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Die Max Havelaar-Stiftung (Schweiz) ist eine Stiftung nach Schweizer Recht mit Sitz in Basel. Das Syndikat zertifiziert Produkte nach den Kriterien des Fairen Handels.

Zweck


  • Marktzugang für Produkte von bäuerlichen Genossenschaften und Arbeiter in benachteiligten Regionen des Südens - zum Beispiel in Burkina Faso, Costa Rica oder Kolumbien -, zu fairen und nachhaltigen Bedingungen

  • Zertifizierung und Kontrolle, dass Produkte mit Max Havelaar-Gütesiegel gemäß den internationalen Kriterien des fairen Handels produziert und gehandelt werden

Geschichte


Die Max Havelaar-Stiftung (Schweiz) wurde 1992 von den Schweizer Hilfswerken Brot für alle, Caritas, Fastenopfer, Heks, Helvetas und Swissaid gegründet und nach der Romanfigur Max Havelaar des niederländischen Autors Eduard Douwes Dekker benannt. Die Stiftung selbst betreibt keinen Handel, sondern vergibt ihr Max Havelaar-Label nach Kriterien des fairen Handels. In der Schweiz zählen auch die Grossverteiler Migros und Coop zu den Anbietern von Max Havelaar-zertifizierten Produkten.

2005 lag der Umsatz mit Max Havelaar-Produkten in der Schweiz bei 220,8 Millionen Franken (5,2 Prozent mehr als im Vorjahr). Davon flossen etwa 22 Prozent zu den Produzenten im Süden, etwa 40 Prozent mehr als bei konventionell gehandelten Waren. Die wichtigsten Umsatzträger waren 2005 Bananen, Blumen und Kaffee.

Bei den Bananen hat Max Havelaar in der Schweiz einen Marktanteil von 56 Prozent.

Siehe auch: Jahresbericht 2005 der Max Havelaar-Stiftung (pdf).

Beispiel


Max_Havelaar-Bananen_-_001.jpg

Die Banane gilt als typisches Beispiel für fair gehandelte Produkte. Unterschiedlich ist die Verteilung der Einnahmen.

Konventionelle Banane

  • 14% des Endpreises fliessen ins Herkunftsland
  • 34% des Endpreises fliessen in den Transport
  • 52% des Endpreises bleiben in der Schweiz

Max Havelaar-Banane

  • 29% des Endpreises fliessen ins Herkunftsland
  • 34% des Endpreises fliessen in den Transport
  • 37% des Endpreises bleiben in der Schweiz

Produkte


Folgende Produkte werden von Max Havelaar zertifiziert (Zahlen von 2004):

  • Baumwolle (seit 2005)
  • Ananas (seit 2003; Verkaufspreis um 10-20% höher als im konventionellen Handel)
  • Bananen (seit 1997; Marktanteil in der Schweiz: 24% bei selbem Preis wie im konventionellen Handel)
  • Blumen (seit 2001; Marktanteil in der Schweiz: 5%)
  • Honig (seit 1993; Marktanteil in der Schweiz: 10%)
  • Kaffee (seit 1992; Marktanteil in der Schweiz: 5%)
  • Kakao/Schokolade (seit 1994; Marktanteil in der Schweiz: 1%)
  • Mango (seit 2003; Verkaufspreis 10-20% höher als im konventionellen Handel)
  • Orangensaft (seit 1999; Marktanteil in der Schweiz: 7%)
  • Reis (seit 2002; Marktanteil in der Schweiz: 3%)
  • Tee (seit 1995; Marktanteil in der Schweiz: 5%)
  • Zucker (seit 1994; Marktanteil in der Schweiz: 1%)

Literatur


  • Multatuli (Eduard Douwes Dekker): Max Havelaar oder Die Kaffeeversteigerungen der Niederländischen Handelsgesellschaft. Ullstein Verlag, Berlin 1997, ISBN 3548241662.

Weblinks


Stiftung | Fairer Handel

Max Havelaar (Cymdeithas Masnach Teg) | Max Havelaar (association) | Max Havelaar (keurmerk) | Max Havelaar | Max Havelaar

 

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