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Martinroda ist eine
Gemeinde im
Ilm-Kreis in
Thüringen in
Deutschland.
Geografie
Martinroda liegt zwischen dem
Thüringer Wald im Süden und den
Reinsbergen im Norden. Durch den Ort fließen der
Reichenbach und der Titterwind, beides Nebenflüsse der
Zahmen Gera. Markant in der Umgebung ist der Veronikaberg, die südlichste Spitze der Reinsberge. Er besteht aus Muschelkalk und ist von Buchen bewachsen. Nur 4 km südlich des Ortes liegt
Ilmenau.
Nachbargemeinden
Im Uhrzeigersinn, beginnend im Norden:
Neusiß -
Ilmenau -
Elgersburg -
Geraberg -
Angelroda
Geschichte
Die Gemeinde wurde
1219 erstmalig
Mainharderode erwähnt. Die Geschichte des Ortes ist eng mit der Ilmenaus verknüpft. So gehörte Martinroda immer zum gleichen Staat wie Ilmenau. Die längste Zeit (von
1661 bis
1920) gehörte Martinroda zum Amt Ilmenau im Großherzogtum
Sachsen-Weimar-Eisenach. Martinroda lag im Mittelalter an der wichtigen Handelsstraße
Erfurt -
Nürnberg, deren Verlauf der heutigen
B4 ähnelte. Diese Straße wurde
1805 bis
1809 zwischen
Plaue und
Ilmenau befestigt. Sie trug den Namen
Marienstraße nach der Herzogin, die ihren Bau einst finanzierte,
Maria Pawlowna. Im Martinrodaer Ortsgebiet heißt die Hauptstraße noch heute Marienstraße.
1883 bekam Martinroda ein Schulgebäude, welches
1901 nochmals erweitert wurde. Die Martinrodaer lebten früher vom Sandabbau. Sand wurde in Gruben rund um den Ort abgebaut und auf Märkten in der Umgebung verkauft. Das brachte den Einwohnern den Namen
Sandhasen ein. Es existieren auch zahlreiche volkstümliche Lieder und Gedichte über die Martinrodaer Sandhasen. In Martinroda gab es früher eine Porzellanfabrik. Von
1920 bis
1952 gehörte der Ort zum
Landkreis Arnstadt. Der Landkreis wurde
1952 geteilt und Martinroda gehörte fortan zum
Kreis Ilmenau.
1994 wurden die Kriese Ilmenau und Arnstadt unter dem Namen Ilm-Kreis wieder vereint.
Politik
Martinroda gehört der
Verwaltungsgemeinschaft Geratal an. Sitz der Gemeindeverwaltung ist das 2 km westlich gelegene
Geraberg.
Gemeinderat
Der Rat der Gemeinde Martinroda besteht aus 8 Ratsfrauen und Ratsherren.
(Stand: Kommunalwahl am 27. Juni 2004)
Bürgermeister
Der ehrenamtliche Bürgermeister Günther Hedwig wurde am 27. Juni 2004 gewählt.
Wirtschaft und Verkehr
Martinroda ist von Landwirtschaft geprägt. Davon zeugen noch die Silos und Betriebsanlagen der
LPG nördlich des Ortes. Heute sind die meisten Einwohner Martinrodas Pendler, die nach Ilmenau zur Arbeit fahren. Die alten Industrieflächen am Bahnhof sind als Gewerbegebiet ausgewiesen.
Martinroda liegt an der ehemaligen B4, die Erfurt mit Ilmenau verband. Straßen führen außerdem nach Geraberg und Heyda. Der Ort hat auch einen Bahnanschluss an der Strecke Erfurt-Ilmenau. Der Bahnhof liegt ca. 2 km nördlich des Ortes.
Weblinks
Ort in Thüringen | Ilm-Kreis