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Mary Pickford.jpg | Chaplin fairbanks pickford001.jpg Mary Pickford (* 8. April 1893 in Toronto, Kanada; † 29. Mai 1979 in Santa Monica, Kalifornien; gebürtig Gladys Louise Smith) war eine kanadische Schauspielerin der Stumm- und frühen Tonfilmzeit.

Leben und Werk


Im Alter von fünf Jahren stand sie zum ersten Mal auf der Bühne, tourte dann durch Kanada und die USA. Um 1907 feierte sie bereits Erfolge am Broadway, wo sie 1909 im Alter von 16 Jahren von D. W. Griffith entdeckt wurde. Sie begann ihre Filmkarriere bei der Biograph im selben Jahr. Pickford wird schnell zum Star. Bis 1912 spielte sie bereits in über 140 Filmen, zumeist kurze Einakter. Mit ihren kindlich-naiven Rollen - wie in den Filmen A good little devil (1913) oder The poor little rich girl (1917) - prägt sie ein Bild von sich, das nicht der Realität entsprach. Ganz im Gegenteil war Pickford geschäftsorientiert und wusste ihre Gage systematisch zu steigern. Sie entwickelte sich zum weltweit populärsten amerikanischen Star nachdem sie die Biograph verlassen hatte und für Adolph Zukor arbeitete.

1916 gründete sie bereits ihre eigene Film- und Verleihfirma (unter dem Dach von Paramount) und schloss 1918 kurze Zeit nach Charlie Chaplin einen Vertrag über eine Million Dollar mit First National ab. Sie erhielt volle Autonomie über ihre Filme, vom Drehbuch bis zum Final Cut. 1919 gründete sie gemeinsam mit Charlie Chaplin, David Griffith und ihrem späteren Ehemann Douglas Fairbanks sen. die Filmgesellschaft United Artists. Während ihrer Ehe von 1920 bis 1936 sind Pickford und Fairbanks die prominentesten Hollywoodschauspieler, sie lassen sich bei Reisen um die ganze Welt, so auch 1926 in der Sowjetunion, frenetisch feiern.

Ab der Komödie My best girl (1927) versucht Pickford, ihr Image ihrem Alter anzupassen. 1929 gewann sie für ihre Rolle in ihrem ersten Tonfilm Coquette den Oscar als beste Hauptdarstellerin. Ihr letzter Auftritt als Schauspielerin ist 1932/33 in Frank Borzages Secrets.

1937 gründet sie die Mary Pickford Cosmetic Company. Ihre letzten Anteile an United Artists verkauft sie 1953. Über sie erscheinen mehrere Bücher, so 1955 die Memoiren Sunshine and shadow. 1975 erhält sie einen Ehrenoscar.

Filme


  • 1909 The little teacher
  • 1910 The unchanging sea
  • 1911 Little red riding hood
  • 1912 Friends
  • 1912 The New York hat
  • 1912 The informer
  • 1914 A good little devil
  • 1914 Tess of the storm country
  • 1917 Poor little rich girl
  • 1919 Daddy long legs (Regie: Marshall Neilan)
  • 1920 Pollyanna
  • 1923 Rosita
  • 1926 Sparrows
  • 1927 My best girl
  • 1929 Coquette
  • 1929 The taming of the shrew
  • 1949 Die Marx-Brothers im Theater, als Produzentin

Literatur


  • Kevin Brownlow: Mary Pickford rediscovered. Rare pictures of a Hollywood legend, Abrams, New York 1999, ISBN 0-8109-4374-3
  • Lee Raymond: The films of Mary Pickford, Barnes, New York 1970, ISBN 0-498-07380-7
  • Robert Windeler: Sweetheart. The story of Mary Pickford, Praeger, New York 1973, ISBN 0-275-51410-5

Weblinks


US-Amerikaner | Schauspieler | Stummfilmschauspieler | Oscarpreisträger | Oscarpreisträger | Filmschauspieler | Frau | Geboren 1892 | Gestorben 1979

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