Die Separation, Markenteilung oder Verkoppelung genannte Flurbereinigung war im 18. und 19. Jahrhundert in Deutschland eine Neuverteilung des landwirtschaftlich genutzten Bodenfläche, was aufgrund ihrer Folgen einer großangelegten Agrarreform gleich kam. Die Separation veränderte das Landschaftsbild grundlegend, da sie die Dreifelderwirtschaft abschaffte und die heutigen geometrischen Ackerformen schuf.
Die Separation beseitigte den bis dahin bestehenden Gemeinbesitz der Bewohner der einzelnen Dörfer. Allgemeinbesitz war die Mark (Feldmark) oder auch Allmende (ahdt. algimeinida). Dies bezeichnete den Teil der Gemeindeflur, der sich im Gemeineigentum eines Dorfes befand. Gewöhnlich wurde die Mark als Wald oder Weide, auch Waldweide genutzt, viele Flächen waren aber auch Moor oder Ödland. Die Mark wurde als Viehweide, zur Schweinemast, für die Holznutzung und zum Plaggenstechen benutzt. Nutzungsberechtigt waren meistens nur die ansässigen Bauern, die die Markgenossen waren. In der Separation wurden die bis dahin gemeinsam genutzten Waldstücke, Weide-und Wiesenländereien aufgeteilt.
Bereits vor der Separation waren etliche Acker- und Wiesenflächen in Einzelbesitz. Bei der Separation wurden die kleinen, oft örtlich weit entfernten Parzellen zusammengelegt und neu verteilt. Die Separierung der landwirtschaftlichen Nutzflächen führte schnell zu weit höheren Ernteerträgen, da sich Wege verkürzten, weniger Zugvieh nötig wurde und die eigenen Flächen besser in Aufsicht standen, zumal wenn man vom Dorf auf die Loose zog.
Der preußische König Friedrich regte die Separation nach englischem Vorbild in einem Zirkular vom 28.Juni 1765 an. Schon ein Jahr später erschien die kleine anonyme Schrift "Die Aufhebung der Gemeinheiten in der Mark Brandenburg nach ihren großen Vorteilen ökonomisch betrachtet", in der auch die Vorteile der Zusammenlegung der Acker und Wiesenstücke hergeleitet wurden. In einer Verordnung vom 21.Oktober 1769 wurden Separationskommissare in jedem Kreis eingesetzt, die die Aufgabe hatten, die jeweils beantragte Flurneuordnung zu begleiten.Das Oderbruch; Peter Fritz Mengel; Reprint 2003; Seite 217 ff
Die Durchführung der Separation, die zu starken Veränderungen in der Landwirtschaft führte, wurde von vielen Problemen gebremst. Dazu zählte die Angst der Landeigner vor finanziellen Verlusten ebenso wie Streitigkeiten der Interessenten bei der Aufteilung der Parzellen nach Größe und Bodengüte und der anschließenden Verlosung. Mitunter dauerte die Separation ganzer Orte in mehreren Etappen über zehn Jahre. Zum Beispiel endete die 1786 von Letschin (Oderbruch) beantragte Separation erst nach 1804. Die Entscheidung für die Separation und den Aufbau der Hofstellen am neuen Ort bekamen hier wie in anderen Orten durch Brände im Dorf eine Erleichterung.Das Oderbruch; ; Reprint 2003; Seite 217 ff
Die Neuordnung des Grundbesitzes und der Bodenbewirtschaftung ging in vielen Landesteilen mit der späten Abschaffung der Leibeigenschaft einher, begann teilweise schon im 17.- und wurde manchmal erst im späten 19. Jahrhundert vollendet.
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"Separation (Flurbereinigung)".
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