Die Linienorganisation ist eine Art der Hierarchie in Organisationen, welche linear aufgebaut sind. Vor allem wirtschaftliche Organisationen bestehen oft aus verschiedenen Stellen, die unterschiedliche Funktionen wahrnehmen. Es gibt solche, die Weisungen geben und solche, die Weisungen erhalten und ausführen.
"Um innerhalb einer Organisation Aufgaben übertragen zu können ist auch eine Übertragung von Weisungsrechten unbedingt notwendig" (Laux, Liermann). Mit dem Ziel Abstimmungsprobleme zu vermeiden wird ein Instanzenzug errichtet. Es existieren zwei Grundformen von Weisungssystemen: Das Einliniensystem und das Mehrliniensystem.
Das Einliniensystem orientiert sich am Grundsatz der Einheit der Auftragserteilung, d.h. jede Anweisung an eine Stelle kann nur von einer übergeordneten Instanz veranlasst werden. Vorteile ergeben sich in der exakten Abstufung der Leitungsebenen und der damit verbundenen Unterstellungsverhältnisse. Ebenso zählen eine genaue Kompetenzabgrenzung sowie eine klare Übersicht über die Gliederung der Organisation zu weiteren Vorteilen dieses Leitungssystems.
Nachteile werden bei der Betrachtung der Tiefe von Strukturen und langwierigen Instanzenwegen sichtbar, die den Informationsfluss zwischen den Stellen behindern sowie für eine mangelnde Dynamik bei Arbeitsprozessen sorgen. Ebenso kommt eine hohe Belastung der Instanzen durch Routineaufgaben und Einzelheiten zustande, die sich kritisch auf die Positionen der Zwischeninstanzen auswirken könnte.
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