| Flag of Mauritania.svg | Coat of arms of Mauritania.png | (Details) | (Details) |
Die Oberflächengestalt Mauretaniens bietet ein recht gleichförmiges Bild. An die im Süden (zwischen Senegalmündung und Cap Timiris) flache Ausgleichsküste, im Norden buchten- und inselreiche Steilküste schließt landeinwärts ein ausgedehntes Tiefland an, das mit seinen Sanddünenfeldern den westlichen Rand der Sahara bildet. Ein kurzer Steilanstieg leitet zu dem weithin ebenen Hochland (300-500 m ü.M.) im zentralen Landesteil über. Hier liegen die Sandsteinplateaus von Adrar, Tagant und Affollé sowie einzelne Inselberge (darunter der Kédia d'Idjil, mit 915 m die höchste Erhebung des Landes). Gen Osten senken sich die überwiegend von Geröllfeldern bedeckten Hochflächen zu dem abflußlosen, sanderfüllten Becken El Djouf. Einziger ständig wasserführender Fluß Mauretaniens ist der Senegal, der die Staatsgrenze zum Nachbarland Senegal bildet.
Im Bereich des nördlichen Wendekreises gelegen, hat Mauretanien größtenteils trockenheißes Wüstenklima. Abkühlung bringt nur der kalte Kanarenstrom vor der Küste, wodurch es im Küstengebiet häufig zu Nebelbildung kommt. In der Nordhälfte des Landes fallen die Niederschläge unter anderem im Winter, allerdings selten mehr als 100 mm pro Jahr, im äußersten Süden sind es 300-400 mm, hauptsächlich von Juli bis Oktober. Die durchschnittlichen Januartemperaturen liegen bei 20-24°C, die Julitemperaturen bei 30-34°C, wobei sommerliche Maximalwerte bis 50°C erreicht werden.
Gras- und Buschflächen sowie Akazien markieren den Übergang von der Wüstensteppe zur Dornsavanne des Sahel. In den Oasen wachsen vor allem Dattelpalmen, in der Überschwemmungssavanne des Senegal auch Raphiapalmen, Affenbrotbäume und Bambus. Im Küstenland gibt es ausgedehnte Salzsümpfe. Tiere der Savanne sind Antilopen, Elefanten, Löwen und Hyänen; die Wüstensteppe bietet noch für Gazellen, Strauße, Warzenschweine, Leoparden und Falbkatzen ausreichend Nahrung. Zwischen 1990 und 2000 hat der Waldbestand um 2,7 % abgenommen.
Mauretanien ist ein Mischgebiet arabischer und schwarzafrikanischer Völker. 81 % sind arabisch-berberische Mauren, der Rest gehört den schwarzafrikanischen Völkern der Wolof (7 %), Toucouleur (5 %), Sarakolé (3 %), der Fulbe (1 %), der Bambara, der Soninke und anderen an. Zirka 5.000 Europäer leben im Land. Der früher hohe Anteil an Nomaden ist stark zurückgegangen; 61,7 % der Bevölkerung wohnen nun in Städten. Vier Fünftel der Einwohner leben auf 15 % der Landesfläche, vorwiegend im Süden. Das Bevölkerungswachstum beträgt 2,2 % pro Jahr. 42,6 % sind jünger als 15 Jahre. Die Lebenserwartung beträgt 51 Jahre. Amtssprache ist Arabisch. Pular, Wolof und Solinké sind ebenfalls anerkannte Nationalsprachen. Französisch ist Bildungssprache. 99 % der Bevölkerung sind sunnitische Muslime malikitischer Richtung. Daneben gibt es eine christliche Minderheit.
Mauretanien zählt zu den ärmsten Entwicklungsländern der gesamten Erde. Die Sozialgesetzgebung und das Gesundheitssystem sind noch unzureichend. Obgleich allgemeine Schulpflicht für 6- bis 11jährige besteht, werden nur rund 67 % der Kinder eingeschult. Die Analphabetenrate beträgt bei Frauen 69 % und bei Männern 49 %. 1983 wurde die Universität von Nouakchott gegründet. Es ist eine wesentliche Anzahl an Ausländern - mehr als 15% der Arbeitskräfte in den modernen Wirtschaftsbereichen - notwendig, um die Nachfrage an qualifizierten Arbeitskräften zu decken. Gleichzeitig verließen mehr als 600.000 Mauretanier ihr Land auf der Suche nach Beschäftigung in Westafrika, im Mittleren Osten und in Westeuropa.
