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zemlich wirr geschriben --> bitte "sortieren" --Hieke 19:43, 3. Jul 2006 (CEST)
Das Megalithische Yard ist eine Maßeinheit, die vom schottischen Ingenieur Prof. Alexander Thom entdeckt wurde. Nach diesem Maß sollen viele Megalithbauten erstellt worden sein. Ein Megalithisches Yard (MY) entspricht 82,9 cm.
Das megalithische Yard (MY) wurde von Prof. Alexander Thom 1955 aufgrund der Vermessungen von englischen und schottischen Steinsetzungen (Ring of Brodgar) entwickelt. Ausgehend von ursprünglich 46 neolithischen Steinkreisen, bezog er später schließlich rund 300 Steinsetzungen in seine Untersuchungen ein. Als er die Messergebnisse zusammenstellte, bemerkte er, dass sich die Durchmesser zu Gruppen ordneten, die nahe bei 22 ft (6,700 m) und 44 engl. Fuß (13,400 m) lagen, während einige 55 ft (16,730 m) erreichten. Die mathematische Untersuchung ergab einen Bestwert aus den Häufungsstellen bei 5,43 ft entsprechend 1654 mm. Es fand sich eine bemerkenswert niedrige Standardabweichung von 0,110%. Thom halbierte diesen Wert, um vom Durchmesser auf den Radius zu kommen, wobei er 2,72 ft entsprechend 828,51 mm erhielt.
Weil dieser Wert in der Nähe des imperial yard liegt, nannte er ihn Megalithisches Yard, betonte aber zugleich, dass er bei seinen Messungen nie auf eine Drittelung des MY gestoßen sei, aber Hinweise auf eine Viertelung habe. Das Viertel des MY scheint die eigentliche Grundeinheit zu sein.
Zunächst wurden auf Thoms Anregungen hin die gewonnenen Daten vom britischen Biometriker und Statistiker S. R. Broadbent bearbeitet, der Thoms numerische Ergebnisse bestätigt fand. Schließlich konnte der seinerzeit berühmteste englische Mathematiker, David George Kendall, dafür gewonnen werden, diese Forschungsergebnisse auf statistischer Basis zu untersuchen. Darüber hielt er einen vielbeachteten Vortrag vor der Royal Society, London, der anschließend publiziert wurde. Er fand den so genannten megalithischen fathom von 5,43 ft (entspr. 1,654 m, also dem Doppelten des MY) bei einem Signifikanzniveau von 1 % bestätigt. Das bedeutet, dass die Chance, bei metrologisch unabhängig voneinander gewählten Durchmessern der Steinkreise es weniger wahrscheinlich als 1:100 ist, einen ebenso überzeugenden Hinweis auf ein gemeinsames Grundmaß zu finden wie bei Thom. Das MY wurde in der Folgezeit an verschiedenen Stellen im kontinentalen Europa nachgewiesen, so bei den megalithischen Steinsetzungen auf der Tucheler Heide (1) im ehemaligen Westpreußen. Hausgrundrisse einer bandkeramischen Siedlung bei Erkelenz-Kückhoven (Krs. Heinsberg) weisen ebenfalls das MY auf. Diese Siedlung ist sowohl durch die Radiokarbonmethode als auch durch Dendrochronologie auf ca. 5000 Jahre vor Chr. datiert (2). Vermessungen des Ehepaares Leisner an megalithischen Gräbern in Spanien haben gleichfalls das MY ergeben.
Die wohlbekannte Nippur-Elle, von der erwiesenermaßen sowohl z.B. die Ägyptische Königselle, als auch der Römische Fuß abgeleitet sind, steht zum MY im Verhaltnis 16:10.
Tatsache bleibt aber, das man zum Bau von Megalithanlagen weder keine Maßeinheit brauchte. Noch weniger findet man eine Stelle an der das Ur-Yard abgeglichen werden, d. h. geeicht werden konnte. Beim Bau mit unebenen Steinen findet sich nur willkürliche Vergleichspunkte für Abstände und dergleichen. Die Ansichten Thoms sind daher in Kontinentaleuropa nie akzeptiert worden.
Archäologischer Fachbegriff | Megalith | Alte Maße und Gewichte
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"Megalithisches Yard".
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