Das Wort Maskulismus ist eine Analogbildung zu Feminismus, das von Teilen der „Neuen Männerbewegung“ als Selbstbezeichnung verwendet wird. Wie die Frauenbewegung versteht sich der Maskulismus als eine Initiative mit dem Ziel, als fehlerhaft empfundene politische Maßnahmen auf der Grundlage des Rechtsstaatsprinzips zu korrigieren. Die Vertreter des Maskulismus gehen nach eigener Aussage von den Bedürfnissen der Männer aus und streben eine grundlegende Veränderung der gesellschaftlichen Normen an.
Begrifflich versteht sich der Maskulismus als Gegenthese zum Feminismus. Er vertritt antifeministische Positionen oder sieht im Feminismus die Hauptursache für die von ihnen empfundene Benachteiligung von Männern. Er sieht diejenigen Teile der Sozialforschung kritisch, die seiner Ansicht nach feministisch geprägt sind. Maskulisten arbeiten auch mit anderen antifeministisch orientierten Männerrechtlern zusammen, z.B. mit Väterrechtlern in der National Organization for Men. Der pro-feministische Teil der Männerbewegung und die pro-feministische „Männerforschung“ werden jedoch zumeist strikt als einseitig abgelehnt. Dagegen werden die antifeministischen Thesen des Militärhistorikers Martin van Creveld und die libertaristischen „ifeministischen“ (=individual feminist) Thesen Wendy McElroys als zukunftsweisend erachtet. Wortführer ist der maskulistische Gleichstellungsbeauftragte der Zeitschrift Eigentümlich frei Arne Hoffmann, der sich mit seinen Thesen selbst als ein Sprecher für Teile der Männerbewegung bezeichnet und „dissident“ feministische bzw. explizit antifeministische Positionen publiziert. Dabei werden feministische Debatten um das Thema Pornographie und Frauenrechte, wie das Recht auf Selbstbestimmung über den eigenen Körper, unter libertaristischen Aspekten betrachtet und der Versuch unternommen, diese für männerrechtliche Forderungen nutzbar zu machen. Viele der von Maskulisten gestellten gesellschaftspolitischen Fragen stehen auch auf der Tagesordnung anderer Strömungen der Männerrechtsbewegung.
In den USA ist die „maskulistische Bewegung“ etwa 15 Jahre älter als in Deutschland. Wurzeln des Maskulismus in Deutschland liegen u.a. in der „Väterbewegung“. Maskulisten vereinnahmen dabei die ihr entgegengesetzte Ausrichtung der sogenannten „Neuen Männerbewegung“. Die Neue Männerbewegung ist eine relativ junge soziale Bewegung, die Ende der 1990er Jahre zum Teil aus der Männerbewegung hervorgegangen ist. In den USA sind Maskulisten in Männerrechtsorganisationen wie der National Coalition of Free Men oder der National Organization for Men organisiert.
Im Gegensatz zu den Protagonisten des Maskulismus verfolgt die traditionelle Männerbewegung nicht den Widerstand gegen die Frauenemanzipation oder sieht sich auf „der Suche nach einer neuen Männlichkeit“, sondern strebt ein Herauslösen des Mannes aus seiner traditionellen Geschlechterrolle an. Thematisiert wird beispielsweise „das Leiden am ererbten Männerleben und der Wunsch nach dessen Anreicherung“. Dagegen wird seitens des Maskulismus eine grundlegende Veränderung der Gleichstellungspolitik zugunsten der Männer gefordert. Der Maskulismus kritisiert den seit den 1980er Jahren stetig wachsenden politischen Einfluss des Feminismus, der zum Teil zu einer Frauenförderung führe, die de facto auf Ungleichbehandlung beruhe. Zugleich wird der Emanzipationsbewegung vorgeworfen, sich seit 1968 nur mit der Modernisierung des traditionellen Rollenbildes der Frau beschäftigt zu haben. Auch deswegen sei eine der Frauenemanzipation ebenbürtige Männeremanzipation weitgehend ausgeblieben. Maskulisten wollen sich mit dieser Argumentation nicht als eine anachronistisch-konservative Bewegung verstehen, wie es ihnen oft vorgeworfen wird. In ihrem Bezug auf die „Neue Männerbewegung“, verstehen sie diese als ein Sammelbecken für Angehörige verschiedener politischer Gesinnungen.
