Mathias Bröckers (* 26. Juni 1954 in Limburg an der Lahn) ist freier Journalist aus Berlin und schreibt unter anderem für die taz und Telepolis.
Besondere Bekanntheit erlangte er durch seine „WTC-Conspiracy“-Reihe bei Telepolis und sein darauf folgendes Buch „Verschwörungen, Verschwörungstheorien und die Geheimnisse des 11.9.“, das im Zweitausendeins-Verlag erschienen ist. Außerdem trat er als Herausgeber der deutschen Ausgabe des „Lexikons der Verschwörungstheorien“ von Robert Anton Wilson in Erscheinung. Neben Verschwörungstheorien sind ein weiteres Hauptthema seiner Werke Drogen, insbesondere Cannabis.
In sehr scharfer Form wurde er von den Medien (Der Spiegel, die tageszeitung, Panorama und ARTE) als Verschwörungstheoretiker angegriffen, während Mathias Bröckers selbst ein artistischeres Selbstverständnis hatte, wie er an der Zurückweisung der Frage „Was glauben Sie denn wirklich?“ verdeutlichte. Ihm ist bewusst, dass Verschwörungstheorien untereinander widersprüchlich sein können. Er recherchiert Verschwörungstheorien als soziales Phänomen vorwiegend mit Hilfe des Internet. Klassische investigative Recherchen, wie Recherche-Reisen, um bestimmten Behauptungen vor Ort nachzugehen, führt Bröckers nicht durch. Er versteht sich selbst auch nicht als investigativer Journalist, sondern eher als Kritiker investigativ arbeitender Journalisten und ihrer Redaktionen.
Anders als behauptet wurde, popularisiert Bröckers zwar die Theorien, fabriziert sie jedoch nicht selbst. Sein kultur- und medienkritisches Anliegen ist es, mit der Darstellung von Verschwörungstheorien auf politisch erfundene Verschwörungstheorien wie die Irak-Al Kaida-Verbindung zu verweisen.
Mann | Deutscher | Journalist | Geboren 1954 | Verschwörungstheorie
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