus den Wellen wachsende
Nymphe mit silbernen, blau verzierten Kannen. Sie weist damit auf die Bedeutung des
Wienflusses und die
Heilquellen des Gebietes hin. Darunter befindet sich ein quaderförmiger,
römischer Altarstein, der
1853 gefunden wurde. Der linke obere Wappenteil zeigt den Heiligen
Johannes Nepomuk, der als
Patron der
Pfarrkirche den Bezirksteil
Gaudenzdorf repräsentiert. Er steht vor silbernen
Brücke auf blauem Fuß. Da Johannes Nepomuk der
Schutzpatron gegen Überschwemmungen ist, deutet er auf die Bedrohung des Gebiets vor der Wienflussregulierung hin. Der rechte obere Wappenteil steht für den Bezirksteil
Hetzendorf und zeigt das Kreuz des
Deutschen Ritterordens. Dieser hatte die
Grundherrschaft des Gebietes an
1456 inne. Der linke untere Wappenteil steht für den Bezirksteil
Obermeidling. Er zeigt im oberen Teil ein goldenes
Mühlrad als Symbol für die früher hier situierten Mühlenbetriebe. Darunter steht ein grüner Berg mit den Symbolen eines
Halbmondes und einem goldenen sechszackiger Stern für die einstige Bedeutung des
Weinbaus. Der rechte untere Wappenteil steht schließlich für den Bezirksteil
Altmannsdorf. Es zeigt einen schwarzen
Rabe mit einem goldenen Ring im Schnabel. Er steht für die Brautwerbung
König Oswalds von England, den Patron der Altmannsdorfer Pfarrkirche. Das Altmannsdorfer Wappen findet man auch am Haus Khleslplatz 2, diesem Wappen hat die Witterung schon arg zugesetzt.
Bildung
Im Schloss Hetzendorf befindet sich die Modeschule der Stadt Wien. Es gibt zwei allgemein bildende höhere Schulen: das GRG 12 Rosasgasse, welches seit 1883 besteht und an dem der spätere Bundeskanzler
Ignaz Seipel 1895 und der Burgtheater-Direktor Schreyvogel maturierten und das eine der europaweit größten
Tesla-Anlagen hat, und das
GRG 12 Erlgasse, das seit den 50er-Jahren des 20. Jahrhunderts besteht. Außerdem befand sich das GRG Singrienergasse 19-21 in Meidling, mittlerweile ist diese Schule nach
Inzersdorf in die Draschestraße umgezogen und heißt GRG 23 VBS.
Der Bezirk war auch Namensgeber für das Meidlinger L.
Verkehr
Der 12. Bezirk wird von zwei
U-Bahn-Linien (U4, U6), einer Straßenbahnlinie (62) und der Badner Bahn erschlossen. Durch Meidling führt die
Südbahn.
Wien Meidling
ist der am stärksten frequentierte Bahnhof Österreichs.
Persönlichkeiten
Sehenswürdigkeiten
- Schloss Altmannsdorf (beherbergt das Renner-Institut, eine Ausbildungsstätte der SPÖ)
- Schloss Hetzendorf (beherbergt die Modeschule der Stadt Wien)
- Friedhof Meidling (dort liegen u.a. die Geliebte Nikolaus Lenaus - Sophie von Löwenthal, der Erfinder der Postkarte und etliche ehemalige Meidlinger Industrielle, die Namensgeber für viele Plätze in Meidling waren)
- Meidlinger Bezirksmuseum in der Längenfeldgasse 13 - 15 (Hans-Mandl-Berufsschule)
- Heizungsmuseum in der Längenfeldgasse 13 - 15 (Hans-Mandl-Berufsschule)
- Schulmuseum in der Längenfeldgasse 13 - 15 (Hans-Mandl-Berufsschule)
- Schnapsmuseum
- Kabelwerk Wien-Meidling, ehemaliges Kulturprojekt
- Altmannsdorfer Kirche am Khleslplatz
Weblinks
Siehe auch
Wiener Gemeindebezirk
Meidling | Meidling