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Der Mazda 323 ist ein Fahrzeug der Kompaktklasse von Mazda und wird seit 1977 produziert.

Mazda 323 I (1977-1980)

1977 wurde die erste Generation des Erfolgsmodells 323 (werksinterne Bezeichnung FA) von Mazda vorgestellt. Die Modellreihe ersetzte den über 10 Jahre gebauten Mazda 1000/1300.
Im Gegensatz zu seinem Vorgänger hatte der 323 eine Schrägheck-Karosserie à la VW Golf. Er wurde zunächst mit drei und fünf Türen verkauft, später folgte der fünftürige Kombi Variabel.
Das Sportmodell SP gab es ausschließlich mit drei Türen. Es war an gelb-roten Rallye-Streifen, mattschwarzen Stoßstangen und bunt karierten Sitzstoffen zu erkennen.
In Japan hieß das Modell Familia, in Amerika wurde der 323 als GLC verkauft. Diese Abkürzung stand für "Great Little Car".
Nach einem Facelift hat der 323 ab Anfang 1979 rechteckige Scheinwerfer und größere Rückleuchten.

Mazda 323 II (1980-1985)

Ein ganz neuer 323 rollt im Herbst 1980 zu den Händlern. Der Neue (werksinterne Bezeichnung Mazda BD) ist kantig, glattflächig und modern. Erstmals werden nun die Vorderräder angetrieben. Zu haben ist der zweite 323 mit drei, vier oder fünf Türen. Er wird zum deutschen Import-Japaner Nr. 1.
Der Kombi 323 Variabel wird vorerst in der alten Form weitergebaut.
Auch der zweite 323 heißt in Japan Familia und in Amerika GLC.
1983 wird der 323 BD einem Facelift unterzogen. Die vorderen Blinker wandern in die Stoßstange, die Rückleuchten werden überarbeitet. Dieser Mazda wurde auch offiziell in die DDR geliefert.

Mazda 323 III (1985-1989)

Mazda323 BF1.jpg Ende 1985 wird das neue Modell (Typbezeichnung BF) eingeführt. Dieses tritt deutlich dynamischer als der Vorgänger auf, führt aber das Basisdesign fort. Dazu tragen ein etwas weniger kantiges Design, eine flachere Linie und schmalere Scheinwerfer bei. Auch dieses Modell ist mit drei, vier und fünf Türen erhältlich.
1986 wird der neue 323 Kombi (Typ BW) auf Basis des aktuellen 323 eingeführt. Außerdem steht nun ein Dieselmotor mit 1.7L Hubraum zur Verfügung.
Anfang 1987 steigt Mazda mit dem 323 in den Rallye-Sport ein und bringt ein dreitüriges Modell mit Allradantrieb auf den Markt. Als Motorisierung kommt ein 150PS starker 1.6L Turbomotor mit zwei obenliegenden Nockenwellen und Einspritzung zum Einsatz.
Mitte 1987 wird der 323 einem Facelift unterzogen. Damit sind alle Benzinmotoren mit Einspritzung und geregeltem Katalysator erhältlich. Die Leistung des 1.6L Turbomotors verringert sich auf 140PS und ist nun auch in einem frontgetriebenen Modell erhältlich.

Mazda 323 IV (1989-1994)

Mazda323FBG_Klappscheinwerfer.gif 1989 kommt die vierte Generation (Bezeichnung BG) des 323 auf den Markt. Das Design wird konsequent weiterentwickelt, ohne den Bezug zum Vorgänger zu verlieren. Eine Neuerung ist die mit dem Kürzel „F“ versehene fünftürige Variante 323F. Dieser ist mit seiner flachen Linie und den Klappscheinwerfern auf eine besonders sportliche Optik ausgelegt.
Zeitgleich wird der 323 Kombi einem Facelift unterzogen und die Optik an die neue Baureihe angepasst. Dieser ist nun auch mit Allradantrieb erhältlich.
Auch beim neuen Modell gibt es eine allradangetriebene Ausführung des dreitürigen Modells. Dieses ist mit einem 1.9L 16V-SOHC Motor mit 103PS ausgestattet.
Es stehen insgesamt fünf Motoren zur Verfügung:
  • ein 1.4L SOHC Benziner mit 73PS
  • ein 1.6L SOHC Benziner mit 88PS
  • ein 1.9L SOHC Benziner mit 103PS
  • ein 1.9L DOHC Benziner mit 128PS, nur erhältlich im 3- und 5-Türer in der Ausführung „GT“
  • ein 1.7L Diesel
1991 wird die Baureihe einem Facelift unterzogen. In diesem Jahr wird auch ein 163PS starkes Modell mit Turbo und Allrad mit der Bezeichnung „TX“ auf den Markt gebracht. Als Basis dient der 1.9L DOHC Motor.
1993 folgt eine ursprünglich für die WRC geplantes Allrad-Modell mit der Bezeichnung „GT-R“. Mit einem größeren Turbolader leistet der 1.9L Motor nun 185PS. Außerdem besitzt dieses eine stärkere Bremsanlage, einen Rennsporttank und eine auffallende Verspoilerung.

