Der Begriff Master Boot Record (MBR) bezeichnet in der x86-Architektur den ersten Datenblock (512 Byte) eines in Partitionen aufgeteilten, bootfähigen Speichermediums, wie beispielsweise einer Festplatte. Der MBR enthält eine Partitionstabelle, die die Aufteilung des Datenträgers beschreibt und einen Boot-Loader, ein Programm, das ein Betriebssystem auf einer der Partitionen startet.
Speichermedien, die nicht in Partitionen unterteilt sind, z. B. Disketten oder CDs, enthalten keinen MBR. Hier wird der erste Datenblock als Bootsektor oder auch Boot Record bezeichnet.
Da er eine Partitionstabelle enthält, hat ein MBR die Eigenschaften eines Partitionssektors.
Ein Löschen oder ein Defekt am MBR führt dazu, dass der Computer überhaupt nicht mehr booten kann bzw. die Partition falsch erkennt und in der Folge das Betriebssystem oder Daten nicht mehr findet.
Es existieren auch Bootmanager, die sich nicht an diese Konvention halten, und statt dessen ein Auswahlmenü oder Ähnliches anzeigen, und so z. B. das Booten von beliebigen Partitionen erlauben.
Ein fehlender oder defekter Boot-Loader führt dazu, dass von der Festplatte überhaupt nicht gebootet werden kann, selbst wenn in einer der Partitionen ein Betriebssystem mit intaktem Bootsektor vorhanden ist.
siehe auch Boot-Loader
dd if=/dev/null of=/dev/hd* bs=1 count=4 seek=440. alte>=b empfohlen.
siehe Hauptartikel Partitionstabelle
Non-System or Non-Bootable Disk" ausgegeben.Microsoft Knowledge Base - Artikel 149877: MBR-Signatur AA55 wird nicht gefunden
Natürlich ist eine korrekte Signatur kein Garantie für gültigen Boot-Code im MBR. Sie dient lediglich dazu, zu verhindern, dass leere MBRs oder MBRs mit Zufallsdaten ausgeführt werden.
Auch bei Datenträgern, die nicht zum Booten verwendet werden, kann eine fehlende Signatur Auswirkungen haben. Es gibt BIOS-Versionen, die Datenträger ohne gültige Signatur in einem langsameren Modus betreiben. Vor der Geschwindigkeitsmessung (Benchmark) z. B. einer neuen Festplatte empfiehlt sich daher, zunächst den MBR der betreffenden Platte zu initialisieren.c't Hotline: Wundersame Plattenbeschleunigung. aus c't Nr. 19/1998 S. 218
debug ansehen. Wenn die Festplatte partitioniert (z. B. aufgeteilt in C:, D:, ...) ist, sieht man mit debug nur den Boot Record von der jeweiligen logischen Partition.
MS-DOS und die auf DOS aufbauenden Windowsvarianten (also Windows 95 bis Windows ME) überschreiben den Boot-Loader im MBR bei der Installation ohne jegliche Rücksicht auf seinen bisherigen Inhalt.
Im Falle eines Fehlers im MBR kann unter MS-DOS und Windows 9x mit dem undokumentierten Befehl fdisk /mbr ein neuer Standard-Masterbootrecord für jeweils diese Betriebssysteme geschrieben werden. Dabei wird der MBR komplett überschrieben (mit Ausnahme der Partitionstabelle), wodurch Bootviren vernichtet werden können, sofern das Virus nicht den Schreibzugriff auf den Master Boot Record erkennt und abfängt.Microsoft Knowledge Base - Artikel 69013: FDISK /MBR überschreibt Master Boot Record Allerdings wird auch ein eventuell vorhandener Bootmanager vernichtet.
Für Windows 2000 und XP gibt es die Wiederherstellungskonsole, hier dienen die Befehle fixmbr und fixboot zur Reparatur des MBR.
Mit dem Programm install-mbr, das z. B. in der Linux-Distribution Knoppix enthalten ist, kann ein funktionsfähiger Boot-Loader in den MBR geschrieben werden.
Unter Linux kann man den MBR normalerweise mittels dd if=/dev/hda of=datei bs=512 count=1 in eine Datei schreiben. Zum Wiederherstellen genügt analog dd of=/dev/hda if=datei bs=512.
Steht keine entsprechende Sicherungsdatei zur Verfügung, kann der MBR mittels des Bootloaders LILO mit folgendem Befehl neu und „leer“ geschrieben werden: lilo -M /dev/hda -s /dev/null.
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