article

Martin Böttger (* 14. Mai 1947 in Frankenhain) war ein Vertreter der Bürgerrechtsbewegung in der DDR.

Böttger studierte 1965 bis 1970 Physik an der TU Dresden und war bis 1972 Bausoldat. Seit 1972 war er in der kirchlichen Friedensarbeit aktiv. Bis 1976 war er als Programmierer bei Robotron Karl-Marx-Stadt, bis 1979 beim Versorgungskontor Leder und bis 1983 als wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der Deutschen Bauakademie tätig. 1982 promovierte er an der TU Dresden zur technischen Mechanik.

1976 und 1980 wurde er nach der Teilnahme an Maidemonstrationen mit einem selbstgefertigten Transparent vom MfS „zugeführt“ und im September 1983 wegen „versuchter Teilnahme an einer Menschenkette zum Weltfriedenstag“ verhaftet. Ab 1985 war Böttger als Programmierer beim Kombinat Minol beschäftigt. Er war 1985 Mitbegründer der Initiative Frieden und Menschenrechte (IFM), deren Arbeitsgruppe „Menschenrechte und Justiz“ er leitete, und war an der Herausgabe und Verbreitung von Samisdat-Zeitschriften beteiligt.

1989 war er Mitbegründer des Neuen Forum im Bezirk Karl-Marx-Stadt. Im März 1990 wurde er auf der Liste von Bündnis 90 in die Volkskammer gewählt, gab aber das Mandat an Werner Schulz ab. Bis 1994 war er Abgeordneter des Sächsischen Landtages. Ab 1994 war er Geschäftsführer einer Seniorenpflegeeinrichtung in Kirchberg. Seit 2001 ist er Leiter der Chemnitzer Außenstelle der Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR.

Böttger ist aktiver Orgelspieler.

Mann | Deutscher | Politiker (DDR) | Neues-Forum-Mitglied | Geboren 1947

 

This article is licensed under the GNU Free Documentation License. It uses material from the "Martin Böttger".

Home Pageartsbusinesscomputersgameshealthhospitalshomekids & teensnewsphysiciansrecreationreferenceregionalscienceshoppingsocietysportsworld