Mazda 323 V (1994-2000)

Mazda 323 II V6 Red.jpg Als Nachfolger der BG-Baureihe steht im September 1994 die Baureihe mit der Bezeichnung „BA“ bei den Händlern. Nun haben alle Karosserievarianten ein Kürzel hinter dem 323 (323C 3-Türer, 323S 4-Türer, 323F 5-Türer). Das Design ist beim 323F und 323C sehr sportlich angelegt, im Gegensatz zu den Vorgängern aber sehr rund und wulstig mit fast keinen Kanten.
Mit dem Verkaufsstart wird der Verkauf des nun seit 8 Jahren auf dem Markt befindlichen 323 Kombi in Deutschland eingestellt.
Zu Beginn stehen vier Benzinmotoren zur Auswahl:
  • der aus dem Vorgänger fast unveränderte 1.4L SOHC mit 16 Ventilen und 73PS (nur im 323S und 323C)
  • ein neu entwickelter 1.5L DOHC 16-V Motor mit 88PS
  • ein leicht modifizierter 1.9L DOHC des Vorgängers mit nun 114PS
  • ein 2.0L V6 mit 144PS (nur im 323F)
1995 folgt ein 1.7 Turbodiesel mit 82PS für den 323S.
Im Januar 1997 wird die Baureihe einem Facelift unterzogen und aufgrund der schwachen Verkaufszahlen des 323C eine neues 3-türiges Modell mit Namen 323P eingeführt. Änderungen betreffen den kompletten Innenraum und zum Teil die Technik. Äusserlich verändert sich nur der 323S der sich nun das Gesicht mit dem 323P teilt. Der 323C ist nur noch mit dem 1.5L-Motor erhältlich, der 323S und 323P mit 1.4L und 1.5L. Der 1.7L TD-Motor wird aus dem Programm genommen, kurze Zeit später folgt dafür ein 2.0L Diesel mit 71PS im 323S und 323P.
1998 bringt Mazda zwei Sondermodelle des 323F mit Lederausstattung und dem 1.5L-Motor auf den Markt.
  • Edition Borneo-Grün mit Sonderlackierung im gleichnamigen Farbton und beigem Leder-Interieur
  • Edition Silber mit schwarzem Leder
Ende 1998 wird der Verkauf der Modelle 323C, 323S und 323F der BA-Baureihe eingestellt. Der 323P wird noch bis ins Jahr 2000 parallel zum Nachfolgemodell weitergebaut.

In Japan werden der 323C und 323S weiterhin unter dem Namen Familia (Werkscode BH) verkauft. Der 323F wird als eigene Baureihe (Werkscode CB) unter dem Namen Lantis vermarktet und ist dort auch als viertürige Limousine erhältlich.

Mazda 323 VI (1998-2003)

Mazda 323 III Silver.jpg | 1998 erscheint die letzte Modellgeneration des 323 (Typbezeichnung BJ) auf dem deutschen Markt. Diese wird als viertürige Limousine (323S) und als Fünftürer mit Kombiheck (323F) angeboten.
Dieses Modell wird in drei Ausstattungsvarianten (Comfort, Exclusive, Sportive) und vier Motoren angeboten:
  • 1.4L mit 73PS
  • 1.5L mit 88PS
  • 1.9L mit 114PS
  • 2.0L TD mit 90PS

2000 gibt es auch bei dieser Baureihe ein Facelift bei dem die Frontpartie grundlegend überarbeitet wird. Gleichzeitig wird der Verkauf des 323P eingestellt.
Auch die Motorenauswahl ändert sich:

  • 1.4L mit 73PS
  • 1.6L mit 98PS
  • 2.0L mit 130PS
  • 2.0L TD mit 100PS

2003 endet die Ära des Mazda 323 nach 26 Jahren. Aufgrund neuer Unternehmenspolitik erhält der Nachfolger den Namen Mazda 3. Auch in Japan geht die Familia-Reihe zu Ende. Das neue Modell wird dort Axela getauft.

Siehe auch


PKW-Modell | Mazda | Kompaktklasse

Mazda Familia | Mazda 323 | マツダ・ファミリア | Mazda 323 | Mazda 323 | 萬事得323

 

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