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Kaiser_Maximilian_1_b.jpg]] Kaiser Maximilian I dsc01648_b.jpg (1618)]] Maximilian I. von Habsburg (* 22. März 1459 in Wiener Neustadt; † 12. Januar 1519 in Wels, Oberösterreich) war Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation.

Leben


Maximilian wurde auf der Burg in Wiener Neustadt als Sohn Kaiser Friedrichs III. und Eleonore Helena von Portugal geboren.

1462 und 1463 erlebte er als 4-Jähriger die Auseinandersetzungen zwischen seinem Onkel Albrecht VI. und seinem Vater Kaiser Friedrich III in Wien. Die Wiener öffneten damals Albrecht die Tore, obwohl Friedrich in der Stadt weilte und Albrecht sein erklärter Gegner war. Sie feierten diesen als neuen Befehlshaber und Heilsbringer für die Stadt und belagerten gemeinsam mit ihm die Hofburg und beschossen sie tagelang mit Kanonen (Wien hatte damals nur zwei Kanonen!). Maximilian verzieh das den Wienern nie. Deshalb hielt er sich trotz der Tatsache, dass Wien praktisch Reichshauptstadt war, später nur selten dort auf und residierte eher in Wiener Neustadt.

1477 heiratete er Maria von Burgund, die Tochter Herzog Karls des Kühnen und Erbin des Hauses Burgund, mit der er rasch zwei Kinder hatte: Philipp den Schönen (1478) und Margarete (1480). Nach dem frühen Tod Marias durch einen Jagdunfall (1482) fielen Maximilian bzw. seinem und Marias Sohn die Niederlande, die Freigrafschaft Burgund sowie das eigentliche Herzogtum Burgund zu, das allerdings französisches Lehen war und sofort von Frankreich besetzt wurde. Dessen Versuche, auch weitere ehemals französische Territorien aus der burgundischen Erbschaft zurückzuerobern, konnte Maximilian 1479 durch den Sieg seiner Truppen verhindern. Allerdings verlobte er bald danach seine kleine Tochter mit dem jungen französischen König Karl VIII., dem sie eben jene Territorien als Mitgift einbringen sollte (wozu es aber nicht kam, s. u.).

1486 wurde Maximilian noch zu Lebzeiten seines Vaters zum Rex Romanorum gewählt.

1490 heiratete er per procurationem, d.h. ohne persönliche Anwesenheit, Anna, die junge Herzogin und Erbin der Bretagne. Er musste aber erleben, wie 1491 die noch nicht vollzogene Ehe aufgelöst wurde und Anna Karl VIII. heiratete, der deshalb Margarete zurückschickte, obwohl sie inzwischen einen Großteil ihrer Kindheit am französischen Hof verbracht hatte.

Nach dem Tod seines Vaters Friedrich 1493 trat Maximilian dessen Nachfolge an.

Als 1495 Karl VIII. im Handstreich das Königreich Neapel eroberte, auf dessen Krone er Ansprüche geltend machte, bildete Maximilian mit dem Herzog von Mailand, der Republik Venedig, dem Papst und König Ferdinand II. von Aragón die sog. Heilige Allianz. Bei dieser Gelegenheit verlobte er seine Tochter Margarete mit Ferdinands Sohn Johann, dem präsumptiven Erben der Kronen Aragons und Kastiliens. Da Johann kurz danach starb, verheiratete er 1496 seinen Sohn Philipp mit der als aragonesisch-kastilische Thronerbin nachgerückten Johanna der Wahnsinnigen. Hierdurch fühlte Frankreich sich von Osten und Südwesten zugleich bedroht, und der habsburgisch-französische Gegensatz begann, der die europäische Geschichte für die nächsten 250 Jahre prägen sollte.

1495 initiierte Maximilian auf dem Reichstag zu Worms eine umfassende Reichsreform, die eine reichsweite Steuer, den Gemeinen Pfennig, und einen Ewigen Landfrieden vorsah, letzteren allerdings gegen den Willen Maximilians und auf Druck der Reichsstände. Die komplexen Strukturen des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation konnte die Reform jedoch nicht aufbrechen. Von den Institutionen, die aus ihr hervorgingen, hatten die neugebildeten Reichskreise und das Reichskammergericht Bestand.

Huldigung.jpg, von Petrus Almaire (um 1515).]]

1508 nahm Maximilian mit Zustimmung des Papstes, aber ohne Krönung in Rom die Kaiserwürde an. Er nannte sich von da an "Erwählter Römischer Kaiser".

Um den wachsenden Druck zu vermindern, der durch Beistandsverträge der Herrscher Frankreichs, Polens, Ungarns, Böhmens und Russlands auf dem Reich lastete, aber auch um Böhmen und Ungarn für Habsburg zu sichern, traf sich Maximilian 1515 mit den jagiellonischen Königen Wladislaw II. von Ungarn und Böhmen und Sigismund I. von Polen in Wien. Dabei setzte er auch die Familie Radziwill in den Reichsfürstenstand. Die dort arrangierten Hochzeiten brachten dem Haus Habsburg ein Jahrzehnt später die Kronen von Ungarn und Böhmen ein.

