Die Marmelade (von portug. marmelo für Quitte, aus dem griech. melimelon „Honigapfel“) ist ein Brotaufstrich, der aus mit Zucker eingekochten Früchten hergestellt wird, üblicherweise im Gewichtsverhältnis 1:1 (1 Kilogramm Früchte auf 1 Kilogramm Zucker).
Zumindest die Bitterorangenmarmelade wurde in Dundee, Schottland, von der Kaufmannsfrau Janet Keiller "erfunden". Gegen Ende des 18. Jahrhunderts war ein spanisches Handelsschiff aus der Region Sevilla durch aufkommenden Sturm gezwungen, den Hafen dieser Stadt anzulaufen. An Bord hatte es eine große Menge nicht mehr ganz so frische Bitterorangen, welche ihr Ehemann, der schottische Händler James Keiller, als ein Schnäppchen erstand, und seine Frau auf Grund der nahezu Ungenießbarkeit der Früchte im Rohzustand dazu brachte, diese kleinstgehackt mit sehr viel Zucker einzukochen, um sie damit letztlich erfolgreich in eine gut verkaufsfähige Leckerei zu verwandeln http://www.arte-tv.com/de/wissen-entdeckung/chic/kleine-geschichte/1248338.html. Die sich schnell entwickelnde allgemeine Nachfrage ließ bald eine fabrikmäßige Produktion für die später berühmte schottische Bitterorangenmarmelade entstehen und 1797 gründete dann die Familie Keiller bei Dundee die erste Marmeladenmanufaktur der Welt http://www.wdr.de/tv/tour/schottland.phtml Dundee Marmelade
Bei Konfitüre wird die Reglementierung noch komplizierter. Denn im Gegensatz zur Konfitüre kann eine Marmelade (auch) aus mehreren Fruchtsorten bestehen.
Sind die einzelnen Früchte noch erkennbar, sichtbar und spürbar, wird Marmelade auch jam genannt, zumindest in Großbritannien. Marmelade, zu deren Herstellung keine ganzen Früchte, sondern Fruchtsaft benutzt wurde, nennt man Gelee.
Natursüße Produkte von ähnlicher Beschaffenheit müssen in Deutschland als Brotaufstrich bezeichnet werden.
In Österreich hat zwar die Industrie die Bezeichnungen schon weitgehend auf die Bezeichnung Konfitüre umgestellt, trotzdem ist die Bevölkerung nicht bereit, diese Bezeichnung zu übernehmen. 2003 ist ein Streit ausgebrochen, bei dem der österreichische Staat und die EU sich gegenseitig die Schuld zuschoben, den Begriff Marmelade nicht geschützt zu haben und die Österreicher ihrer Regierung vorwarfen, drei Termine, um eine Sonderregelung zu beantragen, nicht genutzt zu haben. Ein Hersteller hatte in der EU-Verordnung „Konfitüren“ einen Passus entdeckt, der besagt, dass „der in Österreich verbreitete Ausdruck Marmelade als zusätzliche, so genannte nicht irreführende Sachbezeichnung erlaubt ist“. Er rechnete damit, dass er groß „Marillenmarmelade“ aufs Etikett schreiben kann, und „Konfitüre“ nur klein darunter stehen muss.
Ende 2003 hat die EU-Kommission eine Ausnahmegenehmigung vorgelegt, nach der Kleinerzeuger ihre eingekochten Früchte wie früher als Marmelade bezeichnen dürfen. Diese Gesetzesänderung wurde im Juni 2004 auch vom EU-Parlament bestätigt. Das bedeutet, dass im Inland die bisherige Bezeichnung Marmelade generell erlaubt ist, nur auf Packungen für den Export muss Konfitüre aufgedruckt sein. Die selbe Ausnahme gilt bereits für Dänemark und Griechenland.
Sehr beliebt ist die Marillenmarmelade, die als Füllung für die Faschingskrapfen dient.
Jam | Confiture | ריבה | Marmelada | Marmellata | ジャム | Jam (broodbeleg) | Syltetøy | Dżem | Compota | Marmelad
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