Mehr als irgendeine andere Stadt reflektiert Nouakchott die durch schnelle und nicht kontrollierte Urbanisierung verursachten Probleme. Anfangs als kleine zentrale Verwaltungsstelle mit ca. 30.000 Einwohnern im Jahre 1959 errichtet, erreichte sie schon im Jahre 1970 mehr als 40.000 Einwohner und wuchs in den siebziger Jahren um 15 bis 20 % pro Jahr; diese schnelle Expansion hält auch am Anfang des 21. Jahrhunderts an: 2005 hatte die Stadt knapp eine Million Einwohner. Der daraus resultierende Mangel an Wasser und an Wohnraum ist ein großes Problem. Die meisten der Neuankömmlinge landen in sogenannten Kebbas (Vorstadtviertel), die im näheren Umfeld der Hauptstadt entstanden liegen. Im Jahre 1983 schätzte ein französischer Forscher, dass mehr als 40% der Bevölkerung von Nouakchott in diesen Kebbas lebten und der Prozentsatz noch weiter steigen würde. Die Regierung Mauretaniens versuchte dieses Problem zu lösen, indem sie all denen Boden und Saatgut sowie Transportmöglichkeiten anbot, die zur Rückkehr in die ländlichen Regionen bereit wären. Die Realisierung des ambitionierten Programmes erwies sich aber in Anbetracht dauerhafter Dürre als schwierig.
Hauptartikel: Ethnien in Mauretanien
Der Kompromiss zwischen den verschiedenen Kulturen Mauretaniens ist die Seele der Nation. Traditionell wird das Land - auch geographisch - gemäß diesen Volksgruppen in das sog. Ard al-Bīdān, was "Land der Weißen" bedeutet, und Ard as-Sūdān, "Land der Schwarzen", unterteilt. Diese oft benutzten Begriffe werden jedoch nicht pejorativ gedacht. Die Einteilung ist mehr wirtschaftlich/traditionellen als rassistischen Ursprungs. In der Tat gehören viele Schwarzafrikaner der nomadischen Welt an, die Benennung 'Mauren' bzw. 'Bīdān' gilt all jenen nomadischen Gruppen, die kulturell arabisiert wurden - ungeachtet ihres ethnischen Ursprungs, also inklusive der "Mauren" mit schwarzafrikanischem ethnischem Hintergrund. Heute gilt der Islam als Bindung zwischen den verschiedenen Ethnien und ist die einzige vom Volk anerkannte Legitimierung eines jeden Gesetzes.
Hauptartikel: Geschichte Mauretaniens
Mauretanien scheint schon immer ein Land des Übergangs zwischen dem arabisch geprägten Nordafrika und Schwarzafrika gewesen zu sein. Früheste Nachweise einer Besiedlung durch nomadische Berber und schwarzafrikanische Völker finden sich schon um 10.000 v. Chr. Die Römer nannten ihre eroberten Provinzen in Nordafrika nach dem saharischen Stamm der Mauren Mauretania Tingitana (heute nördliches Marokko) und Mauretania Caesariensis (heute nördliches Algerien).
Als im 7. Jahrhundert arabische Krieger den Islam in den "Fernen Westen", Maghreb trugen, änderte sich am Leben der Völkergemeinschaft südlich der Sahara noch nichts. Der Islam verbreitete sich entlang der Handels- und Karawanenrouten durch die Sahara, blieb aber über Jahrhunderte hin eine Religion der "fremden Händler", bis sich auch die Oberschicht in den afrikanischen Stadtgemeinschaften für diese Religion interessierte und sich zum Islam bekehrte. Auch, als die großen Reiche Westafrikas im 11. Jahrhundert zum Islam konvertierten und vom Tschad-See (Kanem-Bornu) und dem Niger (Gana, Songhai, Mali) aus der Islam weiter in das Gebiet eindrang, blieb das animistisch geprägte Leben der Landbevölkerung erhalten. Muslime hatten - wie etwa aus dem Niger-Bogen berichtet wird - ihre eigene Stadt abseits der Königsstadt, sie führten ein eigenständiges Leben innerhalb der Königreiche, und wenn sich der Herrscher mit seiner Familie zum Islam bekehrte, dann war damit nicht auch gleichzeitig die Islamisierung des gesamten Staates verbunden. Chinguetty ist eine der 7 heiligsten Stätten des Islam, galt lange als das religiöse Zentrum des ganzen Gebietes und war der Treffpunkt der Pilger auf ihrem Weg nach Mekka.
