Maximilianstraße_München_2006.jpg | Muenchner_Kammerspiele.jpg]] Die Maximilianstraße in München ist neben der Brienner Straße, der Ludwigstraße und der Prinzregentenstraße eine der vier städtebaulich bedeutendsten Prachtstraßen der Stadt aus dem 19. Jahrhundert.
Die Gestaltung des Straßenzuges, dessen Bau 1853 begonnen hatte, ist das Werk des Architekten Georg Friedrich Christian Bürklein, der sich durch den Bau des Münchner Hauptbahnhofes einen Namen gemacht hatte. Die Straßenbauarbeiten wurden von dem Ingenieur Arnold von Zenetti geleitet, während sich Carl von Effner für die Bepflanzung verantwortlich zeigte.
Der Architekturstil, der Elemente verschiedener Stilepochen wie Neogotik und Renaissance vereint, stieß auf viel Kritik, macht die Maximilianstraße jedoch städtebaulich einzigartig in München. In neuerer Zeit hat sich die Straße den Ruf einer mondänen und teuren Einkaufsmeile erworben.
Die östliche Verlängerung der Maximilianstraße, die Umrundung des Maximilianeums, wird Max-Planck-Straße genannt. Die kurze Straße, die die westliche Verlängerung der Maximilianstraße über den Max-Joseph-Platz hinweg bildet, heißt Perusastraße.
Bewusst wurde eine neue Entwicklungsachse Richtung Osten verwendet, die auf keine Vorgängerin aufbauen konnte. Während der Max-Joseph-Platz vor der Residenz noch ganz klassiztisch durch Ludwig I. geprägt ist, beginnt bereits nach Palais Törring-Jettenbach (heute Postamt München 1, auch Hauptpost oder Residenzpost genannt) die Neubauten. Um die Straßenbreite bis zum Max-Joseph-Platz durchzuführen, wurden 1854 Nebengebäude des Nationaltheaters abgerissen. Erster Neubau war das Hotel Vierjahreszeiten (1856–1858). Eine Vollendung der Maximiliansstraße auf der gesamten Länge erlebte Maximilian II. nicht mehr. Die beiden letzten Gebäudekomplexe kurz vor der Maximiliansbrücke wurden nach seinen Tod erbaut: Das Gebäude des Wilhelmsgymnasiums, ältestes Gymnasium der Stadt und damals Pagenerziehungsanstalt des Hauses Wittelsbach, wurde unter seinen Sohn König Ludwigs II. im Neorenaissancestil (Carl Leimbach, 1875–1877) errichtet; das Nachbargrundstück zwischen Sternstraße und Widenmayerstraße und das auf südlich gegenüberliegende Grundstück erst um 1890 unter Prinzregent Luitpold bebaut.
Im Zweiten Weltkrieg wurden die Gebäude der Straße schwer beschädigt, beim Wiederaufbau wurden zunächst in erster Linie die Fassaden rekonstruiert. Das Grundstück Maximilianstraße/Ecke Marstallplatz war bis 2002 selbst noch Halbruine. Ende der 1960er Jahre wurde schließlich der Altstadtring durchgebrochen, der den Charakter des Forums zerstörte. Dieser Durchbruch war in Gegensatz zu anderen Maßnahmen des Projektes "Stadtumbau" umstritten: Eine Unterfahrung der Maximiliansstraße in einem Tunnel hatte etwa genauso viele Befürworter wie Gegner.
Ende der 1980er Jahre wurden mit den Eckgebäuden zum Altstadtring (Thomas-Wimmer-Ring/Karl-Scharnagl-Ring) der Altstadtring-Durchbruch gelindert. 2005 im Zuge der Neugestaltung des Marstallplatzes die Halbruine Maximilianstraße/Ecke Marstallplatz entkernt und die Fassade rekonstruiert.
Der öffentliche Verkehr ist vor allem durch die Trambahn-Linie 19 geprägt, die als eine der wichtigsten West-Ost-Linien Münchens die Maximilianstraße auf die gesamte Länge durchfährt. Am Maxmonument kreuzt sie an der gleichnamigen Haltestelle mit der Linie 17. Die U-Bahn mit den Linien 4 und 5 verkehrt etwa parallel zur Maximilianstraße; nächstgelegener U-Bahnhof ist Lehel, eine Haltestelle vom Maxmonument entfernt (Linie 17).
Statistisch ist die Behauptung nicht belegbar. Zum einen bezieht sich der Hinweis auf das hohe Preisgefüge auf den ersten Teil der Prachtstraße bis zum Forum/Altstadtring-Durchbruch; Jenseits des Altstadtringes (Thomas-Wimmer-Ring/Karl-Scharnagl-Ring) sind Angebot, Preisgestaltung und Niveau der Läden an das des umliegenden Viertels Lehel angeglichen. Betrachtet man nun den ersten Teil der Maximilianstraße, so gibt es Einkaufstraßen, die nachweisbar ein deutlich höheres Preisgefüge besitzen als die Maximilianstraße, so die Residenzstraße zum Beispiel. Auch das Hotel Vierjahreszeiten Kempinski gilt nicht als das vornehmste Hotel der Stadt, sondern der Bayerische Hof am Promenandenplatz genießt diesen Ruf, nicht nur, weil er oft die Funktion eines Gästehauses der Bayerischen Staatsregierung übernimmt. Auch die Gastronomie ist nicht die spürbar teuerste. Auch in der Leopoldstraße, im teilweise großbürgerliche Neuhausen und in Haidhausen sind Lokale mit ähnlichen Preisniveau nicht selten.
Aber in der Tat ist die Maximilanstraße mit ihren besonderen Angebot oft Ziel von Shoppingtouren der Prominenten wie Schauspielern oder Mitgliedern der Schickeria bzw. solche, die sich für Mitglieder der Schickeria halten. So ist nicht erstaunlich, dass in Society-Berichterstattung der Boulevardzeitungen und Illustrierten die Maximilianstraße in der Regel als Shoppingmeile der Schönen und Reichen dargestellt wird.
This article is licensed under the GNU Free Documentation License.
It uses material from the
"Maximilianstraße (München)".
Home Page • arts • business • computers • games • health • hospitals • home • kids & teens • news • physicians • recreation• reference • regional • science • shopping • society • sports • world