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Martin Chemnitz (* 9. November 1522 in Treuenbrietzen, † 8. April 1586 in Braunschweig) war ein lutherischer Theologe und Reformator

Leben & Wirken


Der Sohn eines Tuchmachers musste das Studium der Mathematik und Astrologie aus finanziellen Gründen dreimal durch Annahme einer Schulstelle unterbrechen. Als er Königsberg, wo er sich seit 1549 der Theologie zugewandt hatte, infolge seiner Parteinahme gegen Andreas Osiander verlassen musste, zog er 1553 nach Wittenberg über und wurde 1554 Pfarrer und 1567 Superintendent in Braunschweig. Sein theologisches Hauptwerk ist das Examen concilii Tridentini (1565-73), eine kritische Auseinandersetzung mit dem Konzil von Trient. Er lieferte einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung der lutherischen Orthodoxie. In Königsberg verfasste er 1567 mit Joachim Mörlin das Corpus doctrinae Pruthenicum, in Wittenberg seine Loci theologici und in Braunschweig 1569 das Corpus doctrinae Julium; ebenfalls beteiligt war er an der Abfassung der Konkordienformel.

Literatur


  • Reinhard Mumm, Die Polemik des Martin Chemnitz gegen das Konzil von Trient, Naumburg 1905.

Weblinks


Lutherischer Theologe (16. Jh.) | Reformator | Mann | Deutscher | Geboren 1522 | Gestorben 1586

Martin Chemnitz | Martin Chemnitz

 

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