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Der Meeresspiegel bezeichnet die Höhe des Meeres. Die Höhe des Meeresspiegels an einer Messstelle wird als Pegel bezeichnet.

Der mittlere Meeresspiegel


In der Geodäsie und Navigation dient der Meeresspiegel als Referenzfläche für eine Positionsangabe der Höhe.

Der in der Angabe Höhe über dem Meeresspiegel verwendete Wert ist ein – von Land zu Land verschiedener - genormter Wert, in Deutschland etwa der mittlere Amsterdamer Pegel, in Österreich traditionellerweise der mittlere Adriapegel in Triest.

Der wahre Meeresspiegel


Er ist im Gegensatz zum mittleren Meeresspiegel keine Konstante, sondern richtet sich zum Beispiel nach den Gezeiten, die vom Mond abhängig sind. Außerdem hängt die Höhe des Meeresspiegels langfristig von Klimaschwankungen und anderen Einflüssen ab. So steigt heute der Meeresspiegel durch das Abtauen der Gletscher aufgrund der globalen Klimaerwärmung an, möglicherweise auch durch eine geringe Ausdehnung der obersten Meeresschichten (Deckschicht) oberhalb der Thermokline. Auswertungen von Pegelmessungen und Satellitenmessungen von TOPEX/Poseidon weisen darauf hin, dass der Meeresspiegel zur Zeit um etwa 18 cm pro Jahrhundert ansteigt.

Erdanziehungskraft beeinflußt die ellipsoidische Höhe des Meeresspiegels


Die ellipsoidische Höhe der Wasseroberfläche hängt auch von der Dichte im Erdinneren ab, je dichter der lokale Erdmantel ist, umso höher ist an diesen Stellen die Erdanziehungskraft. So ist der Wasserspiegel im Indischen Ozean ca. 85 Meter höher als er es im Durchschnitt ist, nordöstlich von Australien ist das Magma heißer und besitzt entsprechend weniger Dichte und damit Anziehungskraft, hier ist der Meeresspiegel bis zu 100 Meter tiefer als im Durchschnitt. Der Wasserspiegel passt sich also dem lokalen Gravitationspotential der Erde an. Ein Schiff, welches der beschriebenen Strecke folgt, verrichtet daher keine Arbeit zur Überwindung der Höhenunterschiede. Damit alle Punkte mit dem gleichen Schwerepotential die gleiche Höhe besitzen wird die Höhe auch pysikalsich definiert (siehe Höhe (Geodäsie) und Geoid).

Erhöhung des Meeresspiegels durch den Klimawandel


Die globale Erwärmung führt dazu, dass bis zum Ende des 21. Jahrhunderts der Meeresspiegel nach mittleren Schätzungen um 0,48 m steigen wird. Von diesem Anstieg sind besonders tief liegende Küstengebiete und -städte bedroht.

Siehe auch: Folgen der globalen Erwärmung

Siehe auch


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