article

Martin Schongauer, Christi Geburt (1480) (2).jpg Martin Schongauer (* um 1450 in Colmar; † 2. Februar 1491 in Breisach) war ein deutscher Maler und Kupferstecher. Er gilt neben Meister E. S. als der bedeutendste Pionier der deutschen Kupferstecherei der Spätgotik und besaß einen so guten Ruf, dass Albrecht Dürer bei ihm in Lehre gehen wollte und Michelangelo nach seinen Kupferstichen kopierend zeichnete.

Etwa um das Jahr 1450 wurde Schongauer im elsässischen Colmar als Sohn eines Goldschmiedes, der ursprünglich aus Augsburg stammte, geboren.

Für 1465 gilt eine Immatrikulation Schongauers an der Universität Leipzig als beurkundet. 1466 bis 1469 ging Schongauer vermutlich (umstritten) bei Caspar Isenmann, der von der niederländischen Malerei fasziniert war, in die Lehre. Dieser regte ihn zu Reisen in die Niederlande und nach Burgund an, wo er das Werk Rogiers van der Weyden „Das jüngste Gericht“ kennenlernte. Es ist wahrscheinlich, dass ihn dessen Gemälde sowie die Werke von Dierick Bouts und Jan van Eyck stark beeinflussten.

Um 1470 zog Schongauer wieder nach Colmar, wo er aufgrund seines inzwischen beachtlich angereicherten Vermögens mehrere Grundbesitze unter seinem Namen beurkunden ließ.

Einen großen Teil seiner Arbeit widmete er ab 1489 dem großen Auftrag mit Wandmalereien im Münster von Breisach. Er verstarb überraschend am 2. Februar 1491.

Von seinen Arbeiten sind 116 Kupferstiche bekannt, die meisten davon wurden erstmals mit einem Monogramm versehen. Auf das Frühwerk von Dürer hatten die Arbeiten Schongauers großen Einfluss. Mit seinen Kupferstichen trug Schongauer auch dazu bei, den Stil und die Bildideen flämischer Meister zu verbreiten.

Werke (Auswahl)


Image:Martin Schongauer 002.jpg|''Heilige Familie Image:Martin Schongauer 001.jpg|''Anbetung der Hirten Image:SchongauerEcceHomo.jpg|''Ecce Homo Image:Martin Schongauer 004.jpg|''Porträt einer jungen Frau Martin Schongauer 003.jpg

  • Heiliger Antonius, von Dämonen gepeinigt, vor 1473 (Dresden, Staatliche Kunstsammlungen, Kupferstich-Kabinett)
  • Madonna im Rosenhag, 1473 (Colmar, Église des Dominicains)
  • Heilige Familie, 1475-1480 (Wien, Kunsthistorisches Museum)
  • Teile des Marienaltars Orlier-Altar (Colmar, Musée d'Unterlinden)
  • Jüngstes Gericht, Fresken und Wandmalereien, um 1489 (Breisach, Münster)
  • Heilige Familie (München, Alte Pinakothek)

Literatur


  • Marianne Bernhard (Hrsg.): Martin Schongauer und sein Kreis. Druckgraphik, Handzeichnungen. Südwest-Verlag, München 1986, ISBN 3-517-00728-5
  • Stephan Kemperdick: Martin Schongauer. Eine Monographie. Imhof, Petersberg 2004, ISBN 3-937251-33-2
  • Franz Winzinger: Die Zeichnungen Martin Schongauers. Dt. Verein für Kunstwissenschaft, Berlin 1962
  • Martin Schongauer. Die Restaurierung des Jüngsten Gerichtes in Breisach; Aspekte zu Leben, Werk und Zeit. Katalog der Ausstellung Kunstkreis Radbrunnen Breisach, Breisach 1991

Mann | Deutscher | Elsässer | Kupferstecher | Deutscher Maler | Geboren 1450 | Gestorben 1491

Martin Schongauer | Martin Schongauer | Martin Schongauer | Martin Schongauer | Martin Schongauer

 

This article is licensed under the GNU Free Documentation License. It uses material from the "Martin Schongauer".

Home Pageartsbusinesscomputersgameshealthhospitalshomekids & teensnewsphysiciansrecreationreferenceregionalscienceshoppingsocietysportsworld