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Wappen Karte
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Wappenabbildung
auf ngw.nl
Karte_marktoberdorf_in_deutschland.png
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Ostallgäu
Geografische Lage:
Höhe: 727 bis 790 m ü. NN
Fläche: 95,25 km²
Einwohner: 18.462 (30. Juni 2005)
Bevölkerungsdichte: 194 Einwohner je km²
Postleitzahl: 87616
Vorwahl: 08342
Kfz-Kennzeichen: OAL
Gemeindeschlüssel: 09 7 77 151
Adresse der
Stadtverwaltung:
Richard-Wengenmeier-Platz 1
87616 Marktoberdorf
Offizielle Website: Stadt Marktoberdorf
Politik
Bürgermeister: Werner Himmer (FW)

Marktoberdorf ist die Kreisstadt des Landkreises Ostallgäu im bayerischen Regierungsbezirk Schwaben. Der staatlich anerkannte Erholungsort liegt im Allgäuer Alpenvorland.

Geografie


Nachbargemeinden

Im Umkreis von weniger als 25 km befinden sich Kempten (Allgäu-Metropole), Füssen (Schloss Neuschwanstein, an der Grenze zu Österreich), Bad Wörishofen (Kurort) und Schongau in Oberbayern. Die nächstgrößere Stadt Kaufbeuren ist etwa 12 km von Marktoberdorf entfernt.

Stadtgliederung

Das Gebiet der Stadt Marktoberdorf besteht aus der eigentlichen Stadt Marktoberdorf und den früheren Gemeinden Bertoldshofen, Geisenried, Leuterschach, Rieder, Sulzschneid und Thalhofen a.d.Wertach, die im Zuge der Gemeindegebietsreform 1972 und 1978 der Stadt Marktoberdorf angegliedert wurden. Als Ortsteil existiert u. a. Burk.

Geschichte


Der Ort Oberdorf entstand in Abgrenzung zum älteren Altdorf (heute eine Gemarkung des benachbarten Biessenhofen) und gehörte bis zum Reichsdeputationshauptschluß von 1803 als Pflegamt Oberdorf zum Hochstift Augsburg. 1453 erhielt der Ort das Marktrecht (Markt Oberdorf) mit wichtigen Eigenrechten. Seit 1803 gehört der Ort zu Bayern. 1953 wurde ihm das Stadtrecht verliehen und der Name geändert zu Marktoberdorf. Die Stadt war bis 1972 Sitz der Verwaltung des Landkreises Marktoberdorf; seit dessen Zusammenlegung mit den Altlandkreisen Füssen und Kaufbeuren hat hier die Verwaltung des Landkreises Ostallgäu ihren Sitz.

Stadtwappen

Das Stadtwappen zeigt in Silber mittig den Stadtpatron Sankt Martin wachsend in goldener Rüstung, wie er mit einem Schwert in der Rechten einen Teil seines roten Mantels für einen, rechts unten dargestellten, nackten Bettler abtrennt. Das Wappen wurde nach dem Patron der Stadtpfarrkirche in Marktoberdorf, dem Wahrzeichen der Stadt, gewählt. Es stammt ursprünglich aus dem Jahr 1745 und wurde 1837 zur beschriebenen Form vereinfacht, 1928 erneut angenommen.

Politik


Stadtrat

Der Stadtrat hat 24 Mitglieder:

(Stand: Kommunalwahl am 3. März 2002)

Städtepartnerschaften und Patenstadt

  • Waldmünchen in der Oberpfalz
  • Seit 1957 Patenstadt für die Stadt und den ehemaligen Landkreis Hohenelbe (Riesengebirge).

