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Maui gehört zum amerikanischen Bundesstaat Hawaii und ist die größte Insel in Maui County. Letzteres umfasst auch die Inseln Lāna‘i, Kaho‘olawe und Moloka‘i. Im Jahre 2000 zählte Maui insgesamt 117.644 Einwohner. Die größten Städte auf der Insel sind Kahului, Wailuku, Lahaina und Kīhei.
Auf Meereshöhe herrscht in Maui ein über alle Monate des Jahres hinweg stabiles, tropisches Klima. Die Durchschnittstemperaturen liegen im Sommer zwischen 24 und 29 °C, im Winter etwa 2-4 °C darunter. Die Wassertemperatur des Pazifik liegt bei 24-27°C Die regenreichste Zeit ist von November bis April. Die jährlichen Niederschlagsmengen variieren aufgrund der Topographie der Insel beträchtlich. So gehört die Gipfelregion des West Maui Volcano mit ca. 10 m Regen pro Jahr zu den regenreichsten Orten der Erde, während in Kihei, das im Regenschatten des Haleakala liegt, jährlich lediglich 250 mm Niederschlag zu verzeichnen sind. Die Hurrican-Saison in Maui geht vom Spätsommer bis in den Herbst hinein. Der letzte Hurrican "Iniki" (1992) streifte Maui nur. Die weit häufigeren tropischen Winterstürme kommen meist aus südöstlicher Richtung. Solche Stürme werden als Kona-Sturm bezeichnet. Maui ist Tsunami-gefährdet. Ein gutes Warnsystem existiert seit Jahrzehnten. Jeder Tourist sollte sich vor Ort darüber informieren.
Die dominierenden Wirtschaftszweige auf der Insel sind die Landwirtschaft und der Tourismus. Ein großer Teil der fruchtbaren Ebene zwischen dem West Maui Volcano und dem Haleakala wird von Zuckerrohr- und Ananasplantagen genutzt. Allein die Hawaiian Commercial and Sugar betreibt auf Maui Zuckerrohrplantagen mit einer Gesamtfläche von 150 km². Eine Eigenart des Zuckerrohranbaus auf Maui ist das genzielte Abbrennen der Felder kurz vor der Ernte. Die Tradition geht auf einen entlassenen Plantagenarbeiter zurück, der aus lauter Frust die Felder seines Arbeitgebers abbrannte. Als dieser dann die Ernte trotzdem doch einholte, zeigte sich, dass die Ausbeute an Rohzucker höher war als normalerweise üblich. Seitdem gehört die von Einheimischen "Maui Snow" genannte Asche zum alltäglichen Bild in den südlich der Zuckerrohrfelder gelegenen Ortschaften, wie z. B. Kihei.
Größter Flughafen der Insel ist der Maui Airport in Kahului (IATA-Code: OGG; ICAO-Code: PHOG). Von hier aus gibt es Verbindungen zu den anderen Inseln des Archipels von Hawaii und zum amerikanischen Festland, so zum Beispiel nach Chicago, San Francisco, Los Angeles, Atlanta und Vancouver.
Auf Maui befindet auch das Air Force Maui Optical and Supercomputing Site (AMOS). Das dazugehörige Maui High Performance Computing Center (MHPCC) in Kihei betreibt einige der weltweit schnellsten Computer. Auf dem Haleakala befindet sich mit dem AEOS-Teleskop (Advanced Electro-Optical System) das größte militärisch genutzte Teleskop der Vereinigten Staaten. Es hat einen Öffnungsdurchmesser von 3,67 Metern und ist als eines der ersten Instrumente seiner Art mit einer adaptiven Optik ausgestattet worden. Diese Technologie ermöglicht die Kompensation des atmosphärischen Flimmerns. Auf dem Haleakala befinden sich außerdem noch mehrere Teleskope (0,4 bis 1,6 Meter Öffnungsdurchmesser), die im Rahmen des amerikanischen Space Surveillance System dazu beitragen, einen Katalog von derzeit rund 13.000 künstlichen Weltraumobjekten zu pflegen. Da der 3.055 Meter hohe Gipfel des Haleakala einer der fünf weltweit wichtigsten astronomischen Standorte ist, befinden sich auch zahlreiche andere Beobachtungsinstrumente hier, so zum Beispiel ein Sonnenobservatorium der Universität von Hawaii.
Im Jahre 2002 zählte Maui insgesamt über zwei Millionen Besucher. Die wichtigsten Touristenzentren auf der Insel sind die Küsten zwischen Lahaina und Kapula sowie zwischen Kihei und Wailea. Während Oahu überwiegend von japanischen Touristen besucht wird, ist Maui bei Besuchern vom US-Festland und aus Kanada sehr populär.
Zu den vielen Sehenswürdigkeiten der Insel zählen die Road to Hana, der 110km² große Haleakala-Nationalpark, das Iao Valley, sowie die weltberühmten Surf- und Windsurfreviere im Norden von Maui (Ho'okipa, Jaws, Lanes, Spreckelsville, Kanaha).
Die Straße um "East Maui" Road to Hana führt auf den östlichen ca. 50 Meilen über 54 Brücken und sehr vielen Kurven in eine Regenwaldregion mit Aussichtspunkten sowie hunderten von Wasserfällen, die teils in romantischen Teichen ("Pools") enden, die zum Baden einladen (zum Beispiel Ohe'o Gulch, Seven Pools). Folgt man der Straße nach Kipahulu, gelangt man nicht nur zum gleichnamigen Teil des Haleakala Nationalparks, sondern nach einer weiteren Meile auch zur letzten Ruhestätte des Luftfahrtpioniers Charles Lindbergh in der Nähe der Palapala Ho'omau Church.
Die schöne Lage in Lee (im Westen) der West Maui Montains veranlassten König Kamehameha I. dazu, seinen Hof nach Lahaina zu verlegen.
Später wurde dann Lahaina der wichtigste Walfängerhafen im Pazifik. Blickfang ist der im Jahre 1873 gepflanzte Banyan Baum im Ortszentrum (ein "Ficus" Baum, dessen Krone fast 1 Hektar Fläche überstreicht). Einige Museen (zum Beispiel das Baldwin Home), die Carthaginian II (ein restaurierter Zweimaster) und der Wo Hing Temple, das "Prison" zeugen von der Vergangenheit der ehemaligen Inselhauptstadt.
Ebenso einen Besuch wert ist das Pioneer-Inn, eine über 100jährige Walfängerkneipe im Hafen von Lahaina, wo die Zeit stillzustehen scheint.
Am Ende der Straße ragt schließlich das Wahrzeichen des Tales, die 370m hohe Iao Needle, ein Monolith, überwuchert von üppigem Dschungel, über dem Tal. Schöne Spazierwege führen entlang des Iao River zu einigen Aussichtspunkten. Wer mag, kann flussaufwärts abenteuerlichen Hiking Trails folgen.
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