Der Rekurs der Maskulisten darauf, dass man sich mit der „Neuen Männerbewegung“ gemeinsam auf die Lösung männerspezifischer Probleme verständigt habe, erklärt allerdings nicht die sehr unterschiedlichen Perspektiven auf diese Probleme. Während der emanzipatorische Teil der „Neuen Männerbewegung“ die gesellschaftliche Konstruktion von „Männlichkeit“ hinterfragt und kritisch beantwortet, sehen Maskulisten gerade in der Essentialisierung der Männlichkeit, und damit in der Verteidigung traditioneller und neuer Männlichkeitskonstruktionen die „Lösung“ der Problematik, zu dessen Verfestigung das Feindbild der „Feministin“ und die Stigmabilder von den „Softis“ und „Weicheiern“ beiträgt.
Es gibt kein offizielles Programm der Maskulisten. So bilden die in Internetforen zusammengetragenen Zielbekundungen vor allem eine Sammlung antifeministischer Positionen, die nur selten und unsystematisch semi-wissenschaftlich belegt werden. Hierbei wird besonders auf die „Neue Männerbewegung“ rekurriert. So wird zudem ein gemeinsamer Nenner behauptet, die Ungleichbehandlung von Männern und Frauen zugunsten der Frauen herausgestellt und sich damit wiederum deutlich antifeministisch positioniert. Daraus ergibt sich eine Palette als Ziele deklarierter Themen, die sich mit den Themenschwerpunkten der Männerbewegung überschneiden. Im Maskulismus werden jedoch sowohl andere Erklärungen für die Probleme als auch andere Lösungswege angeboten. Arte spricht von ideologischen Schlüsselthemen. Die Zielsetzungen des US-Maskulismus sind etwas einfacher zu fassen, da sie sich hier in den letzten Jahren als eigene Strömung innerhalb der Männerrechtsorganisationen herauskristallisiert haben. Unter anderem gehören hier Ziele wie Wiederherstellung traditioneller Werte (z. B. Familie) ebenfalls zum Programm. Zudem bestehen Vernetzungen und Personalüberschneidungen mit der Anti-Abtreibungs- und anderen von vielen als „reaktionär“ bezeichneten Bewegungen.
Thematisiert wird in diesem Zusammenhang die um sieben Jahre geringere Lebenserwartung von Männern im Vergleich zu Frauen. Als Ursache dafür werden gesundheitliche Folgeschäden der Arbeit sowie tödliche Arbeitsunfälle gesehen, die aufgrund der ungleichen Geschlechterverteilung hinsichtlich der Arbeit (besonders der körperlich schweren und gefährlichen) und ihres Umfangs als männerspezifisch angesehen werden. Männern gehe es auch gesundheitlich schlechter, weil sie Frauen und Familie ernähren müssten. Daher sollte Männern stärker vermittelt werden, dass sie ihre Gesundheit oder ihr Leben nicht in einem der von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) so bezeichneten „Todesberufe“ aufs Spiel setzen müssten, um mit dem erzielten Einkommen Frauen zu unterhalten. Andererseits ist keine große Bewegung hin zu traditionell weiblichen Berufen, die weniger gut bezahlt werden, wie etwa Sekretär oder Krankenpfleger, seitens der Männerbewegung zu erkennen. Nach maskulistischer Darstellung sollte das Gesundheitssystem stärker auf Männer zugeschnitten werden. Zudem liege der Wissensstand über den männlichen im Vergleich zum Wissen über den weiblichen Körper um rund dreißig Jahre zurück, da der medizinische Fokus auf das weibliche Geschlecht gerichtet sei. Außerdem gäben die Krankenkassen wesentlich mehr Geld für die Behandlung von Frauen als für die Behandlung von Männern aus. Auch die Krebsvorsorge beginne bei Frauen bis zu 15 Jahre früher, selbst bei Krebsarten, an denen erwiesenermaßen in dem nicht gedeckten Zeitraum mehr Männer als Frauen sterben. Gefordert wird teilweise ein Männerarzt, der analog zum Frauenarzt die Geschlechtsorgane von der Jugend bis ins Alter regelmäßig betreut, untersucht und behandelt. Auch sei es notwendig, gezielt Beratungs- und Hilfsangebote für Männer zu entwickeln, etwa in Bezug auf Depressionen.
