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Das Aburra-Tal mit Bello im Vorder- und Medellín im Hintergrund
Medellín
Wappen Karte
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Wappen
Basisdaten
Staat: Kolumbien
Provinz: Antioquia
Geografische Lage:
Höhe: 1.538 m ü. NN
Fläche: 380,64 km²
Einwohner: 2.071.392 (entnommen 26. März 2006)
in der Agglomeration: 3.263.949 (1. Januar 2005)
Bevölkerungsdichte: 5442 Einwohner je km²
Offizielle Gliederung: 20 Gebiete
Gemeinden: 16
Bezirke & Vororte: 249
Grundstein: Las Cruces Nro.6
Website: medellin.gov.co
Politik
Bürgermeister: Sergio Fajardo Valderrama
Satellitenbild (2005)
Weitere Bilder

Medellín ist die Hauptstadt der Provinz Antioquia in Kolumbien. Sie hat rund 2 Millionen Einwohner in der eigentlichen Stadt und 3.2 Millionen in der Agglomeration (Stand jeweils 1. Januar 2005).

Geografie


Geografische Lage

Das Stadtgebiet von Medellín umfasst heute acht umliegende Ortschaften. Medellín liegt mitten im Valle de Aburrá, einem Tal des mittleren Bergzugs der Anden im nordwestlichen Kolumbien, auf einer Höhe von 1.538 Meter über NN. Sie wird daher auch Capital de la Montaña, Hauptstadt der Berge, genannt.

Die Stadt ist berühmt für ihre Gartenanlagen, ihre Blumen und die Vielfalt der Orchideen, die dort heimisch sind. Deswegen hat sie auch den Beinamen Capital de las Flores (Hauptstadt der Blumen).

Dem Stadtviertel Sierra wurde 2005 der Dokumentationsfilm La Sierra (dt. alt. La Sierra - zum Killer geboren) gewidmet. Er handelt von den jugendlichen Kämpfern der Bande Bloque Metro die im internen bewaffneten Konflikt ihr Stadtviertel zu verteidigen versuchen.

Klima

Ihre Einwohner geben ihr stolz Namen wie Bella Villa oder Capital de la Eterna Primavera, Hauptstadt des ewigen Frühlings, da die Temperaturen selten über 30 Grad klettern oder unter 16 Grad fallen. Die Jahresdurchschnittstemperatur beträgt 24 Grad.

Geschichte


Sie wurde 1616 von Francisco Herrera Campuzano gegründet. Die Bedeutung von Medellín fand ihren Ursprung in der ständig wachsenden Nachfrage und Produktion von Kaffee. Die Industrialisierung des Gebietes begann am Ende des 19. Jahrhunderts.

Die Stadt entwickelte sich aber erst in den 1930er Jahren zu einem wichtigen Industriezentrum. Seit den 1980er Jahren leidet das öffentliche Leben der Stadt unter der Drogenmafia des Medellín-Kartells, das eine führende Rolle im weltweiten Handel mit Kokain einnahm.

Mit dem Namen der Stadt verbindet sich auch die II. Generalversammlung des Lateinamerikanischen Episkopats vom 24. August‒6. September 1968, auf der die katholische Kirche des Subkontinents eine historische Wende vollzog und sich zur Option für die Armen bekannte.

Kultur und Sehenswürdigkeiten


Sehenswert sind das Orquideorama, eine Sammlung von Orchideen im botanischen Garten und die riesige Kathedrale aus der spanischen Kolonialzeit.

Bevölkerung

Die Bevölkerung Medellíns setzt sich zum großen Teil aus den Nachfahren baskischer Einwanderer zusammen. Sie zeichnen sich durch ganz spezifische Charaktereigenschaften, eine eigene Küche und sogar durch ihren spezifischen Dialekt aus. Dieser Menschenschlag ist außer in Antioquía in den Departamenden Caldas, Risaralda und Quindío - der so genannten Kaffeeachse - zu Hause.

Sport

In Medellín findet seit 1995 jedes Jahr ein Halbmarathon statt. Mit Independiente Medellín und Atlético Nacional hat Medellín zwei Fußballteams die in der kolumbianischen ersten Division (Bundesliga) spielen.

Wirtschaft und Infrastruktur


In der Stadt befinden sich Betriebe der Textilindustrie, der Konfektion, der Nahrungsmittel- und Tabakindustrie, der Herstellung von Landwirtschaftsmaschinen, der metallurgischen und chemischen Industrie, der Zementherstellung und der Möbelindustrie und anderen Industriezweigen an.

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Damit steht Medellín inzwischen an zweiter Stelle der nationalen Industrieproduktion und an erster Stelle in Südamerika in Bezug auf die Textilherstellung. Inzwischen hat sich neben der Industrie aber auch ein sehr breiter tertiärer Sektor entwickelt.

Verkehr

Medellín verfügt als einzige Stadt in Kolumbien mit einer 1995 eingeweihten Hochbahn über ein effizientes Massenverkehrsmittel, das die Stadt mit ihrer Umgebung verbindet. Die „Metro“ hat zwei Linien mit insgesamt 42 km Schienennetz und gilt als eine der saubersten in Lateinamerika. Pro Jahr transportiert sie rund 100 Millionen Passagiere.

Bildung

Die Universität Antioquia (eröffnet 1822), die Universität Medellín (eröffnet 1950), die Pontifical University Bolivariana (eröffnet 1936), die Universität EAFIT (eröffnet 1960) und die Autonome Universität Lateinamerika (eröffnet 1966) sind in der Stadt beheimatet.

Söhne und Töchter der Stadt


Weblinks


Folgende Weblinks sind, wenn nicht anders gekennzeichnet, auf spanisch:

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