Ein Mehrbenutzersystem oder Multiuser-System ist ein Betriebssystem, das die Fähigkeit hat, Arbeitsumgebungen für verschiedene Benutzer bereitstellen und voneinander abgrenzen zu können.
Zur Amortisation der hohen Anschaffungskosten wurden ungenutzte Rechenzeiten an andere Interessenten vermietet, zum Beispiel an Unternehmen zur Durchführung ihres Rechnungswesens oder zur Produktentwicklung. So konnte es passieren, das die Datenverarbeitung eines Konkurrenten auf dem gleichen Rechner lief. Daher wurde es erforderlich, die Datenbestände verschiedener Nutzer gegeneinander abzuschirmen.
Die Bereitstellung der Datenträger und das Starten dieser "Jobs" wurde von Bedienungspersonal vorgenommen, damit die Administratoren ihren eigentlichen Aufgaben nachgehen konnten. Um Fehlbedienungen auszuschließen erhielt dieses Personal nur eingeschränkte Rechte.
Als die ersten Mikrocomputer verfügbar waren, waren Halbleiterspeicher sehr teuer, entsprechend knapp waren diese daher ausgerüstet. Um Speicherplatz zu sparen, wurden die für Mikrocomputer verfügbaren Betriebssysteme auf das notwendigste reduziert. Das seinerzeit weit verbreitete DOS ist daher kein Mehrbenutzersystem, ebenso die darauf aufbauenden Windows-Systeme.
Systeme, die nicht nur multiuserfähig, sondern auch multitaskingfähig sind, benötigen in der Regel ein Speicherschutzkonzept. Auf aktuellen Computersystemen wird dabei meist mit virtuellen Adressräumen im Hauptspeicher gearbeitet, die mit Hardwareunterstützung durch eine MMU (als separater Baustein auf der Hauptplatine oder direkt im Prozessor integriert) prozess- beziehungsweise benutzerspezifisch konfiguriert werden.
Multi-user | Multi-utilisateur | Multiusuário | Viacpoužívateľský | 多用户
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"Mehrbenutzersystem".
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