Von Maskulisten wird angeführt, dass es in Deutschland bisher nur zwei Hilfsprojekte spezifisch für männliche Opfer häuslicher Gewalt gebe. Laut Gesetz stehen Männern wie Frauen zwar hunderte von öffentlichen Beratungs- und Kriseninterventionsstellen für Gewaltopfer offen. Laut den Maskulisten würden aber männliche Gewaltopfer, insbesondere wenn sie Opfer von Frauengewalt seien, häufig nicht ernst genommen. Auch erfolge in diesen offenen Stellen vorwiegend eine Sensibilisierung auf die Frau als Opfer. Auch das Gewaltschutzgesetz sei unter dem Motto „Der Täter geht, die Geschlagene bleibt“ eingeführt worden und meist müsse, unabhängig davon, wer die geschlagene Person in einem Streit gewesen sei, der Mann die gemeinsame Wohnung verlassen.
Aus Sicht der Maskulisten wird insbesondere die Berichterstattung über häusliche Gewalt kritisiert, da dort vor allem Frauen als Opfer erschienen. Häusliche Gewalt sei nur zu überwinden, wenn nicht länger ein Schwarzweißbild von bösen Männern, die brave Frauen prügelten, gezeichnet werde.
Ein spezielles Problem stellen aus maskulistischer Sicht Falschbezichtigungen bei Vergehen wie sexuellem Missbrauch und bei anderen Formen sexueller Gewalt dar.
Im Schulunterricht sollen aus Sicht der Maskulisten spezielle pädagogische Angebote für Jungen erarbeitet werden. Hauptverantwortlich für die Defizite von Jungen sind laut den Maskulisten die Beschränkung der Förderung auf Mädchen sowie die extreme Überrepräsentanz weiblicher Erzieher und weiblicher Grundschullehrer. Diese Thesen würden inzwischen nicht nur von den aktuellen PISA- und IGLU- Studien bestätigt. Auch weise eine Studie auf einen Zusammenhang zwischen der Schlechterbenotung von Jungen im Zusammenhang mit der Überzahl weiblicher Lehrkräfte hin. Teilweise werden auch (alleinerziehende) Mütter von Maskulisten für soziale Defizite bei Jungen verantwortlich gemacht, da sie den Kontakt zum Vater unterbänden.
Nach Ansicht vieler Maskulisten ist es im politischen Bereich nicht hinnehmbar, Frauen stärker als Männer zu fördern. So wird kritisiert, dass es in Deutschland keinen Männerminister gibt. Teilweise wird die Abschaffung von Frauenbeauftragten zugunsten von paritätisch mit Frauen und Männern besetzten Gleichstellungsbüros gefordert. Dem liegt implizit die Annahme zugrunde, dass Männer und Frauen in der heutigen Gesellschaft gleichermaßen geschlechtsspezifische Probleme und Nachteile erfahren.
