Die Medenspiele sind die Saisonspiele im Tennis in Deutschland. Sie wurden nach Carl August von der Meden benannt, dem 1. Präsidenten des DTB.
Die Ligahierarchie geht von der 1. Bundesliga (Landesebene)über Verbandsebene hin zur Kreis- bzw. Bezirksklasse. Die Medenspiele (Spiele der Erwachsenen) werden in den einzelnen Verbänden, welche innerhalb des DTB verbandsmäßig aufgeteilt sind, ausgetragen. Die Verbände sind wiederum in einzelne Bezirke aufgeteilt. Die Austragungsregeln für die Medenspiele werden in einer Wettspielordnung festgelegt.
Bei einem Medenspiel werden neun (6er Mannschaft) oder sechs Punkte (4er Mannschaft) ausgespielt. Eine Mannschaft besteht aus sechs bzw. vier Spielern, die von 1 bis 6 bzw. von 1 bis 4 durchgezählt sind. Die Position ergibt sich aus der Ranglistenposition der Spieler (Weltrangliste, Deutsche Rangliste, etc.) oder aus den Ergebnissen der Wettkämpfe des Vorjahres für Spieler, die keine Ranglistenposition besitzen. Es werden sechs bzw. vier Einzelspiele ausgespielt, in welchen der erste Spieler der einen Mannschaft gegen den ersten der anderen Mannschaft antritt usw.
Im Anschluss werden drei bzw. zwei Doppel gespielt, die ebenfalls durchnummeriert sind. Zu den Doppeln können Spieler ausgewechselt werden, weshalb ein Team bei einem Wettkampf bis zu 12 bzw. 8 Spieler einsetzen kann. Die Reihenfolge bestimmt die Summe der Platzierungen der zwei Spieler. Das erste Doppel spielt gegen das erste Doppel usw. Für jedes gewonnene Match gibt es einen Punkt. Die Mannschaft mit den meisten Punkten hat gewonnen. Seit 2005 werden z.B. im Tennis-Verband-Niederrhein 3 Punkte für einen 9:0, 8:1 oder 7:2 Sieg vergeben. Bei einem Stand von 6:3 + 5:4 jedoch 2:1 Punkte.
Im Tennisverband Mittelrhein gibt es Spielgruppen, in denen die Doppel eine höhere Bedeutung erhalten, da sie vor den Einzeln ausgetragen werden.
Bei 4er Mannschaften ist auch ein Unentschieden möglich.
Die Medenspiele werden in vielen verschiedenen Altersklassen ausgespielt. Bei den Erwachsenen gibt es einerseits die offene Altersklasse der Aktiven, an der sich alle Jahrgänge beteiligen können (auch Jugendliche ab zwölf Jahren sind zugelassen). Andererseits gibt es zahlreiche Altersklassen für ältere Spieler, die erste dieser Klassen ist die der über 30-jährigen. Danach reihen sich die Klassen in 10-Jahresschritten bis zu den über 50-jährigen. Von da an werden in den meisten Verbänden Altersklassen in 5-Jahresschritten angeboten. Die ältesten Klassen, die derzeit angeboten werden, sind die der über 80-jährigen.
Die Spiele im Sommer finden in der Regel in der Zeit von Mai bis Juli auf Außenplätzen statt. Eine Gruppe besteht dabei normalerweise aus sechs bis acht Teams, welche gegeneinander (jeder gegen jeden) antreten. Es findet nur jeweils ein Spiel zwischen zwei Mannschaften statt, es gibt also keine Hin- und Rückrunde.
Einige Verbände bzw. Bezirke organisieren neben dieser Sommerrunde auch eine Winterrunde, die komplett in Tennishallen gespielt wird.
Die Jugendklassen umfassen klassisch drei Altersklassen: Bambini (gewöhnlich gemischte Klasse für Buben und Mädchen der Altersklasse U12; bei getrennten Geschlechtern firmieren sie unter Bambino bzw. Bambina), Knaben und Mädchen (jeweils U14) und Junioren und Juniorinnen (U18). In den letzten Jahren sind im Zuge der Bemühungen, die Kinder früher zum Tennissport zu bringen, vielerorts zusätzliche Altersklassen für U10 und vereinzelt auch U8 dazugekommen, die ihre Wettbewerbe allerdings gewöhnlich nicht über das normale Tennisfeld, sondern über ein stark verkleinertes Tennisfeld, genannt Kleinfeld (siehe Kleinfeldtennis) austragen.
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