Der Begriff McDojo wird für eine Kampfkunstschule verwendet, bei welcher der Profit wichtiger ist als der technische Standard. Ein McDojo für koreanische Kampfkünste wird als McDojang bezeichnet. McDojos sind meistens Teile eines Franchise-Unternehmens (daher die Anspielung auf McDonalds in Verbindung mit Dojo).
Ein McDojo weist meistens eins oder mehrere der folgenden Merkmale auf:
- Langfristig bindende Verträge mit hohen Monatsbeiträgen, Eintritts- und Prüfungsgebühren
- Das Versprechen, innerhalb eines gewissen Zeitrahmens einen Schwarzgurt zu erhalten
- Eine hohe Anzahl an jungen (ca. 6 oder 7 Jahre alten) Schwarzgurtträgern
- Große Vermarktung mit dem Anpreisen der "Effektivität" des gelehrten Kampf-Systems
- Fragwürdige Graduierungen des Lehrers (unbekannte Stilrichtung oder Schule, ungewöhnlich hoher Dangrad insbesondere bei jungen Trainern)
- der Anspruch, die Synthese mehrer Stilrichtungen zu sein (nur wenige dieser „Kreuzungen“ sind legitim), insbesondere dann, wenn der Gründer/Trainer angibt, hohe Graduierungen in einer Vielzahl von Kampfkünsten innezuhaben
Ein McDojo fällt unter die Kategorie von in Misskredit geratenen und unwürdigen Kampfkünsten, von manchen auch als Bullshido bezeichnet
Franchiser
McDojo