Mécanique Avion TRAction, kurz Matra ist eine im Jahre 1945 gegründete französische Firma mit einem weitreichenden Tätigkeitsbereich, zunächst in den Bereichen Flug- Rüstungsbau und der Kunststoffverarbeitung.
Matra selbst gehört 2004 zur EADS (European Aeronautic Defence and Space Company), an dem die Lagardère Gruppe einen 15%igen Anteil hält.
Um 1970 folgte die nächste Zäsur, als 'Matra Automobile' an den amerikanischen Autogiganten Chrysler verkauft wurde. Von nun an wurden die Fahrzeuge unter dem Markennamen 'Matra-Chrysler-Simca' verkauft. Auch unter Chrysler wurden zunächst Rennsport und Serienfertigung parallel betrieben, wobei der Schwerpunkt sich im Laufe der Jahre immer stärker in Richtung Serienproduktion verlagerte. Ab Mitte der 70er Jahre wurde die Modellpalette um das Freizeitfahrzeug Matra-Simca Rancho erweitert, ein (zu) früher Vorläufer der heutigen SUVs. Zur gleichen Zeit wurden die Rennsportaktivitäten vollständig eingestellt.
Die nächste Zäsur erfolgte im Jahre 1980. Chrysler, wirtschaftlich schwer angeschlagen, verkaufte seine gesamten europäischen Aktivitäten an den französischen PSA-Konzern. PSA hatte kein Interesse an Matra, die Firma wurde wieder in den 'alten' Matra-Konzern eingegliedert. Da Peugeot den Markennamen Simca durch den Namen Talbot ersetzte, wurden die Matras in den Folgejahren als Talbot-Matra verkauft.
1984 endete die Zusammenarbeit mit PSA/Talbot. Von diesem Zeitpunkt an bis zum Ende der Automobilproduktion arbeitete Matra in Partnerschaft mit Renault. Diese Zusammenarbeit endete mit der Insolvenz von Matra Automotive im Frühjahr 2003. Die Produktion wurde eingestellt, die Produktionsanlagen abgebaut. Heute existiert von Matra Automotive nur noch die Entwicklungsabteilung, die von Pininfarina übernommen wurde.
Ebenso erfolgreich war Matra mit Sportwagen für Langstrecken-Rennen, die mit diesem V12-Motor ausgestattet waren. Die Matra 670 und Matra 690 gewannen die 24h-Rennen von Le Mans in den Jahren 1972, 1973 und 1974.
Nach der Übernahme durch Chrysler musste dieses Modell schon aufgrund seiner Ford-Technik schnellstmöglich ersetzt werden. So erschien 1973 ein neues Modell, dessen Technik von der europäischen Chrysler-Tochter Simca stammte: Der Matra Bagheera (in Anlehnung an den Panther aus dem Dschungelbuch). Dieses Modell zeichnete sich durch drei nebeneinander angeordnete Sitze aus - eine Bauweise, die auch beim 1980 erschienenen Nachfolgemodell Matra Murena beibehalten wurde. Die Produktionskapazität wurde kontinuierlich erweitert, die Produktion lag jetzt bereits bei mehreren tausend Fahrzeugen im Jahr.
Ende der 1970er Jahre erschien mit dem Rancho eine zweite Baureihe. Der Rancho war ein Hochdachkombi auf Basis des Simca 1100 mit Geländewagenoptik. Nach erfolgreichem Start ließen seine Verkaufszahlen ebenso wie die des Matra Bagheera bald nach, da beiden Fahrzeugen aufgrund ihrer Verarbeitung und ihres mangelhaften Rostschutzes bald ein schlechter Ruf vorauseilte.
Matra nahm dies zum Anlass, beim Matra Murena das Stahlchassis vollständig zu verzinken. Diese Verzinkung erfolgte durch ein Kataphorese-Tauchbad, bei dem sich mehrere Kilogramm(!) Zink an jedem Chassis ablagerten und es so wirkungsvoll vor Rost schützten. Trotzdem wurde der Murena weit weniger erfolgreich als sein Vorgänger, da die Käufer sich nach den Erfahrungen mit dem Vorgänger in Zurückhaltung übten - und weil die Produktion bereits nach knapp vier Jahren gemeinsam mit der des Rancho im Jahr 1984 endete.
Ab diesem Zeitpunkt wurde bei Matra der Renault Espace produziert.
Es wurde als Freizeitfahrzeug von 1977 -1979 als Matra-Simca Rancho bei dem Automobilherstellers Simca und von 1979 -1984 als TALBOT-Matra Rancho von Talbot hergestellt.
Seit 2004 gehört die Automobilsparte von Matra zum italienischen Karosseriehersteller Pininfarina.
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