Zu Beginn des 11. Jahrhunderts gründeten islamisierte Mauren das Almoraviden-Reich, das sich in seiner Glanzzeit im 11. und 12. Jh. auch das Reich Gana einverleibte und bis zum Ebro in Spanien reichte. Dieses Reich brach 1147 zusammen; der Norden Mauretaniens blieb lose mit Marokko verbunden, der Süden mit Mali. Gegen Ende des 15. Jahrhunderts begannen dann die nomadischen Kunta-Araber, erneut die Lehre des Islam zu predigen. Um die Mitte des 16. Jahrhunderts begann die Qadiriyya-Bruderschaft, zu der auch die Kunta-Araber gehörten, den Islam im gesamten westlichen Sudan weiter zu verbreiten. Erst in dieser Zeit wandelte sich der Islam von der bloßen "Herrschaftsreligion" zur Religion des Einzelnen, aber nichtislamische Herrscherhäuser regierten in alten Moslemhochburgen bis ins 18. Jahrhundert hinein. Dann begann eine Reform des Islam bei den Fulbe und anderen Stämmen, die zugleich mit einer Ideologisierung und Radikalisierung einherging.
Da die Küste des Landes schlecht zugänglich war und die Kolonialmächte über Jahrhunderte keine Kunde von den vorhandenen Bodenschätzen hatten, zeigten sie bis Ende des 19. Jahrhunderts kaum Interesse an Mauretanien. An der Wende zum 20 Jh. begannen die Franzosen von Süden her mit der Unterwerfung des Landes, das für sie vor allem strategische Bedeutung als Bindeglied zwischen west- und nordafrikanischen Besitzungen hatte. 1904 wurde das Gebiet französisches Territorium im Rahmen Französisch-Westafrikas (AOF), 1920 französische Kolonie, doch gelang es den Franzosen erst 1934 letzte Aufstände im Norden zu unterdrücken. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Mauretanien im Rahmen der französischen Entkolonialisierungspolitik Überseeprovinz und damit Mitglied der Union Francaise. Bis 1955 gab es im Osten des Landes noch Gebiete, die den Europäern unbekannt waren: In diesem Jahr durchquerte der Franzose Théodore Monod als erster Europäer die Landschaft El Djouf. Die ersten Wahlen fanden 1957 statt. 1959 wurde Mokhtar Ould Daddah Regierungschef.
Am 28. November (Nationalfeiertag) 1960 erhielt das Land seine Unabhängigkeit. Ould Daddah, der sich auch "Vater des Vaterlandes" nennen ließ, war von 1961 an darüber hinaus Staatspräsident sowie von 1964 an Generalsekretär der aus mehreren Parteien gebildeten Einheitspartei Parti du Peuple Mauritanien (PPM). Die seit etwa 1970 bestehenden Streitigkeiten der angrenzenden Länder um den Besitz der einstigen spanischen Überseeprovinz Spanisch-Sahara (Westsahara) endeten im Jahre 1976 nach dem Rückzug Spaniens aus dem Territorium mit der Annexion durch Marokko und Mauretanien. Die saharanische Guerillabewegung "Frente POLISARIO" führt seither einen verzweifelten Kampf um die Herstellung eines eigenen Staates. Für Mauretanien hatte diese Eroberungspolitik katatsrophale wirtschaftliche Folgen, die schließlich 1978 zum Sturz Ould Daddahs und zum Verbot der PPM führten. Im August 1979 gab Mauretanien alle Ansprüche auf das Westsahara-Territorium auf. In den darauffolgenden Jahren erlebte Mauretanien mehrere Umstürze und Regierungsumbildungen. Es regierten nacheinander die Obristen Mustafa Ould Salek (1978-1979), Mohamed Mahmoud Ould Louly (1979-1980) und Mohamed Khouna Ould Haidalla (1980-1984). Am 12. Dezember 1984 gelangte Oberst Maaouya Ould Sid’Ahmed Taya an die Macht. Anfang 1991 kündigte er eine demokratische Umgestaltung des Landes an. Gemäß einer im Juli 1991 verabschiedeten Verfassung fanden 1992 freie Parlaments- und Präsidentschaftswahlen statt, die allerdings von der Opposition angefochten wurden.
