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Brandenburg-Schwedt ist der Name eines historischen Fürstentums im Norden Brandenburgs, dass von einer Seitenlinie der Hohenzollern regiert wurde.

Nach dem Dreißigjährigem Krieg verpfändet Friedrich Wilhelm (der Große Kurfürst) - aus Geldmangel - das Gebiet um Schwedt für 25.000 Taler an den Grafen Varrenbach. Dieser will aus seinem Pfandobjekt so viel Gewinn wie möglich herausholen und unterdrückt die Bevölkerung. Als der Erfolg nicht seinen Erwartungen entspricht, tritt er 1670 die Herrschaft für 26.500 Taler an die zweite Gemahlin des "Großen Kurfürsten", Dorothea, ab - diese wollte damit ihrer Söhne finanziell absichern, da diese keinen Anspruch auf Teilhabe an der Regierung in Kurbrandenburg hatten. Durch Kauf von weiteren Grundherrschaften umfaßt der Besitz schließlich 3 Städte, 3 Schlösser, 33 Dörfer und 24 Vorwerke.

Kurfürstin Dorothea widmet sich intensiv dem Wiederaufbau der im Dreißigjährigen Krieg beschädigten Schlossanlage und der wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt und ihrer Umgebung. So wirbt sie einen holländischen Fachmann an, der im Frühjahr 1686 mit den angesiedelten französischen Hugenotten die Tradition des uckermärkischen Tabakanbaus begründet. Ende des 18. Jahrhunderts ist die Uckermark mit 4.400 Hektar Anbaufläche das größte zusammenhängende Tabakanbaugebiet Deutschlands und mit drei Zigarrenmanufakturen der wichtigste Wirtschaftsfaktor in der Gegend.

Dorotheas ältester Sohn und erste Schwedter Markgraf Philipp Wilhelm widmet sich ebenfalls intensiv dem Ausbau seiner Herrschaft sowie der Erweiterung und kostbaren Ausstattung des Schlosses. Die rege Bautätigkeit setzt sich auch unter dem nachfolgenden Markgraf Friedrich Wilhelm fort. Im großen Umfange wird nun auch der planmäßigen Ausbau der Residenzstadt betrieben.

Der letzte Markgraf Heinrich Friedrich, jüngster Sohn von Philipp Wilhelm, macht aus Schwedt eine Kulturstadt. Mit seiner Kinderlosigkeit stirbt die Linie 1788 aus - ihr Lehnsbesitz fällt zurück an die Krone.

Das Schloss wird 1794 dem zweiten Sohn Friedrich Wilhelms II., Friedrich Ludwig Karl von Preußen zur Residenz bestimmt, der dort mit seiner Frau einige Jahre verbringt.

Die Markgrafen von Brandenburg-Schwedt

Historisches Territorium | Hohenzollern

 

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