Eine von den gesetzlichen Vermutungen des BGB abweichende gerichtliche Vaterschaftsfeststellung oder Vaterschaftsanfechtung stoße aufgrund hoher materiellrechtlicher und prozessualer Hürden bis hin zur Einschränkung des Untersuchungsgrundsatzes zugunsten der vermuteten Vaterschaft (§ 640 d ZPO) auf erhebliche Probleme. Obwohl die Beweislast beim Kläger liege und von diesem die Vorlage eines „schwerwiegende Zweifel“ an seiner Vaterschaft begründenden Gutachtens erwartet wird (vgl. § 641 i ZPO in Verbindung mit §§ 1600 c und 1600 d BGB), würden entsprechende DNA-Analysen von Gerichten unter Berufung auf die informationelle Selbstbestimmung (des Kindes) pauschal als unzulässig verworfen und die Weigerung der Mutter oder des Kindes, auf Bitten des (gesetzlichen) Vaters an einer DNA-Begutachtung mitzuwirken, entgegen Mutschler (FamRZ 2003, 74, 76 a.E.) nicht als Beweisvereitelung gewertet, die je nach den Umständen des Falles einen für die Zulässigkeit der Klage ausreichenden Anfangsverdacht der Nichtvaterschaft begründen. Die Weigerung der Mutter oder des Kindes, der Verwertung erlangter DNA-Gutachten nachträglich zuzustimmen, werde auch dann nicht als ein die Anfechtungsklage eröffnender Umstand angesehen, wenn sie nach ihrem Inhalt die Nichtvaterschaft 100%ig beweisen (BGH, Urteil vom 12. Januar 2005 - XII ZR 227/03 - Kaugummi).
Maskulisten sehen darin eine weitere Diskriminierung. Diese richtet sich allerdings nicht nur gegen Männer als (gesetzliche) Scheinväter, sondern auch gegen das Kind, wenn ihm der wirkliche oder vermeintliche Vater seinerseits die DNA-Analyse verweigert (BGH, Urteil vom 18. September 2003 - XII ZR 62/01). Einige Beobachter tendieren zu dem Vorschlag, Eintragungen in das Personenstandsbuch künftig von Amts wegen von der zweifelsfreien Feststellung der leiblichen Vaterschaft mittels DNA-Analyse abhängig zu machen und die nicht mehr zeitgemäßen Vermutungen und Anerkenntnisse des BGB als obsoletes Kriterium abzuschaffen. Ärzte und Krankenhäuser könnten gesetzlich verpflichtet werden, die personenstandsrechtlich gebotene Untersuchung bereits bei der Geburt eines jeden Kindes vorzunehmen und im übrigen wie alle Patientendaten vertraulich zu behandeln.
Sowohl aus dem profeministischen Zweig der Männerbewegung, von Befürworter/innen der weiblichen Emanzipation, als auch von einigen Psychologen und Soziologen wird der Maskulismus kritisiert. Aus ihrer Perspektive zielt der Maskulismus weniger auf tatsächliche Gleichberechtigung und eine wirkliche Veränderung der Geschlechterrolle des Mannes, als auf eine Revitalisierung traditioneller Rollen (Backlash) und Wiederherstellung männlicher Dominanz. Kritisiert werden dabei sowohl die Analyse der Maskulisten als auch ihre Zielperspektive.
Aus Sicht auf die Analyse wird den Maskulisten vorgeworfen, gesellschaftliche Benachteiligungen von Frauen zu ignorieren und zugleich Eingriffe in jahrtausendelange männliche Dominanz als Benachteiligung von Männern umzudefinieren. Der Maskulismus suggeriere, dass Frauen und Männer in der heutigen Gesellschaft dieselben Probleme hätten, Frauen heute im Prinzip gleichgestellt seien und keine gesellschaftliche Benachteiligung mehr erführen, während Männer diskriminiert würden. Die Ungleichheit der Geschlechter in Bezug auf den Zugang zu gesellschaftlichen Ressourcen und auf gesellschaftliche Teilhabe werde bestritten, wenn sie nicht mit den Zielen des Maskulismus übereinstimme. In einigen Themenfeldern wird Maskulisten von manchen Sozialwissenschaftlern vorgehalten, naiv oder willentlich mit falschen Zahlen zu operieren, etwa wenn bei der Geschlechterverteilung im Bereich der Täterschaft bei häuslicher Gewalt körperliche und psychische Gewalt gleichgesetzt werden oder wenn aus Opferbefragungen implizit auf eine Geschlechtersymmetrie zwischen Opfern und Tätern geschlossen werde. Maskulistischen Schriften fehle deshalb eine wissenschaftlich tragfähige Basis.