Kultur und Sehenswürdigkeiten


Theater

  • Veranstaltungshaus MODEON
  • mobile: Theaterschule, Kleinkunstbühne

Museen

  • Riesengebirgsmuseum
  • Paul-Röder-Museum
  • Stadtmuseum
  • Heimatmuseum im Hartmannhaus
  • Künstlerhaus Marktoberdorf, zeitgenössische Kunst
  • Dr.-Geiger-Haus

Musik

Bauwerke

Marktoberdorf2003-1Kirche.jpg
  • Stadtpfarrkirche St. Martin mit Grabkapelle für den letzten Fürstbischof von Augsburg und letzten Erzbischof/Kurfürsten von Trier Clemens Wenzeslaus von Sachsen.
  • Pfarrkirche St. Michael in Bertoldshofen
  • Frauenkapelle von 1475
  • ehemaliges Fürstbischöfliches Schloss mit der 2km langen sog. Kurfürstenallee. Das Schloss war ein Sommersitz des Kurfürsten Clemens Wenzeslaus von Sachsen.
  • Künstlerhaus Marktoberdorf, moderner Bau der Architekten Valentin Bearth und Andrea Deplazes, Chur (Schweiz)

Grünanlagen

  • Luitpoldhöhe (genannt Buchel)
  • Kurfürstenallee: 2 km lange Lindenallee aus der Barockzeit, zwischen dem ehemaligen kurfürstlichen Schloss und dem sog. "Tempel".

Sport und Freizeit

  • Am ehemaligen Kurfürstenschloss beginnt der sogenannte Prälatenweg, ein thematischer Weitwanderweg, der durch das Voralpenland bis nach Kochel am See in Oberbayern führt.
  • Von Marktoberdorf nach Lechbruck führt ein Radwanderweg auf der Trasse einer stillgelegten Bahnlinie. Er ist Teil der sogenannten Dampflokrunde.

Regelmäßige Veranstaltungen

  • NATO International Summer School (Veranstalter: NATO Advanced Study Institute on Logic, Algebra, and Computation)
  • Musica Sacra International Musikfestival

Wirtschaft und Infrastruktur


Verkehr

Die Stadt liegt an der Bahnstrecke Kaufbeuren - Füssen, es fahren viele Züge direkt nach München oder Augsburg.

Marktoberdorf hat direkte Verbindungen zu den Bundesstraßen B 12 (soll demnächst vier-spurig ausgebaut werden), B 16 und B 472 und somit auch Anschluss an die Autobahnen A 7 und A 96.

Wirtschaft

Das bekannteste und größte Unternehmen aus Marktoberdorf mit knapp 2000 Mitarbeitern ist die Produktionsstätte des Traktorenherstellers AGCO-Fendt (ehemals Fendt, 1997 an AGCO verkauft, der Name Fendt ist nur noch erhalten als Premium-Marke im Konzern).

In Marktoberdorf befindet sich außerdem die Produktionsstätte (ehemals Brauerei Sailer) des Allgäuer Brauhauses, heute zur Radeberger Gruppe gehörend. Auch weitere große Firmen wie Hubert Schmid, Xaver Schmid und Rösle Metallwaren sind hier zu Hause.

Medien

  • Die Lokalredaktion Marktoberdorf der Allgäuer Zeitung produziert einen Lokalteil des Blattes.

Öffentliche Einrichtungen

  • Landratsamt
  • Gesundheitsamt
  • Vermessungsamt
  • Kreiskrankenhaus

Bildung

  • Schulzentrum mit Gymnasium, Realschule, Hauptschule, Berufsschule und Internat
  • Volkshochschule
  • Stadtbücherei

Persönlichkeiten


Söhne und Töchter der Stadt

  • Karl Meichelbeck (* 29. Mai 1669; 2. April 1734 in Benediktbeuern), war ein Benediktinerpater und Kirchenhistoriker.
  • Johann Georg Fischer (* 21. Januar 1673; † 24. April 1747 in Füssen) war ein deutscher Baumeister des Barock bzw. Rokoko.
  • Genovefa Weber, geb. Brenner (* 2. Januar 1764; † 13. März 1798 in Salzburg), war eine Opernsängerin und Schauspielerin, Mutter des Komponisten Carl Maria von Weber.
  • Alois von Frölich, Arzt und Botaniker
  • Hermann Regner (* 12. Mai 1928) ist ein deutscher Musikpädagoge und Komponist.
  • Johann Mühlegg (* 8. November 1970) ist einer der bekanntesten deutschen Wintersportler (hauptsächlich Skilanglauf).
  • Das jüdische Mädchen Leni, Hauptperson in dem nach einer wahren Begebenheit der Zeit des Nationalsozialismus entstandenen Film Leni muss fort von Leo Hiemer, wurde in Marktoberdorf geboren.