Maximilians Nachfolger als Kaiser wurde sein in den Niederlanden aufgewachsener Enkel Karl V., Sohn des schon 1506 verstorbenen Philipp und Johannas. Zum Vormund seiner Enkel und zur Regentin über die Niederlande hatte Maximilian nach Philipps Tod seine zwischendurch mit Philibert von Savoyen verheiratete, aber früh verwitwete Tochter Margarete berufen, die ihrer Aufgabe bis zu ihrem Tod 1530 mit fester Hand und diplomatischem Geschick nachkam.

Maximilian I. wurde testamentsgetreu (Testament von Wels) in seiner Taufkirche, der St.Georgs-Kapelle der Burg in Wiener Neustadt, unter den Stufen ihres ersten, eines gotischen Hochaltars beigesetzt - wie sein Vater Friedrich III. im Ornat des St. Georg Ritterordens -, und zwar so, dass Priester während der Messe genau über seinem Herzen zu stehen kommen.

Sein berühmtes großes Grabmal in der Hofkirche in Innsbruck mit zahlreichen Bronzefiguren, unter anderem von Peter Vischer d. Ä. und Albrecht Dürer (Entwurf der Figur des Königs Artus), das Maximilian zu Lebzeiten für die St.Georgs-Kapelle in Auftrag gegeben hatte, ließ erst sein Enkel Ferdinand I. in der eigens von ihm dafür erbauten Hofkirche aufstellen. Das Grabmal enthält jedoch ein Kenotaph und blieb unvollendet.

Maximilians Wirken


Maximilian, selbst hoch gebildet und ein Freund des Humanismus und der Renaissance, pflegte ein großes Interesse an Wissenschaft, Literatur und Kunst und machte sich um ihre Förderung im Reich verdient. Er gab selbst poetische Werke heraus, die von ihm konzipiert waren, teils von ihm selbst, teils von Marx Treitzsauerwein von Ehrentreitz, Melchior Pfinzing und Hans Ried geschrieben wurden. Der Theuerdank, weitgehend von eigener Hand, allegorisiert Maximilians Brautwerbung, der Weisskunig (unvollendet), geschrieben von Marx Treitzsauerwein von Ehrentreitz, berichtet von seinen Taten bis 1513. Beide illustrierten Hans Burgkmair der Ältere, Hans Schäufelein und andere Künstler mit Holzschnitten. Der Freydal, ein drittes geplantes Werk zu den Turnieren des Kaisers, blieb jedoch vom Textumfang und von der Anzahl der Illustrationen her ein fragmentarisches Projekt.

Wohl vermittelt über Willibald Pirckheimer trat Maximilian 1512 zu Albrecht Dürer in Verbindung; ab 1515 gewährte er ihm eine jährliche Rente von 100 Gulden.

Maximilian erhielt den Beinamen "der letzte Ritter", denn er verkörperte noch das bereits geschwundene Ideal des alten burgundischen Rittertums. Zugleich erwies er sich jedoch als vorausschauender, modernisierender Herrscher der anbrechenden Neuzeit.

Sein Leibarzt war seit 1514 Paul Ritz, ein Humanist und Kabbalist.

Nachkommen


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Erste Ehe: Maximilian heiratete Maria von Burgund (1457-1482).

Zweite Ehe: Maximilian heiratete Bianca Maria Sforza von Mailand. Diese Ehe blieb kinderlos.

Illegitime Nachkommen:

Zitate


  • "Bella gerant alii, tu felix austria nube." („Mögen andere Länder Kriege führen, du glückliches Österreich heirate.“)

Werke


  • Trilogie:
    • Theuerdank: 1517 erschienene Dichtung mit ritterlichem Charakter (größtenteils von Maximilian I. selbst geschrieben)
    • Der Weisskunig. Eine Erzählung von den Thaten des Kaisers Maximilian des Ersten: Erstdruck 1775
    • Freydal
  • Geheimes Jagdbuch
  • Das Fischereibuch

Literatur


  • Bernd Schneidmüller, Stefan Weinfurter (Hrsg.): Die deutschen Herrscher des Mittelalters. Historische Porträts von Heinrich I. bis Maximilian I., Beck, München 2003, ISBN 3-406-50958-4

Weblinks


Kaiser (HRR) | Habsburger | Kunstmäzen oder Sammler | Mann | Geboren 1459 | Gestorben 1519

Maximilián I. Habsburský | Maximilian 1. (Tysk-romerske rige) | Maximilian I, Holy Roman Emperor | Maximiliano I de Habsburgo | Maximilian I (Saksa-Rooma keiser) | Maximilien Ier du Saint Empire | Massimiliano I del Sacro Romano Impero | マクシミリアン1世 (神聖ローマ皇帝) | Maximiliaan I van het Heilige Roomse Rijk | Maximilian I av det tysk-romerske rike | Maksymilian I Habsburg | Maximiliano I da Germânia | Максимилијан I | Maximilian I (tysk-romersk kejsare) | 馬克西米連一世 (神聖羅馬帝國)

 

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