Beklagt wird zudem die fehlende Auseinandersetzung der Maskulisten mit der eigenen Männerrolle und dem dazugehörenden Verhalten (vgl. dazu: Männlichkeit). So kritisiert Hans-Joachim Lenz (Soziologe in der Männerforschung), dass die Maskulisten es verpassten, ihre eigene Rolle als Männer in einer seiner Ansicht nach männerdominierten Gesellschaft und ihre eigenen Herrschaftsinteressen kritisch zu hinterfragen:
Als ein wichtiger Punkt der Kritiker des Maskulismus gilt hier eine „identitätspolitische Geschlechterfixierung“ - aus biologischen Unterschieden zwischen Männern und Frauen würden von Maskulisten soziale Normen des Verhaltens von Männern und Frauen abgeleitet. Trotz der Betonung des Gleichheitsgrundsatzes werde oftmals von einer prinzipiellen Verschiedenheit von Männern und Frauen ausgegangen. Neuere Erkenntnis zur gesellschaftlichen Konstruktion der Geschlechterrollen (Doing Gender) würden weitgehend ignoriert.
In Bezug auf die Zielsetzung des Maskulismus wird eine angeblich fehlende Absetzung von reaktionären und frauenfeindlichen Mitgliedern bzw. deren Positionen kritisiert. Von Autoren der profeministischen Männerbewegung, aber auch Psychologen und Soziologen, wird im Maskulismus ein Versuch gesehen, unter dem Deckmantel eines nur scheinbar gerechten „Gleichheitsgrundsatzes“ eine überkommene männliche Position auf Kosten von Frauen durchsetzen und die männliche Herrschaftsstruktur wiederherstellen zu wollen. Konkret gehe es dabei um die rarer werdenden Jobs, Zugänge zu Sozialleistungen und gesellschaftliche sowie private Macht.
Für Hugo Schwyzer, US-amerikanischer Professor für Geschlechterforschung, vertreten hauptsächlich Individuen mit eigener Leidensgeschichte maskulistisches Gedankengut.
In Deutschland gibt es bisher relativ wenige maskulistische Aktionen. Gründe dafür sind die geringen staatlichen Förderungen und der im Vergleich zur Frauenbewegung geringere gesellschaftlichen Rückhalt. Daher beschränken sich die bisherigen Aktivitäten auf Männertage, Männerseminare, vereinzelte Männerdemonstrationen (wie die Väterdemo im Jahr 2005 in Berlin) und Petitionen von Einzelpersonen und Männergruppen. Eine Lobby im Bundestag analog zur Frauenbewegung hat die Männerrechtsbewegung bisher nicht. Die mediale Aufarbeitung maskulistischer Kernthemen wie „Scheidungsunrecht“ oder „Gewalt gegen Männer“ sind die Ausnahmen.
Im März 2003 sprach der CDU/CSU-Abgeordnete Markus Grübel im deutschen Parlament über die Benachteiligung von Männern, was die Berliner „tageszeitung“ vom 14. März 2003 als „die erste Männerrechtler-Rede des deutschen Bundestages“ bezeichnete. Zwei Jahre später, am 10. März 2005, brachte Grübel den Antrag „Tatsächliche Gleichberechtigung durchsetzen“ ein, mit dem er die Bundesregierung aufforderte, „in der Gleichstellungspolitik stärker als bislang auf einen Geschlechterkonsens hinzuwirken und darauf zu achten, dass Gleichstellungspolitik Frauen und Männer im Blick hat.“ Während die Bundesregierung jährlich einen Frauengesundheitsbericht vorlege, gebe es kein entsprechendes Gegenstück für Männer. Während sich viele Bundestagsdrucksachen mit dem Thema Frauen in Männerberufen befassten, sei das Thema Männer in Frauenberufen nicht relevant. Nach wie vor seien spezielle Angebote für Männer im Scheidungsfall Mangelware. Während es „Frauentage“, „Frauenwochen“ und ähnliches gebe, seien Männertage extrem selten. Grübel betonte: „Auch Männer haben Rechte.“
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