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Die Linienorganisation ist eine Art der Hierarchie in Organisationen, welche linear aufgebaut sind. Vor allem wirtschaftliche Organisationen bestehen oft aus verschiedenen Stellen, die unterschiedliche Funktionen wahrnehmen. Es gibt solche, die Weisungen geben und solche, die Weisungen erhalten und ausführen.

"Um innerhalb einer Organisation Aufgaben übertragen zu können ist auch eine Übertragung von Weisungsrechten unbedingt notwendig" (Laux, Liermann). Mit dem Ziel Abstimmungsprobleme zu vermeiden wird ein Instanzenzug errichtet. Es existieren zwei Grundformen von Weisungssystemen: Das Einliniensystem und das Mehrliniensystem.

Einliniensystem


Das Einliniensystem orientiert sich am Grundsatz der Einheit der Auftragserteilung, d.h. jede Anweisung an eine Stelle kann nur von einer übergeordneten Instanz veranlasst werden. Vorteile ergeben sich in der exakten Abstufung der Leitungsebenen und der damit verbundenen Unterstellungsverhältnisse. Ebenso zählen eine genaue Kompetenzabgrenzung sowie eine klare Übersicht über die Gliederung der Organisation zu weiteren Vorteilen dieses Leitungssystems.

Nachteile werden bei der Betrachtung der Tiefe von Strukturen und langwierigen Instanzenwegen sichtbar, die den Informationsfluss zwischen den Stellen behindern sowie für eine mangelnde Dynamik bei Arbeitsprozessen sorgen. Ebenso kommt eine hohe Belastung der Instanzen durch Routineaufgaben und Einzelheiten zustande, die sich kritisch auf die Positionen der Zwischeninstanzen auswirken könnte.

betonte Kompetenzen

  • Qualitäten der Führungskräfte
  • mechanistische Präzision / Denken
  • der Mitarbeiter soll sich an detaillierte Anweisungen halten
  • Verlässlichkeit, reibungslos funktionierend
  • Disziplin und Gehorsamspflicht

Mehrliniensystem


Mehrlinien1.jpg Dieses Weisungssystem basiert auf dem von Frederick Winslow Taylor geprägtem "Funktionsmeistersystem". Hierbei wird ein Universalmeister von sog. Funktionsmeistern ersetzt. Diese sind Spezialisten auf ihrem Gebiet und geben nur ihren Fachbereich betreffende Anweisungen. Wichtig ist dabei das System der Mehrfachunterstellung: eine untergeordnete Stelle kann nun von mehreren Übergeordneten Weisungen erhalten. Dadurch wird das Prinzip des kürzesten Weges realisiert, da sich nun ein Mitarbeiter direkt an den betroffenen Spezialisten wenden kann. "Die Spezialisierung der Vorgesetzten soll auch qualifizierte Entscheidungen und Weisungen ermöglichen" (Laux, Liermann S.185)

Vorteile

  • Spezialisierung der Leitung durch Funktionsverteilung
  • Hohe Problemlösungskapazität
  • Direkte Weisungs- und Informationswege
  • Betonung der Fachautorität
  • Übungsvorteile und kürzere Anlernzeiten

Nachteile

  • Problem der Abgrenzung von Zuständigkeiten
  • Gefahr von Kompetenzkonflikten
  • Großer Bedarf an Leitungskräften
  • Großer Abstimmungs- und Kommunikationsbedarf
  • Schwierige Zurechenbarkeit von Fehlern
  • Informationsfilter

Anwendung

Zumeist in Kleinunternehmen und Personengesellschaften, z.B. in Handwerksbetrieben, in denen aufgrund der klaren Trennung kaufmännischer und technischer Verantwortlichkeiten das Risiko von Reibungsverlusten durch Kompetenzstreitigkeiten minimal ist; darüber hinaus im Rahmen der Matrixorganisation und der Projektorganisation

Siehe auch


Matrixorganisation, Projektorganisation, Stabliniensystem.

Organisationstheorie

 

This article is licensed under the GNU Free Documentation License. It uses material from the "Linienorganisation".

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