| Wappen | Karte |
|---|---|
| Wappen markkleeberg.png | Karte Markkleeberg in Deutschland.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Sachsen |
| Regierungsbezirk: | Leipzig |
| Landkreis: | Leipziger Land |
| Geografische Lage: | |
| Höhe: | 132 m ü. NN |
| Fläche: | 31,36 km² |
| Einwohner: | 23.772 (30. September 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 758 Einwohner je km² |
| Postleitzahlen: | 04416 |
| Vorwahl: | 0341 |
| Kfz-Kennzeichen: | L |
| Gemeindeschlüssel: | 14 3 79 450 |
| Gemeindegliederung: | 9 Ortsteile |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Rathausplatz 1 04416 Markkleeberg |
| Offizielle Website: | www.markkleeberg.de |
| E-Mail-Adresse: | zb@stadt-markkleeberg.de |
| Politik | |
| Bürgermeister: | Dr. Bernd Klose (SPD) |
Markkleeberg ist eine Große Kreisstadt in Sachsen.
Markkleeberg liegt am südlichen Rand von Leipzig im Landkreis Leipziger Land am Fluss Pleiße.
Angrenzende Gemeinden sind neben der Stadt Leipzig auch die Städte Böhlen und Zwenkau sowie Großpösna.
Die Stadt Markkleeberg wurde im Jahr 1934 als Zusammenschluss der Orte Oetzsch-Markkleeberg und Gautzsch gegründet. Da den Nationalsozialisten der Name der bei weitem größeren Gemeinde Gautzsch wegen seiner slawischen Herkunft nicht geeignet schien und sich auch der künstliche Vorschlag Auenwalde nicht durchsetzen konnte, wählte man als Namen der neuen Stadt den der kleinsten Ursprungsgemeinde, Markkleeberg. Sofort wurden alle slawischen Namen der Ortsteile ausgetilgt, so wurde aus Gautzsch Markkleeberg-West, aus Oetzsch-Raschwitz Markleeberg-Mitte und – als logische, aber unsinnige Konsequenz – aus dem eigentlich ohnehin deutschen Namen Markkleeberg Markkleeberg-Ost.
Später wurden die Ortschaften Großstädteln, Zöbigker, Prödel (mit Cospuden), Gaschwitz und Wachau eingemeindet, diese durften ihre Namen aber behalten. Die vom Sächsischen Landtag bereits beschlossene Eingemeindung Markkleebergs nach Leipzig zum 1. Januar 1999 wurde durch Klage beim Sächsischen Verfassungsgericht im Jahr 1999 abgewendet.
Am 16. Oktober 1813 war der Bereich Wachau ein Hauptschauplatz der Völkerschlacht, der verlustreichsten Schlacht der Befreiungskriege gegen Napoleon in Deutschland. Während des Zweiten Weltkrieges war Markkleeberg alliierten Bomberangriffen ausgesetzt und wurde am 18. April 1945 von amerikanischen und nach deren Abzug am 24. Juni 1945 von sowjetischen Truppen besetzt.
In der DDR war Markkleeberg vor allem durch die Landwirtschaftsausstellung „agra“ bekannt.
Die südlich von Markkleeberg gelegenen Braunkohlentagebaue Espenhain und Cospuden stellten zwischen 1990 und 1994 ihre Förderung ein und werden seither saniert und renaturiert. Dabei wurden erneute archäologische Ausgrabungen auf dem bekannten paläolithischen „Fundplatz Markkleeberg“ möglich. Mittlerweile entstehen in der Bergbaufolgelandschaft große Seen und ausgedehnte Waldgebiete mit hohem Freizeitwert.
Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 1960 31. Dezember):
Markkleeberg besteht aus folgenden Ortsteilen:
Markkleeberg ist die Partnerstadt von Pierre-Benite (Frankreich), Zărneşti (Rumänien), Neusäß (bei Augsburg) und Hemmingen (bei Hannover).
Bei der letzten sächsischen Gemeindegebietsreform 1999 sollte die Stadt Markkleeberg nach Leipzig eingemeindet werden. Die Stadt klagte jedoch erfolgreich dagegen und blieb bis auf Weiteres eigenständig. Die Eingemeindung wird jedoch weiterhin angestrebt, gleichwohl gelten die nächsten 20 Jahre als „sicher“. Die Zwangseingemeindung, die im Übrigen die Bürger von Markkleeberg strikt ablehnen, könnte sich als schwierig erweisen, da die Stadt inzwischen den Status einer „Großen Kreisstadt“ besitzt.
Die Stadt liegt an der Bundesstraße B 2 und ist an die Straßenbahn-, S-Bahn- und Busnetze der Stadt Leipzig und des Umlandes angebunden.
Über die Anschlussstelle Leipzig-Süd ist Markkleeberg seit Mai 2006 von der Bundesautobahn A 38 aus Richtung Göttingen zu erreichen. Der Streckenabschnitt der Gegenrichtung, von der A 14 aus Richtung Dresden bis Leipzig-Süd, soll bis Ende 2006 folgen.
Es gibt vier Grundschulen, eine Realschule, ein Gymnasium mit angeschlossenem Internat und einen Fachbereich der Leipziger Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK, FH).
Auch im Sport hat sich Markkleeberg mittlerweile einen Namen gemacht. Drei Sportvereine repräsentieren die Stadt auch überregional:
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