Maximilian Mörlin (* 14. Oktober 1516 in Wittenberg † 20. April 1584 in Coburg) war evangelischer Theologe, Hofprediger, Superintendent in Coburg und Reformator.
Nachdem er 1546 unter Caspar Cruciger der Ältere in Wittenberg zum Doktor promoviert hatte, ernannte man ihm zum Superintendenten und hatte sich an den theologischen Auseinandersetzungen der Zeit zuerst auf Seiten des Matthias Flacius beteiligt. Er betrieb die Verurteilung des Justus Menius, nahm 1557 am Wormser Colloquium teil und verfasste 1559 zusammen mit Simon Musaeus und Johann Stössel das Weimarer Konfutationsbuch, das für die thüringische Kirche verpflichtend wurde. Herzog Johann Friedrich der Mittlere nahm ihn auch nach Heidelberg mit, um zu verhindern, dass sein Schwiegervater zum Reformiertentum übertrat. Das Heidelberger Abendmahlsgespräch, dass dort vom 3.-4. Juli 1560 geführt wurde, blieb erfolglos.
Den radikalen Kurs, den indessen Flacius einschlug, konnte er jedoch nicht gutheißen. Er war er zu stark von den Philippisten beeinflusst. Mörlin kämpfte gegen Andreas Osiander und half 1556 in Baden-Durlach die Reformation durchzusetzen. Als geistlicher Assesor des Weimarer Konsistoriums redete er 1561 zum Frieden im Interesse der vermittelnden theologischen Melanchthons. In Jena führte er als Prokanzler und Vizedekan 1564 die erste theologische Promotion durch, so dass Stössel vom Magister in den akademischen Grad eines Doktors gelangte.
Herzog Johann Wilhelm, selbst Anhänger von Flacius, vertrieb ihn 1569 aus dem Lande. Jetzt wurde er nach Dillenburg, später nach Siegen berufen und bemühte sich dort, seine Richtung gegen den reformistischen Einfluss geltend zu machen. 1573 konnte er nach erfolgloser Arbeit aus Siegen nach Coburg zurückkehren, um in seine früheren Ämter eingesetzt zu werden. Die Gnesiolutheraner wurden von ihm entlassen. Sein Einfluss machte sich in der Formula Concordiae und ihrer Wirkung geltend. Als Prediger und als Vertreter des Kirchenregimentes war er ein bedeutender Mann. 1581 heiratete er zum zweiten Mal. Ihn sollen 12 Söhne überlebt haben.
Mann | Deutscher | Evangelischer Theologe (16. Jh.) | Gestalten der Reformation | Reformator | Geboren 1516 | Gestorben 1584
This article is licensed under the GNU Free Documentation License.
It uses material from the
"Maximilian Mörlin".
Home Page • arts • business • computers • games • health • hospitals • home • kids & teens • news • physicians • recreation• reference • regional • science • shopping • society • sports • world