Der Begriff Maske (v. arab.: maskharat = Narr, Posse, Hänselei, Scherz) bezeichnet eine Gesichtsbedeckung. Masken werden seit Urzeiten in Theater und Kunst, aber auch zu religiösen und rituellen Zwecken eingesetzt. Des Weiteren gibt es diverse Masken, die dem Schutz des Gesichtes oder eines Teils davon dienen.
Ihrem Ursprung nach war die Maske ein vor dem Gesicht getragenes plastisches Gebilde (Larve) aus Holz, Leder, Ton, Tuch, heute auch Kunststoff oder wurde als Sammelbezeichnung der Verhüllung des Körpers verwendet.
Neben der Gesichtsmaske gebt es viele weitere Bedeutungen des Worte "Maske" in allen Bereichen von der Biologie über die Raumfahrt bis zur Soziologie.
Die alten Ägypter kannten Totenmasken aus Gold, mit denen sie ihre Toten unsterblich machten.
Seit dem Mittelalter verdrängt die Schminkmaske den festen Typus immer mehr. Lediglich im Clown des Zirkus, als Kostüm im Karneval, Fasching, Fastnacht, Halloween und vereinzelt in der Pantomime lebt die starre Maske im europäischen Raum weiter.
Die Halbmaske wird vor allem im Karneval in Venedig verwendet. Sie bedeckt nur einen Teil oder eine Hälfte des Gesichts. Die Halbmaske ist ursprünglich eine Theater- bzw. Sprechmaske gewesen. Sie erleichterte, etwa in der Italienischen Commedia dell'arte, den Schauspielern das laute und deutliche Sprechen.
In vier festen Ledermasken, die eindeutige Typen belegen - die bekanntesten sind der Harlekin und der Bajazzo -, bestehen sie seit der Renaissance in der Commedia dell'arte weiterhin fort.
Im japanischen und chinesischen Theater gibt es sowohl starre Masken als auch maskenhafte Make-ups.
Übertragen wurde bis ins 19. Jahrhundert der Begriff Maske auch für die Kombination von Halbmaske, Kostüm und Rolle für bestimmte Rollentypen gebraucht: Die so genannten Charaktermasken stellten beispielsweise den Doktor oder den Hans Wurst dar, die so genannten Nationalmasken "den Franzosen" oder "den Spanier"
Heute wird die Maske (im Sinne einer "Gesichtsverkleidung") im Theater und Film oft nur noch geschminkt.
In Anlehnung an all diese Masken wird auch heute noch bei Theater und Film der Raum, in dem der Maskenbildner arbeitet (wobei die Schauspieler dort meist nur geschminkt, frisiert, verkleidet und zurechtgemacht werden) einfach als "die Maske" bezeichnet.
In der Architektur wurde die Maske in der Gotik, Renaissance und im Barock gerne als Bauschmuck Wasserspeier, Türklopfer, Schlussstein usw. verwendet. Ein Beispiel dafür sind die Kriegermasken am Berliner Zeughaus von Andreas Schlüter (Architekt) 1697.
Kriminelle verwenden des öfteren Masken, um nicht erkannt zu werden. In vielen Kulturen ist es ein zusätzliche Straftat, wenn man während der Verübung einer Straftat maskiert ist. Oft wird auch das Tragen von Masken während Demonstration und Versammlungen unter Strafe gestellt.
Vor Gericht werden gefährdete Zeugen unter Umständen durch das Tragen einer Maske geschützt.
Schuhputzer in La Paz, Bolivien verhüllen sich das Gesicht, weil die Arbeit in diesem Bereich als gesellschaftliche Schande gesehen wird.
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