Martin Schiele (* 17. Januar 1870 in Groß Schwarzlosen/Altmark; † 16. Februar 1939 in Suckow/Mecklenburg) war ein deutscher Politiker (DNVP, CNBL).
Von August 1928 bis Oktober 1930 war Schiele Präsident des Reichslandbundes, der Interessenvertretung der Landwirte im Deutschen Reich. Der Reichslandbund war von nationalkonservativen Großargrariern beherrscht, die ihn nach seinem Parteiwechsel zur eher kleinbäuerlichen CNBL zum Rücktritt zwangen.
Schiele war von 1914, als er für den Sozialdemokraten Haupt nachgewählt wurde, bis 1918 Reichstagsabgeordneter für den Wahlkreis Jerichow. Er gehörte 1919/20 der Weimarer Nationalversammlung an und war anschließend bis 1930 erneut Reichstagsabgeordneter.
Vom 30. März 1930 bis zum 30. Mai 1932 hatte er unter Heinrich Brüning (ZENTRUM) erneut das Amt des Reichsernährungsministers inne. Auch in dieser Amtszeit organisierte er mehrere Hilfsprogramme, unter anderem die "Osthilfe", für die Landwirtschaft. Ziel war vor allem die Schaffung eines stabilen Binnenmarktes mittels agrarprotektionistischer Maßnahmen.
siehe auch: Kabinett Luther I, Kabinett Marx IV, Kabinett Brüning I, Kabinett Brüning II
Mann | Deutscher | DNVP-Mitglied | CNBL-Mitglied | Reichsminister (Deutschland) | Reichstagsabgeordneter | Geboren 1870 | Gestorben 1939
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