Aufgrund der dauerhaften Stagnation und der unterbliebenen Reformen kam es immer wieder zu Putschversuchen gegen Taya, die schließlich am 3. August 2005 Erfolg hatten. An diesem Tag besetzte eine Gruppe von Offizieren, die sich Militärrat für Gerechtigkeit und Demokratie (Conseil Militaire pour la Justice et la Démocratie - CMJD) nennt, das Armee-Hauptquartier, den Sitz des staatlichen Hörfunks und des Fernsehens sowie die Ministerien und den Präsidentenpalast in Nouakchott und erklärte Präsident Taya für abgesetzt. Die Putschisten hatten einen Auslandsaufenthalt Tayas anlässlich des Begräbnisses von König Fahd in Saudi-Arabien genutzt und die Verfassung außer Kraft gesetzt. Taya ist nicht nach Mauretanien zurückgekehrt, sondern hat nach Zwischenaufenthalten in Niger und Gambia Aufnahme in Katar gefunden. Die Afrikanische Union (AU) verurteilte den Staatsstreich. Die Putschisten bestimmten den langjährigen bisherigen Polizei- und Geheimdienstchef, Oberst Ely Ould Mohammed Vall zum neuen Führer des Landes. Die neue Militärregierung kündigte an, innerhalb von zwei Jahren demokratische Verhältnisse in Mauretanien einzuführen. Oberst Vall wurde zum Vorsitzenden des 17-köpfigen Militärrates (*), und damit zum Staats- und Regierungschef ernannt. Am 5. August wurde Mauretanien „bis zur Wiederherstellung der verfassungsmäßigen Ordnung“ vorübergehend aus der AU ausgeschlossen.
Vor dem Militärputsch war Mauretanien gemäß der Verfassung von 1991 eine Islamische Präsidialrepublik. Das Parlament bestand aus einer Nationalversammlung mit 81 für fünf Jahre gewählten Mitgliedern und einem Senat mit 56 für sechs Jahre durch Kommunalräte gewählten Mitgliedern, darunter drei Vertreter von Mauretaniern im Ausland. Das Staatsoberhaupt, das gleichzeitig auch Regierungschef war, wurde alle sechs Jahre direkt vom Volk gewählt. Männer und Frauen besaßen ab 18 Jahren das Wahlrecht. Nach den letzten Parlamentswahlen 2001 errang die Partei des jetzt gestürzten Präsidenten, die Parti Republicain, Démocrate et Social (PRDS) noch 64 der 81 Sitze, zu denen noch drei weitere regierungsnahe Abgeordnete stießen. Im Senat besaß die PRDS sogar eine Mehrheit von 51 der 56 Sitze. Der Islam ist Staatsreligion. Es gilt islamisches Recht (Scharia). Ein Muslim, der zu einer anderen Religion übertritt, wird nach Artikel 306 des Strafrechts wegen Glaubensabfall (Ridda) mit dem Tode bestraft, was bislang aber nicht vorkam. Mauretanien ist Mitglied der Vereinten Nationen (VN), der Afrikanischen Union (AU) (Mitgliedschaft derzeit suspendiert), der Wirtschaftsgemeinschaft westafrikanischer Staaten (ECOWAS) und der Arabischen Liga.
Mauretanien gliedert sich in 12 Regionen und den Hauptstadtdistrikt. Die folgende Liste gibt neben den Namen der Regionen die zugehörigen Hauptstädte in Klammern an.
