Mary Poppins ist die Hauptfigur in Romanen der australischen Schriftstellerin P. L. Travers (1899-1996). Die englische Ausgabe erschien erstmals 1934 bei G. Howe in London. Die deutsche Erstausgabe erschien 1952 im Dressler-Verlag. Die Übersetzung stammte von Elisabeth Kessel.
Als mit magischen Fähigkeiten ausgestattetes Kindermädchen sorgt Mary Poppins bei der englischen Familie Banks im London der vorletzten Jahrhundertwende für neue Beziehungen zwischen den Familienmitgliedern. Mit Mary Poppins erleben die Kinder Jane, Michael und die Zwillinge John und Barbara, die in der Disney-Verfilmung fehlen, fantastische Abenteuer, von denen Mary Poppins danach aber behauptet, dass sie überhaupt nicht stattgefunden hätten.
Im Roman ist Mary Poppins eine etwas eitle und kurz angebundene Person, die keine andere Meinung als ihre eigene zulässt. Das Buch hat keine durchgehende Handlung, sondern ist eine Sammlung von Kurzgeschichten, von denen nur wenige in die Disney-Verfilmung übernommen wurden (Ankunft, Marys Ausflug mit Bert in das Straßengemälde - im Buch allerdings ohne die Kinder -, die Geschichte mit dem lachenden Onkel Albert, die Szenen mit der Vogelfrau und die Abreise).
Der erste Mary-Poppins-Roman wurde 1964 von den Disney-Studios verfilmt. Die Handlung wurde ins Jahr 1910 verlegt. Im Unterschied zum Roman lebt der „Herr des Hauses“, Mr. Banks, nur für seine Bank-Karriere, seine Ehefrau ist ständig unterwegs als Frauenrechtlerin (Suffragette) und liefert so den Grund, dass die Erziehung, wie zu der Zeit bei reicheren Familien oft üblich, bei dem Kindermädchen hängen blieb. P. L. Travers war jedoch mit dieser Verfilmung nicht besonders zufrieden. Ihr passte die Umsetzung als Musikfilm nicht und insgesamt fand sie die Handlung zu süßlich umgesetzt. Trotzdem erfreut sich der Film (nicht nur) bei Kindern großer Beliebtheit und wurde einer der größten Erfolge der Disney-Studios.
1983 wurde das erste Buch auch für das russische Fernsehen verfilmt unter dem Titel "Meri Poppins, do svidaniya", mit Natalya Andrejchenko als Mary Poppins.
Im Jahr 2004 trat Julie Andrews in dem 10-minütigen animierten Film mit Live-Sequenzen „Eine verblüffend schlaue Katze“ (The Cat That Looked at a King) auf, der von den DisneyToon-Studios produziert wurde für die 40-jährige Jubiläumsausgabe des Films und der als Bonus auf der entsprechenden DVD veröffentlicht wurde. Der Film basiert auf einem Ausschnitt aus P. L. Travers Buch Mary Poppins Opens the Door und kann somit als Quasi-Minifortsetzung des originalen Films angesehen werden.
Der Film beginnt in der heutigen Zeit mit zwei englischen Kindern, die auf der Straße eine Kreidezeichnung ansehen und zwar an genau derselben Stelle, an der sie Bert im ersten Film gemalt hatte. Für diese Szene wurde die Kulisse von London des originalen Films (die in einem Lagerhaus erhalten blieb) noch einmal verwendet.
Die modern gekleidete Julie Andrews, begrüßt die Kinder und nimmt sie mit in das Bild, wo sie eine moralische Geschichte erleben. Ob Julie Andrews nun tatsächlich eine moderne Fassung der Mary Poppins spielt, bleibt dabei allerdings der Vorstellungskraft des Zuschauers bis zum Schluss überlassen.
Unter den Sprechern des Films ist in der Rolle der „Königin“ Sarah Ferguson zu finden, die Ex-Frau von Prinz Andrew, sowie die Stimmen von David Ogden Stiers und Tracey Ullman.
Neben den bekannten Liedern aus dem Film sind einige neue Titel enthalten. Dafür fehlen aber auch einige wenige Lieder aus dem Film, ein Beispiel hierfür ist „I Love To Laugh“. Einige der bekannten Lieder kommen zu anderen Gelegenheiten vor als im Film. Zum Beispiel gibt es im Musical die Szene mit dem Karusellpferdchenrennen nicht. Der dazu gehörende Song Supercalifragilisticexpialidocious wird zu einer anderen Szene gesungen. Die Handlung des Musicals ist näher an den Büchern als am Film. Mary Poppins ist etwas strenger als in der Filmversion und in zwei neuen Szenen wird ihre Magie dazu eingesetzt, die beiden Kinder Jane und Michael zu bestrafen. Diese Szenen können für sehr junge Zuschauer beängstigend sein. Aus diesem Grund bleibt Kindern unter fünf Jahren der Zutritt verwehrt.
Gab es zunächst noch technische Probleme mit der schwebenden Mary Poppins, sind diese inzwischen gelöst worden.
Zu den neuen Liedern, die im Film nicht vorkommen, gehören:
Filmtitel | Filmtitel 1964 | Familienfilm | Literarisches Werk | Literaturverfilmung | Disney-Film | Fantasyfilm | Musikfilm | Musical | Filmkomödie
Mary Poppins | Mary Poppins | Mary Poppins | מרי פופינס | Mary Poppins | Мэри Поппинс | Mary Poppins (film, 1964)
This article is licensed under the GNU Free Documentation License.
It uses material from the
"Mary Poppins".
Home Page • arts • business • computers • games • health • hospitals • home • kids & teens • news • physicians • recreation• reference • regional • science • shopping • society • sports • world