Portrait claudius.jpg Matthias Claudius (* 15. August 1740 in Reinfeld (Holstein); † 21. Januar 1815 in Hamburg) war ein deutscher Dichter und Journalist, bekannt als Lyriker mit volksliedhafter, intensiv empfundener Verskunst.
1772 heiratete Claudius die damals 18-jährige Rebekka Behn, Tochter des örtlichen Zimmermanns. Das Paar hatte 12 Kinder.
1774 wird Matthias Claudius in die Hamburger Freimaurerloge "Zu den drei Rosen" aufgenommen.
Durch Vermittlung Herders ging Claudius 1776 als Redakteur zur Hessen-Darmstädtischen privilegierten Landeszeitung, kehrte jedoch bereits nach einem Jahr mit seiner Familie nach Wandsbek zurück, da er sich mit den hierarchischen Verhältnissen der Residenzstadt Darmstadt nicht hatte arrangieren können.
Später publizierte Claudius selbst unter dem Namen "Der Wandsbecker Bote". Er verwendete in seinen Gedichten und Überlegungen als Pseudonym für sich auch den Namen Asmus. Seine finanzielle Lage war stets prekär, bis er ab 1785 einen Ehrensold des dänischen Kronprinzen Friedrich, den die literarischen Qualitäten Claudius' überzeugt hatten, bekam. Friedrich verschaffte ihm auch 1788 ein Revisorenamt bei der Schleswig-Holsteinischen Speciesbank in Altona, das ihm ohne größere Einschränkung seiner literarischen Arbeit, er musste lediglich viermal im Jahr zur Prüfung der Quartalsabschlüsse in Altona erscheinen, ein Auskommen sicherte.
Aufgrund des "schlichten" und volkliedhaften Tones seiner Dichtung wurde Claudius oft unterschätzt. Während die "großen" Dichter seiner Zeit oft genug ihre Augen vor der Wirklichkeit verschlossen und z.B. wider besseres Wissen den Krieg verherrlichten, hat Claudius mit seinem "Kriegslied" zeitlos Gültiges über das Bösartige des Krieges gesagt und das wohl beste Gedicht der deutschen Sprache zu diesem Thema geschaffen.
Mann | Deutscher | Journalist | Autor | Sturm und Drang (Literatur) | Literatur (18. Jh.) | Literatur (19. Jh.) | Literatur (Deutsch) | Lyrik | Freimaurer (18. Jh.) | Freimaurer (19. Jh.) | Geboren 1740 | Gestorben 1815
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