Martin Büsser (* 1968) ist ein deutscher Autor und Verleger mit Schwerpunkt Popkultur.
Büsser studierte Vergleichende Literaturwissenschaft, Kunstgeschichte und Theaterwissenschaft in Mainz. In den 1980er und 1990er Jahren war er für das Punk- und Hardcore-Fanzine "Zap" tätig, für das er diverse Interviews führte, unter anderem mit Henry Rollins, Courtney Love, den Butthole Surfers, Half Japanese, Sonic Youth, den Flaming Lips und Nirvana. Er sorgte innerhalb der Hardcore-Punk-Bewegung für zahlreiche Debatten, weil er den engstirnigen Musikgeschmack der Szene nicht akzeptierte, sondern auch über Künstler wie Heiner Goebbels oder John Zorn schrieb. Seit Mitte der 1990er arbeitet er als freier Journalist mit den Schwerpunkten Popkultur, Musik, Film, Gender Studies und zeitgenössische Kunst, unter anderem für konkret, die Süddeutsche Zeitung, WoZ, Intro, Jazzthetik und Emma. Er ist Mitbegründer und -herausgeber der seit 1995 im Mainzer Ventil Verlag erscheinenden Buchreihe "testcard - Beiträge zur Popgeschichte". Er arbeitet auch als Lektor und Co-Verleger des Verlags.
Er ist auch Mitarbeiter bei mehreren Anthologien, u.a. "Kursbuch Jugendkultur" (Hg. von SpoKK, 1997), "Pop und Mythos" (Hg. von Heinz Geuen und Michael Rappe, 2001), "Text + Kritik Sonderband: Pop-Literatur" (Hg. von Heinz Ludwig Arnold, 2003) sowie am "Neuen Funkkolleg Popkultur" für den Hessischen Rundfunk (1998). 2005 Mitarbeit am Buch-CD-Projekt "I Can't Relax in Deutschland" gegen den zunehmenden Pop-Nationalismus in Deutschland.
Mann | Deutscher | Autor | Verleger | Geboren 1968
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