Mauritania regions numbered.png
Die grundlegenden Wirtschaftszweige Mauretaniens sind die Landwirtschaft, der Fischereisektor und der Erzbergbau. Mit rückständigen Methoden werden im Senegaltal vorwiegend für die Selbstversorgung Hirse, Hülsenfrüchte, Reis und Mais angebaut; die Anbaufläche beschränkt sich gleichwohl auf 0,2 % der Staatsfläche. Mit Hilfe neuer Staudammprojekte am Senegal sollen neue Bewässerungsgebiete erschlossen werden. Viehwirtschaft mit Schafen, Ziegen, Rindern und Kamelen wird überwiegend von Nomaden betrieben. Die Küstengewässer Mauretaniens zählen zu den fischreichsten der Welt, deren Regenerationsfähigkeit allerdings durch übermäßige Fänge gefährdet ist. Die Fischverarbeitung ist der größte Industriezweig.
Die Landwirtschaft trägt 19 %, die Industrie 30 % und der Dienstleistungssektor 51 % zum Bruttoinlandsprodukt bei. Beschäftigt sind in der Landwirtschaft aber 52 % der Erwerbstätigen. Importiert werden vor allem Erdölprodukte, einzige Exportprodukte sind Eisenerz, Fisch und Fischprodukte. 21 % der Importe bezieht Mauretanien aus Frankreich, 9 % aus Belgien/Luxemburg, 7 % aus Spanien und 6 % aus Deutschland. Die Exporte gehen zu 15 % nach Italien, 15 % nach Frankreich, 12 % nach Spanien und 12 % nach Deutschland. Die Handelsbilanz ist negativ. Zur Arbeitslosigkeit liegen keinerlei Angaben vor. Die Inflationsrate beträgt 5,2 %. Zwischen 1991 und 2001 lag der Anteil der Staatsausgaben für das Gesundheitswesen bei 4 % und für das Bildungswesen bei 23 %. Für die Militärausgaben finden sich keinerlei Angaben.
Das weitmaschige Straßennetz ist rund 8.100 km lang (1.700 km asphaltiert). Die Eisenbahnlinie, die von einer Mine im Norden des Landes quer durch die Sahara zur Hafenstadt Nouadhibou führt, ist die wichtigste Verkehrsverbindung des Landes. Der hier verkehrende Zug war lange Zeit der längste und schwerste der Welt. Über 200 Waggons werden von bis zu vier Lokomotiven gezogen. Die Ladung: bis zu 21.000 Tonnen Eisenerz. Der größte Feind der Bahnstrecke ist der Sand. Alle hundert Kilometer ist ein Entsandungstrupp stationiert, dessen Aufgabe es ist, die vom Sand zugeschütteten Gleise wieder freizuschaufeln. Der Sand ist so aggressiv, dass die Gleise und auch die Verschleißteile des Zuges nur 1/6 der normalen Lebenszeit haben. Die beiden Hafenstädte Nouakchott und Nouadhibou verfügen über internationale Flughäfen.
Mauretanien ist auf dem Landweg vom Norden am einfachsten über Marokko und die besetzte Westsahara zu erreichen. Die Fahrtstrecke beträgt ab der französischen Grenze bis Nouadhibou etwa 6.000 km und ist in ca. 10 Tagen zu bewältigen. Mit Ausnahme von ca. 5 km Niemandsland zwischen der marokkanischen Grenze und der Einreisegrenzkontrolle nach Mauretanien ist die gesamte Strecke asphaltiert. Die Weiterfahrt sowohl nach Nouadhibou als auch nach Nouakchott ist auf einer völlig neu asphaltierten Straße möglich, Wüstenerfahrung ist nicht vonnöten. Die Weiterreise von Nouakchott in den Senegal gestaltet sich problemlos. Detaillierte Reiseinformationen finden sich auf der Website des Honorarkonsulats von Mauretanien in Deutschland (Adresse siehe unten).
Einreisebestimmungen:
EU-Bürger benötigen für Mauretanien einen gültigen Reisepass sowie ein Visum. Visa erhält man an der Botschaft von Mauretanien, Berlin für etwa 21 Euro, im mauretanischen Konsulat in Casablanca für etwa 20 Euro (200 DH) oder direkt an der mauretanischen Grenze, ebenfalls für etwa 20 Euro. Bei der Anreise mit dem Auto wird dieses an der Grenze in den Pass eingetragen. Der Eintrag kostet ca. 10 Euro (quittiert), ein Carnet de Passage en Douane für Fahrzeuge wird derzeit (Februar 2006) nicht verlangt.
Nationalfeiertag: 28. November
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