Weitere Persönlichkeiten, die mit der Stadt in Verbindung stehen

  • Clemens Wenzeslaus von Sachsen, (* 28. September 1739 auf Schloss Hubertusburg in Wermsdorf bei Leipzig; † 27. Juli 1812 in Marktoberdorf), ehemaliger Kurfürst und Erzbischof von Trier und Fürstbischof von Augsburg, Grabstätte in Marktoberdorf beim ehemaligen Schloss.
  • Johann Georg Fendt (* 1868; † 1933), gelernter Schlosser, Mitbegründer des Traktorenherstellers Fendt.
  • Raimund Harmstorf (* 7. Oktober 1940 in Hamburg; † 3. Mai 1998 in Marktoberdorf) war ein deutscher Schauspieler.
  • Ludwig Wilhelm Fischer (1817 - 1890), Landrichter und Heimatforscher.
  • Joseph Anton Merz (1681 - 1750), Künstler.

Literatur


  • Maria Bauer: Marktoberdorf heute und morgen, Kempten: AVA, Verl. Allgäu, 2001, ISBN 3-924809-73-9
  • Maria Bauer: Unser Marktoberdorf: Wege und Begegnungen, Kempten: Allgäuer Zeitungsverl., 1990, ISBN: 3-88006-149-1
  • Mechtild Becker: Marktoberdorf (Die Reihe Archivbilder) *, Erfurt: Sutton, 2002, ISBN 3-89702-438-1
  • Rainer Christlein: Das alamannische Reihengräberfeld von Marktoberdorf im Allgäu (Materialhefte zur bayerischen Vorgeschichte; H. 21), Kallmünz/Opf.: Lassleben, 1966
  • Richard Dertsch: Landkreis Marktoberdorf, (Historisches Ortsnamenbuch von Bayern: Schwaben; Bd. 1), München: Kommission f. Bayer. Landesgeschichte, 1953
  • Claudia Eisinger-Schmidt (Verf.), Komm. für Bayer. Landesgeschichte München (Hrsg.): Marktoberdorf (Historischer Atlas von Bayern: Teil Schwaben: Reihe 1; H. 14) , Kallmünz: Lassleben, 1985. Zugl.: München, Univ., Diss., 1982 u.d.T.: Eisinger-Schmidt, Claudia: Herrschaftsentwicklung und Herrschaftsstrukturen im östlichen Allgäu beiderseits der Wertach, ISBN 3-7696-9935-1
  • Reinhard Heydenreuter Konrad Ackermann und Manfred Pix im Auftr. des Bayerischen Sparkassen- und Giroverbandes: Marktoberdorf: kurfürstlicher Sommersitz im Ostallgäu (Bayerische Städtebilder: Schwaben) , Stuttgart: Dt. Sparkassenverl., 1997, ISBN 3-09-303837-5
  • Michael Petzet: ''Landkreis Marktoberdorf (Kurzinventar), (Bayerische Kunstdenkmale; 23), München: Deutscher Kunstverl., 1966
  • Alois Regner: Bausteine zur Heimatkunde des Landkreises Marktoberdorf, Marktoberdorf: Kreisverband Marktoberdorf im Heimatbund Allgäu e.V., 1959
  • Alois Regner (Verf.), Kreisverband Marktoberdorf im Heimatbund Allgäu e.V. (Hrsg.): 500 Inschriften auf Gedenksteinen, Gedenktafeln, öffentlichen Gebäuden, Epitaphien, Votivtafeln und Kirchenglocken im Landkreis Marktoberdorf (Inschriften-Sammlung in Bayrisch-Schwaben), Marktoberdorf : Kreisverband Marktoberdorf im Heimatbund Allgäu e.V., 1958

Weblinks


Ort in Bayern | Ostallgäu

Marktoberdorf | Marktoberdorf

 

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