Mary Daly (* 16. Oktober 1928 in Schenectady, New York) ist eine US-amerikanische Theologin und radikale Feministin. Sie gilt als eine der Mütter der zweiten Welle der Frauenbewegung in den 1960er und 70er Jahren.
Daly wurde an der Universität Freiburg (Schweiz) in katholischer Theologie promoviert und unterrichtete 33 Jahre lang am Boston College.
Dalys feministische Gesellschaftsanalyse wird kontrovers diskutiert: während die einen ihr begeistert zustimmen, werfen andere ihr Sexismus sowie Männerdiskriminierung vor und klagen sie an, zum "Genderzid" aufzurufen. Sie wurde wegen Häresie aus der katholischen Kirche ausgeschlossen.
In ihrem Werk deckt Mary Daly die Unterdrückungsmechanismen auf, denen Frauen ihrer Ansicht nach in allen patriarchalen Kulturen ausgesetzt sind und zeigt Strategien auf, diesen zu begegnen. Als erste Autorin definierte sie den Radikalfeminismus, als dessen wichtigstes Ziel sie die Abschaffung des Patriarchats sieht, denn nur dadurch, so Daly, könne der Unterdrückung der Frauen Einhalt geboten und die gesellschaftlichen Geschlechtsunterschiede aufgehoben werden.
Frau | US-Amerikaner | Frauenrechtler | Römisch-katholischer Theologe (20. Jh.) | Geboren 1928
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